Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

13.09.2012
Nr. 144/12
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Nationalpark Bayerischer Wald verabschiedet „Außenminister“ des Nationaparks Šumava

Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl überreichte ein von den Kollegen signiertes Foto und eine Miniatur der Glasarche an den scheidenden „Außenminister“ des Nationalpark Sumava, Michal Valenta - als Symbol der Verbindung über Grenzen hinweg, so wo er es beispiellos über Jahrzehnte hinweg mustergültig praktizierte

Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl überreichte ein von den Kollegen signiertes Foto und eine Miniatur der Glasarche an den scheidenden „Außenminister“ des Nationalpark Sumava, Michal Valenta - als Symbol der Verbindung über Grenzen hinweg, so wo er es beispiellos über Jahrzehnte hinweg mustergültig praktizierte

Eine große Ära in der genzüberschreitenden Zusammenarbeit der beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava ging mit der Ruhestandsversetzung von Michal Valenta zu Ende.

Michal Valenta engagierte sich über 20 Jahre lang als „Sprachbrücke“, Botschafter und Multiplikator der gemeinsamen Nationalparkidee.

Dafür bedankten sich der Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl und zahleiche Wegbegleiter der Verwaltung, darunter auch der frühere Nationalparkleiter Dr. Hans Bibelriether und der ehemalige Abteilungsleiter am Forstministerium Reinhold Erlbeck, mit einem gelungeenn Grillabend auf der Bärnlochhütte.

Michal Valenta war vor allem für die Leitung und die alten Kollegen der Nationalparkverwaltung nicht nur eine verlässliche Konstante im häufigen Wechsel der Nationalparkleitung im Šumava sondern „der Mann“, der durch seine Zweispachigkeit mit dem gelegentlich notwendigen diplomatischen Geschick beide Nationalparkverwaltungen aktuell informierte und damit zum wichtigsten Bindeglied wurde. Mit seiner stets offenen und ehrlichen Art wurde er vielen zum Freund, auf den man zählen konnte, dessen Wort galt, der niemals enttäuschte.

Zu Michal Valenta entstanden nicht erst 1991, als er Stellvertreter des ersten Leiters des Nationalparks Šumava wurde, enge Beziehungen über die Grenze hinweg. Bereits 1977 trat der damals junge Forstingenieur bei einer Exkursion bayerischer Naturschützer zu den Naturreservaten des Böhmewaldes als fachkundiger Dolmetscher in Erscheinung. Michal Valenta ließ mit seinen sehr guten Deutschkenntnissen, wenn auch einseitig, die sonst unüberwindlichen Sprachbarrieren fallen. Gepaart mit seinem großen Fachwissen auf dem ganzen Naturschutzsektor wurde er zu einer zentralen Figur der Zusammenarbeit beider Nationalparke.

Auf zahlreichen Veranstaltungen auf Ministerebene fungierte er als excellenter Übersetzer und Vorbereiter zweisprachiger Dokumente von größter Bedeutung, wie Memoranden und Verordnungen für die beiden benachbarten Nationalparke.

In 25 Ausgaben der Nationalparkzeitung „Unser wilder Wald“ hat Michal Valenta ab 1999 regelmäßig über den Nationalpark Šumava berichtet, Neuigkeiten aus erster Hand vorgestellt und Besucherangebote jenseits der Grenze beschrieben. Umgekehrt hat er als Redaktionsmitglied des Maganzins „Šumava“ die zentralen Themen des Nationalparks Bayerischer Wald dem interessierten tschechischen Publikum zugänglich gemacht.

Große Verdienste erlangte Michal Valenta auch durch seine kompetente Unterstützung bei Medienanfragen, grenzüberschreitenden Filmdreharbeiten und nicht zuletzt fachkundige Vorstellung des Nationalparks Šumava für VIP-Gäste und Besucher-Fachgruppen des Nationalparks Bayerischer Wald.

Die Liste der für beide Nationalparke erbrachten Leistungen ließe sich fast ins Unendliche verlängern.

Hervorzuheben sind unbedingt die Zusammenarbeit in der Abgleichung der Natura 2000 Kartierungsergebnisse und die vorbildliche Kooperation über die Grenze hinweg mit der Krönung der Zertifizierung beider Nationalparke zum Transboundery Park im Jahr 2009.

Nicht zuletzt ist Valentas unverzichtbare Mitarbeit bei der Neugestaltung des grenzüberschreitenden Wandergebietes zwischen Finsterau und Borova Lada/Ferchtenhaid zu erwähnen.

„Wege durch Natur und Zeit“ lautet das Motto dieses zweisprachigen Besucherangebotes. Es könnte auch für Michal Valenta stehen; denn er fand immer Wege zu Lösungen in einer sehr langen Zeit.

Rainer Pöhlmann 

Bildunterschrift:

Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl überreichte ein von den Kollegen signiertes Foto und eine Miniatur der Glasarche an den scheidenden „Außenminister“ des Nationalpark Sumava, Michal Valenta - als Symbol der Verbindung über Grenzen hinweg, so wo er es beispiellos über Jahrzehnte hinweg mustergültig praktizierte

Fotos R. Pöhlmann

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