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Der Nationalpark Bayerischer Wald hat kein, wie auf vielen Bildern der großen amerikanischen Nationalparks wie z.B. dem Yellowstone National Park zu sehen ist, charakteristisches Eingangstor. Vielmehr ist er ein primär aus Wald bestehendes Schutzgebiet, das sich von Finsterau-Maut bis nach Bayerisch Eisenstein erstreckt. Das Gebiet kann von vielen Punkten aus betreten und auf den gut markierten Rad- und Wanderwegen erkundet werden.
Die Nationalparkzentren, Lusen bei Neuschönau mit den Einrichtungen Hans-Eisemann-Haus, dem Tier-Freigleände und dem Baumwipfelpfad, sowie Falkenstein bei Ludwigsthal mit den Einrichtungen Haus zur Wildnis und Tier-Freigelände mit der Steinzeithöhle bilden zusätzliche für die Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen des Nationalparks.
Das Motto „Natur Natur sein lassen“ ist oberste Prämisse im Nationalpark, der Einschlag bzw. die Aufarbeitung von Holz findet nur in bestimmten Gebieten statt und dient keinem wirtschaftlichen oder finanziellen Zweck sondern v. a. dem Borkenkäfermanagement.
Durchgeführt wird das Management zum einen in dem 500m breiten Randbereich zu den angrenzenden nicht Nationalpark eigenen Wäldern, und zum anderen in noch nicht zur Naturzone ausgewiesenen Entwicklungszonen des Falkenstein-Rachel-Gebietes.
Geregelt wird dies durch die "Verordnung über den Nationalpark Bayerischer Wald".
Naturzone und Kernzone sind, wie man umgangssprachlich sagt, zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
Die Naturzone ist eine dauerhaft ausgewiesene Fläche, die sich nur auf das Management bezieht, d.h. in der grundsätzlich keine Eingriffe durch den Menschen in die Natur stattfinden.
Wohingegen die Kernzone ausschließlich mit dem Betretungsrecht, laut Betretungsrechtsverordnung, zusammenhängt. In der Verordnung ist das Betreten einzelner Flächen zu gewissen Zeiten und auf bestimmten Wegen geregelt.
Die drei Schutzgebiets-Kategorien haben sich jeweils andere Aufgaben als Ziel gesetzt.
So möchte der Nationalpark die Dynamik von natürlichen und naturnahen Ökosystemen unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ schützen und erlebbar machen.
Im Naturpark geht es um den Schutz und die Entwicklung der Kulturlandschaft vorrangig für die Erholungsnutzung sowie die Fremdenverkehrs- und Regionalentwicklung.
Biosphärenreservate sind international bedeutsame Modellregionen und widmen sich nachhaltiger Landnutzung. Sie streben ein ausgeglichenes Miteinander von Mensch und Natur an.
Öffnungszeiten müssen im Nationalpark nicht eingehalten und Eintrittspreise nicht gezahlt werden, da es diese im Nationalpark nicht gibt.
Ausgenommen hiervon sind der Baumwipfelpfad, spezielle Führungen, Kindergeburtstage etc, sowie auch die Parkplätze rund um die Nationalparkzentren Lusen und Falkenstein.
Die Öffnungszeiten der Einrichtungen im Nationalpark finden Sie auf den entsprechenden Internetseiten.