Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

20.09.2013
Nr. 162/13
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Juniorranger auf Pilzexkursion in Zwieslerwaldhaus

Zur Einführung in die Welt der Pilze zeigte Pilzexperte Heinrich Holzer anhand einer Schautafel die „Zusammenarbeit“ zwischen Pilzgeflecht und Pflanzenwurzeln im Boden

Zur Einführung in die Welt der Pilze zeigte Pilzexperte Heinrich Holzer anhand einer Schautafel die „Zusammenarbeit“ zwischen Pilzgeflecht und Pflanzenwurzeln im Boden

Die Juniorranger-Gruppe Zwiesel / Lindberg ließ sich von den Pilzexperten Heinrich Holzer und Rudi Markones die Geheimnisse der Pilze zeigen.

Zur Einführung in die Welt der Pilze zeigten die Pilzkenner anhand einer Schautafel die „Zusammenarbeit“ zwischen Pilzgeflecht (Myzel) und Pflanzenwurzeln im Boden (Symbiose). Die Pilzfäden transportieren mit Hilfe von Wasser Nährstoffe zum Baum und erhalten im Gegenzug von ihnen Zucker und Mineralien. Pilze bilden ein eigenes Reich in der belebten Welt. Ihre Zellen bestehen größtenteils aus Wasser und Chitin.

Nach der Theorie verteilten sich die Juniorranger im Wald, um Pilze zu suchen. Heinrich Holzer bestimmte die gefundenen Exemplare und erläuterte ihre Besonderheiten. Unter der Ausbeute war auch ein Birkenporling, wie man ihn auch bei der Gletschermumie Ötzi gefunden hat, aber auch Steinpilze, Maronen und Stockschwämmchen wurden entdeckt.

Nach der Bestimmung gaben die Pilzsachverständigen noch wertvolle Tipps zum Sammeln. So sollten Pilze bereits im Wald geputzt werden, denn selbst Abfallstücke oder wurmige Pilzteile, die zu Hause auf dem Komposthaufen landen, enthalten immer noch Sporen, die im Wald verbleiben sollten.

Das Sammeln von Speisepilzen schadet dem Pilzbestand grundsätzlich nicht, aber es gibt auch seltene Arten, wie den „Tannenstachelbart“, auf die man verzichten sollte, so Holzer. Besonders stolz erzählten die Experten vom äußerst seltenen „Duftenden Feuerschwamm“ der nach Rosen riechen soll. Der Pilz kann sich auf abgestorbenen Tannen, die aber schon 30 bis 40 Jahre am Boden liegen müssen, ansiedeln. In Deutschland gibt es nur einen Fundort dieses Pilzes und der liegt in der Mittelsteighütte im Nationalpark Bayerischer Wald.

Die Junior Ranger und ihre Eltern nahmen viele interessante Erkenntnisse über Besonderheiten und Unterscheidungsmerkmale von Pilzen mit nach Hause und können ihr neues Wissen beim nächsten Sammeln bereits einsetzen.

Rainer Pöhlmann

Bildunterschrift:

Zur Einführung in die Welt der Pilze zeigte Pilzexperte Heinrich Holzer anhand einer Schautafel die „Zusammenarbeit“ zwischen Pilzgeflecht und Pflanzenwurzeln im Boden

Foto: NPV

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