Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

08.08.2016
Nr. 28/16
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Barrierefreiheit mit kleinen Grenzen

Lebenshilfe Regen und Nationalpark Bayerischer Wald präsentieren Fotoprojekt

Einen ganzen Tag lang waren Bewohner der Förderstätte Viechtach mit ihren E-Rollstühlen im Nationalparkzentrum Falkenstein unterwegs, um den Besuch aus ihrem Blickwinkel zu dokumentieren. (Foto:NPV)

Einen ganzen Tag lang waren Bewohner der Förderstätte Viechtach mit ihren E-Rollstühlen im Nationalparkzentrum Falkenstein unterwegs, um den Besuch aus ihrem Blickwinkel zu dokumentieren. (Foto:NPV)

Ludwigsthal/Viechtach. Gerade erst feierte das Nationalparkzentrum Falkenstein rund um das Haus zur Wildnis zehnten Geburtstag. Doch wie barrierefrei sind die Einrichtungen in Ludwigsthal eigentlich? Dieser Frage widmete sich jüngst die Lebenshilfe Regen in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Bayerischer Wald. Entstanden ist ein Fotoprojekt zur Barrierefreiheit im Nationalparkzentrum Falkenstein.

An drei Tagen waren drei schwerbehinderte Bewohner aus der Förderstätte Viechtach gemeinsam mit ihren Betreuern im Nationalparkzentrum Falkenstein mit E-Rollstühlen unterwegs, um die Barrierefreiheit in den Besuchereinrichtungen auf den Prüfstand zu stellen. Mit der Kamera haben die Testfahrer dabei die Wegstrecke und deren Hindernisse aus ihrer eigenen Perspektive dokumentiert. „Kleine Schwächen in der Wegeführung und mögliche Hindernisse erkennt man oft erst, wenn man selbst die Sicht eines Rollstuhlfahrers einnimmt. Die Fotoreihe ist nun ein Grundstein für die umfassende Barrierefreiheit im Schutzgebiet“, erklärt Hans Mühlbauer, Projektkoordinator und Inklusionsbeauftragter des Nationalparks.

Obwohl vor allem im Haus zur Wildnis die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer nahezu komplett umgesetzt ist, finden sich auf dem Weg zum Informationszentrum einige Stellen zur Nachbesserung. Zu hoch hängende Informationstafeln, sichtversperrende Balken am Tierfreigelände und diverse Kanten und Rinnen im Boden geben Anlass zu kleineren Umbauarbeiten. Die Steinzeithöhle hingegen wurde bereits im Frühjahr behindertengerecht ausgebaut. „Wir haben versucht, einen Tag im Besucherzentrum so realistisch wie möglich nachzustellen – inklusive Anfahrt mit der Waldbahn – um viele Fotos und Erkenntnisse von den zentralen Punkten im Gebiet zu erhalten“, erklärt Klaus-Dieter Neumann, Fotograf und Leiter der Initiative Servus-Shakehands, die mit der Förderstätte Viechtach kooperiert.

 

Bildunterschrift:
Einen ganzen Tag lang waren Bewohner der Förderstätte Viechtach mit ihren E-Rollstühlen im Nationalparkzentrum Falkenstein unterwegs, um den Besuch aus ihrem Blickwinkel zu dokumentieren. (Foto:NPV)

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