Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

07.04.2011
Nr. 057/11
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Erstes gemeinsames Treffen der neuen Leiter der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava

Der Direktor der Verwaltung des Nationalparks Šumava besuchte am Dienstag den 5.April seinen bayerischen Partner, den Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Karl Friedrich Sinner. An diesem Treffen, das nicht nur ein Höflichkeits-, sondern auch ein Arbeitstreffen gewesen ist, nahmen auch der zukünftige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald,  Dr.Franz Leibl und der stellvertretender Leiter Karl Barthmann teil. Herr Direktor Stráský wurde von seinem neuen Amtschef Herrn Jiří Mánek begleitet.

Karl Friedrich Sinner geht nach dreizehn Jahren Leitung des NP Bayerischer Wald in den Ruhestand. Ab dem 1.5. 2011 wird seine Stelle Dr. Franz Leibl, bisheriger Leiter der Naturschutzabteilung bei der Niederbayerischen Regierung in Landshut einnehmen.

"Gegenstand des Treffens war unser gegenseitiges Kennenlernen und auch die Vorbereitung der Weiterentwicklung der laufenden Zusammenarbeit beider Nationalparke. Ich freue mich, dass wir schon einen Monat nach meiner Amtseinführung Zeit für ein solches Treffen, das ich für sehr hilfreich für beide Seiten halte, gefunden haben. Wir haben Bereiche definiert, in denen wir auch weiterhin zusammenarbeiten wollen. Dazu gehören ganz bestimmt gemeinsame Projekte der Nationalparkwacht, der Umweltbildung oder einige Forschungsprojekte" charakterisierte das Treffen Herr Jan Stráský.

Bei dem Treffen wurde die Lösung der Situation um das noch nicht erfüllte, aber zeitlich abgelaufene Memorandum über die grenzüberschreitenden Wanderwege diskutiert. Auch den anderen, aktuell gültigen Memoranden zwischen den beiden Nationalparken wurde entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet. Die Gültigkeit dieser Memoranden wurde anlässlich des Treffens der Ministerpräsidenten beider Länder am 20.12.2010 in Prag bestätigt.

Gegenstand des Gesprächs war auch die Situation um die Borkenkäferkalamität im Nationalpark Sumava und Maßnahmen zur Lösung.

Am meisten interessierten Herrn Direktor Stráský und Herrn Jiří Mánek die Ergebnisse des Auerhuhnmonitorings im Grenzgebiet. Herr Sinner informierte sie darüber, dass die Ergebnisse bisher nicht vollständig ausgewertet sind. Deswegen wird es notwendig sein, das Monitoring eine Weitere Saison zu verlängern. Es wurde vereinbart, dass in diesem Fall im Rahmen des Memorandums gemeinsam Lösungen gesucht werden, wie man den grenzüberschreitenden Wanderweg über die Blauen Säulen auf der bisherigen Trasse auch in der Sommersaison 2011 öffnen könnte. „Dies halte ich für eine gute Nachricht an die Besucher beider Nationalparke, bei denen sich dieser Wanderweg in den letzten zwei Jahren großer Beliebtheit erfreute", begrüßte Direktor Stráský diese Einigung.

"Wir haben gewisse Befürchtungen der bayerischen Kollegen aus der Mediendiskussion der letzten Tage wahrgenommen und diesbezüglich den Kollegen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald unsere Position erklärt, was die Mediendiskussion um den Biozideneinsatz im Kampf gegen den Buchdrucker betrifft. Wir halten dies für eine ergänzende Maßnahme des Waldschutzes, die nur dann eingesetzt wird, wenn wir das Holz nicht rechtzeitig aus dem Wald räumen können. Auf Wasser beeinflussten Standorten, sowie auf prioritären Flächen der Natura 2000 werden keine Biozide eingesetzt." erläuterte Amtschef Mánek.

Die Teilnehmer des Treffens haben vereinbart, dass der Nationalparkverwaltung Šumava alle Memoranden und Vereinbarungen von der Verwaltung des Nationalparks Bayerischer Wald zur Verfügung gestellt werden. Ein wichtiger Punkt bei der nächsten Besprechung wird die Diskussion um die Weiterentwicklung des Memorandums über die grenzüberschreitenden Wanderwege sein. Genauso wichtig wird die Diskussion darüber sein, wie auf der Grundlage der zwischen den Ministerien geschlossenen Memoranden die künftige Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung beider Nationalparke im Herzen Europas organisiert wird.
(Pavel Storch)

 


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