Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

24.08.2011
Nr. 138/11
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„Spuren“ in der Wildnis

Die fertig gestellte Zeichnung kann nur von einem bestimmten Blickwinkel aus vollständig betrachtet werden.

Die fertig gestellte Zeichnung kann nur von einem bestimmten Blickwinkel aus vollständig betrachtet werden.

Gut gelungen ist das Bild eines Wolfes, das mit Hilfe eines Beamers aus Kalk, Quark und biologisch abbaubaren Farbpigmenten auf sechs Bäumen gemalt wurde.

Gut gelungen ist das Bild eines Wolfes, das mit Hilfe eines Beamers aus Kalk, Quark und biologisch abbaubaren Farbpigmenten auf sechs Bäumen gemalt wurde.

Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden, dass die Fachakademie für Sozialpädagogik Deggendorf ihre alljährliche Projektwoche im Jugendwaldheim im Nationalpark Bayerischer Wald durchführt. In diesen 5 Tagen erarbeiteten die jungen Studierenden mit ihren Lehrern  und Mitarbeitern des Nationalparks Projekte zum diesjährigen Thema „Spuren“.

Zu Beginn der Projektwoche, die bereits seit 15 Jahren fester Bestandteil der FAKS ist, durften die Studierenden zwischen 4 Projekten wählen, die sie auch sehr unterschiedlich angingen.

Eine Gruppe, ganz gemäß Willigis Jägers: „Nur schauen, nur hören, ohne werten und urteilen. Nur da sein, spüren und lauschen – einsehen, dass wir nichts machen können und dass Dinge sich ereignen, wenn wir ruhig werden, und sie geschehen lassen.“ auf, Spuren der Natur und Wildnis in sich selbst zu entdecken. Bei Wanderungen konnten die eigenen Grenzen und Fähigkeiten erfahren werden. Über meditative Einheiten und Yoga- und Naturerfahrungsübungen wurden die Erlebnisse vertieft, so dass am Ende der Woche als Ergebnis stand: Die Tage in der Wildnis des Nationalparks haben „Spuren“ bei allen Teilnehmern hinterlassen.
Eine zweite Gruppe setzte sich mit Natur und Philosophie auseinander, die Teilnehmer schlugen einen Bogen von den Naturreligionen über die Naturphilosophen, wie Thales oder Pythagoras bis hin zu Rosseau. Als gestalterische Arbeit entstand dabei ein Skulpturenplatz, der an mythologische Plätze der Naturvölker erinnert.

Ein Kunstwerk gestalteten sechs Studierende, unter der Leitung eines Jugendwaldheimmitarbeiters, indem sie Bilder an Bäume malten. Dafür projizierten sie nachts mit Hilfe eines Beamers die Konturen eines Wolfes an sechs zuvor ausgewählten Bäume und malten diese nach. Die Tage darauf bemalten sie die Bäume mit einer speziellen Farbe aus Kalk, Quark und biologisch abbaubaren Farbpigmenten. Die fertig gestellte Zeichnung kann jedoch nur von einem bestimmten Blickwinkel aus vollständig betrachtet werden.

Die 4. Gruppe der angehenden Erzieher/innen war mit einer Waldführerin des Nationalparks unterwegs und erhielt so grundlegende Informationen über die Natur und speziell den Nationalpark Bayerischer Wald, sowie Methoden, mit denen man am besten dieses Wissen den Kindern vermittelt und wie man Kindern spielerisch für die Natur begeistern kann.

Zum Schluss stellten die jeweilige Gruppen bei einer Reflexionsrunde ihre Projekte ihren Mitstudenten vor, bevor sie nach einer sehr gelungenen und lehrreichen Woche, wie man an den Ergebnissen der Projekte erkennen konnte, das Jugendwaldheim wieder verließen. „Eine interessante und abwechslungsreiche Woche im Jugendwaldheim“ war die einhellige Meinung von Teilnehmern und Betreuern über die Projekttage. Die entstandenen „Kunstwerke“ und Erfahrungen belegen die Aussage sehr eindrucksvoll.

Rainer Pöhlmann

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