Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

27.03.2012
Nr. 042/12
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In kleinen Schritten zu einer lebendigen Nachbarschaft

Der Bürgermeister von Prasily/Stubenbach, Libor Pospisil, und die meisten seiner Gemeinderäte stehen positiv zu einem Nationalpark mit wilder Natur ohne Eingriffe und sehen die Waldentwicklung im Rachel-Lusengebiet als Vorbild.

Der Bürgermeister von Prasily/Stubenbach, Libor Pospisil, und die meisten seiner Gemeinderäte stehen positiv zu einem Nationalpark mit wilder Natur ohne Eingriffe und sehen die Waldentwicklung im Rachel-Lusengebiet als Vorbild.

Die Diskussionen um eine Neuausrichtung des Nationalparks Šumava dauern nach wie vor an. Jetzt soll erstmals ein Nationalpark-Gesetz verabschiedet werden, das so gut wie alles regeln soll - vom Holzeinschlag bis zu den Wanderwegen. Für die 130 Einwohner zählende tschechische Gemeinde Prášily (Stubenbach) ist das ein sehr bedeutsames Thema. Denn von der Fläche her ist sie die größte Gemeinde der Tschechischen Republik und ihre112 km2 liegen ganz im Nationalpark Šumava. „Deswegen haben wir uns nach Erfahrungen umschauen müssen.

Zum Glück grenzt die Gemeinde an den Nationalpark Bayerischer Wald,“ erklärt Bürgermeister Libor Pospíšil. Er und die meisten Gemeideräte sind sich einig und stehen positiv zu einem Nationalpark mit wilder Natur ohne Eingriffe. „Die Entwicklung von sanftem Tourismus in der attraktiven Umgebung von Urwäldern von Morgen ist unsere einzige Chance. Dabei sehe ich den älteren Teil des Nationalparks Bayerischer Wald als Vorbild,“ erklärt Pospíšil und fügt hinzu: „doch wir haben festgestellt, dass wir in der Gemeinde auf viele Nationalparkfragen keine Antworten haben“.

Über den Nationalpark Sumava sei in den letzten 20 Jahren viel diskutiert worden, aber oft hinter verschlossener Tür und nicht immer ganz offen. Jetzt sei die Diskussion ganz emotional zugespitzt und die Suche nach einem nüchternen Gesprächspartner schwierig, so Pospíšil.

„Die Bürger sind von den ergrauenden Wäldern nach dem Borkenkäferbefall beunruhigt, doch hunderte LKW-Ladungen mit Holz in der Gemeinde und Harvester im Wald begeistern auch nicht. Was das mit Nationalpark zu tun hat und wie seine Zukunft aussieht, darauf muss ich antworten können“.

Pospíšil erklärt, dass er damit in erster Linie seine Nachbarn angesprochen hat: „Das Aufleben der Nachbarschaft zur Gemeinde Lindberg war mein erster Wunsch. Zwei Treffen haben schon stattgefunden. Wenn der Schnee weg ist, werden wir mit den Lindbergern auch gemeinsam durch die Nationalparke wandern“. Danach hat er auch den Nationalparkleiter Dr. Leibl um einen Termin gebeten. „Einiges ist in Vorbereitung; aktuell planen wir mit Lindberg und dem Nationalpark Bayerischer Wald ein gemeinsames Herbstfest am Schachtenhaus; vielleicht kommt es auch zu einem grenzüberschreitenden Erlebnissteig“, so Pospíšil.

„Wenn jemand den Nationalpark Bayerischer Wald nach Erfahrungen und Ratschlägen fragt, beantworten und zeigen wir es ihm gerne - am liebsten im Gelände“, antwortet Nationalpark Leiter Dr. Franz Leibl.

Rainer Pöhlmann 

Bildunterschrift:

Der Bürgermeister von Prasily/Stubenbach, Libor Pospisil, und die meisten seiner Gemeinderäte stehen positiv zu einem Nationalpark mit wilder Natur ohne Eingriffe und sehen die Waldentwicklung im Rachel-Lusengebiet als Vorbild.

Foto: Rainer Pöhlmann.

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