Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

23.04.2012
Nr. 053/12
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Elch, Baummarder und wilde Wälder

Sonderführung „Nationalpark für Alle“

Die Fichte sticht, die Tanne nicht! (Foto: Joachim Hußlein)

Die Fichte sticht, die Tanne nicht! (Foto: Joachim Hußlein)

Im Nationalparkzentrum Lusen wurde im Jahr 2010 umfassend begonnen, Barrieren abzubauen. Für immer mehr Menschen stellen z. B. stolperfreie Wege und lediglich geringe Steigungen und Gefälle eine notwendige Voraussetzung für die Zugänglich-keit dar. So wurde ein Gesamtkonzept erstellt, um Schritt für Schritt große Bereiche und verschiedene Themen so umzugestalten und aufzubereiten, dass sie für möglichst viele Menschen erlebbar sind, unabhängig von Körpergröße, Sehvermögen, Beweglichkeit usw.

Durch Mittel aus dem Konjunkturpaket konnten grundlegende Maßnahmen wie der Umbau der Besucherwege und der Gehegeeinzäunungen durchgeführt werden.

Diese neuen Möglichkeiten, das Nationalparkzentrum Lusen zu erleben, wurden nun erstmals von mehreren Mitarbeiterinnen der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald in einem geführten Erlebnistag umgesetzt.

Obwohl sich das Wetter in den Tagen nach Ostern von seiner winterlichen Seite zeigte, machte sich eine Gruppe aus 14 Personen auf den Weg und wurde für das Risiko belohnt: Die Sonne wagte sich häufig zwischen den Wolken hervor und es blieb den ganzen Tag trocken.

Die Tiere, die auf der kurzen Runde im Tier-Freigelände besucht wurden, präsentierten sich alle von ihrer besten Seite: Der Auerhahn tänzelte ganz aufgeregt um seine Henne, der Baummarder turnte durch das Geäst, und Elch Putte führte stolz sein neues Heim samt Wasserbad vor. Zwischendurch wurde spielerisch die Nationalparkidee sowie Hintergrundwissen zu den Tieren und ihren Lebensräumen erlernt.

Gestärkt von einer Brotzeit ging es weiter über den Steg am Baumwipfelpfad vorbei in das Pflanzen-Freigelände. Hier konnte die Frage „was ist Fichte, was ist Tanne“ mit verschiedenen Sinnen erfasst werden. Spüren, riechen, sehen - die Nadelbäume lassen sich immer voneinander unterscheiden. Nach einem kurzen Abstecher in das Gesteins-Freigelände bildeten ein paar Highlights aus der Ausstellung im Hans-Eisenmann-Haus den Abschluss.

Die Teilnehmer waren begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, Natur und Nationalpark barrierefrei zu erleben und wahrzunehmen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde ein weiterer Termin im Juli angesetzt, der mit 20 Teilnehmern bereits ausgebucht ist.

Bei Interesse erhalten Sie weitere Informationen zu barrierearmen und barrierefreien Naturerlebnismöglichkeiten im Nationalpark Bayerischer Wald im Internet (www.nationalpark-bayerischer-wald.de) sowie telefonisch unter 09922 - 5002-0.

Bildunterschrift:

Die Fichte sticht, die Tanne nicht! (Foto Joachim Hußlein)

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