Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Pressemitteilung

10.12.2010
Nr. 153/10
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Herbstpersonalversammlung der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Personalratsvorsitzender Bruno Schwarz (links) und der stellv. Leiter Karl Barthmann (7 v.l.) mit den für 40 jährige bzw. 25 jährige Dienstzeit und „runde“ Geburtstage geehrten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung
Foto: Rainer Pöhlmann

Personalratsvorsitzender Bruno Schwarz (links) und der stellv. Leiter Karl Barthmann (7 v.l.) mit den für 40 jährige bzw. 25 jährige Dienstzeit und „runde“ Geburtstage geehrten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Foto: Rainer Pöhlmann

Zur traditionellen Herbstpersonalversammlung trafen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung im Hans-Eisenmann-Haus, um aus erster Hand zu erfahren, was in den einzelnen Betriebbereichen im Sommerhalbjahr geleistet wurde, welche Veränderungen sich in dem 200 Mitarbeiter umfassenden Betrieb ergeben haben und was die Zukunft in Bezug auf Löhne, Rente und soziale Leistungen bringen wird.

Noch bevor der Personalratsvorsitzenden Bruno Schwarz einen umfassenden Tätigkeitsbericht gab, rief er alle anwesenden Mitarbeiter zu einer Schweigeminute für die seit Frühjahr verstorbenen Mitarbeiter 
Jobst Siegfried, Oberkreuzberg (75 Jahre), Hofmann Alois, Riedlhütte (79 Jahre), Grünzinger Leopold, Mauth (84 Jahre), Schacherl Rudolf, (95 Jahre), Hilgart Albert, Schönbrunn am Lusen (81 Jahre).
Näher ging der Personalratsvorsitzende Schwarz auf die Personalsituation ein und teile erfreut mit, dass im Herbst Lukas Plechinger und Paul Ranzinger als Azubis zum Forstwirt und Thomas Fredl als Azubi zum Berufsjäger eingestellt werden konnten.
Der Personalratsvorsitzende gibt zugleich Hoffnung, dass im kommenden Jahr neue Arbeitskleidung beschafft werden kann und informierte die Mitarbeiter über die Ausarbeitung neuer Regelung zur Verkehrssicherung im Nahbereich von Besuchereinrichtungen. Schwarz bedankte sich auch für die stets vertrauensvolle aber durchaus auch kritische Zusammenarbeit mit der Nationalparkleitung.


Umfassend, kompetent und mit Hilfe einer Powerpointpräsentation sehr anschaulich ließ der stellvertretende Leiter der Nationalparkverwaltung, Forstdirektor Karl Barthmann, die Geschehnisse der Sommermonate Revue passieren, beginnend mit Impressionen des allüberragenden Höhepunktes, den Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag des Nationalparks Bayerischer Wald am 7. Oktober.
Viel Grund zur Freude im Sommerhalbjahr gab es auch mit der Übergabe eines gelungenen Anbaus an der ältesten Bildungseinrichtung des Nationalparks, dem Jugendwaldheim „Wessely-Haus“ bei Schönbrunn, womit, so Barthmann, mit dem dort ins Leben gerufenen deutsch/österreichischen Projekt: „Natur-Mensch-Technik“ eine neue Schiene zum Zugang zur Natur für Schüler und Jugendliche gelegt werden konnte.
Sichtlich erfreut zeigte sich der stellvertretende Nationalparkleiter über die neue Besucherattraktion „Baumwipfelpfad“ im Nationalparkzentrum Lusen, die im ersten Jahr einen regelrechten Besucheransturm erlebte und sich mit seiner einzigartigen Architektur bestens in die Waldlandschaft einfügt.
Nach mehrjährigem Umbau konnte im September auch das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald mit seiner sehenswerten neuen Ausstellung eröffnet werden, die mit einmaligen, dreidimensionalen Ausstellungsebenen die Besucher in seinen Bann ziehen wird, wie die Mitarbeiter anhand der Präsentation von Karl Barthmann unschwer erahnen konnten.

Unglaublich viel Arbeit wurde auch in den einzelnen Sachgebieten geleistet, so dass sich Forstdirektor Barthmann nur auf herausragende Beispiele beschränkte. So hob er im Sachgebiet Naturschutz und Besucherlenkung den erfolgreichen Umbau des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Lusen in Bezug auf barrierearme Wege und Gehege hervor, berichtete vom gelungenen Umbau der Naturkneippanlage bei Spiegelau und vom weiteren Rückbau von Forststraßen, insbesondere solcher mit umweltschädlicher Teerdecken in den neuen Naturzonen des Falkenstein-Rachel-Gebietes.
Aus dem Sachgebiet Bildung und Regionalentwicklung griff Barthmann das Gäste Service Umwelt-Ticket, besser bekannt als GUTi, heraus, das mittlerweile von zwölf Gemeinden mit großem Erfolg für den ÖPNV in der Nationalparkregion eingeführt wurde.
Zum andren erklärte der stellvertretende Nationalparkleiter den Mitarbeitern die Gründe für die schier endlose Geschichte über die Fertigung eines Nationalpark-Planes. Jetzt, so Barthmann, ist für sein Inkrafttreten der Zeitraum Februar/März ins Auge gefasst.
Aus dem Sachgebiet Informationseinrichtungen und Museen berichtete Barthmann von der kompletten Erneuerung des Ausstellungstraktes im Hans-Eisenmann-Haus, der zusammen mit der integrierten Cafeteria mit der Wiedereröffnung des Hauses am 26.12.2010 von den Nationalparkgästen besucht werden darf.
Das Sachgebiet Forschung und Dokumentation hatte mit dem grenzüberschreitenden Luchs-Fotofallenprojekt einen Schwerpunkt. Dabei konnten 9 erwachsene Luchse – 3 Männchen und 6 Weibchen – sowie ein subadulter, also noch nicht selbständiger Luchs betätigt werden.
Von der seit über dreißig Jahre betriebenen Wassermessstation Taferlruck konnte Forstdirektor Barthmann mitteilen, dass die Anlage mithilfe des Einbaus einer Niedrigwasserrinne für Fische und andere Wasserlebewesen durchlässiger geworden sei.
Imposant, wenngleich nicht im Sinne einer natürlichen Waldentwicklung, aber auf Grundlage der geltenden Nationalparkverordnung erscheinen die neuesten Zahlen der Borkenkäferbekämpfung außerhalb der Naturzonen des Nationalparks.
So stieg der Holzanfall auf den Höchststand von 135.600 Festmeter im Falkenstein-Rachel-Gebiet, während im Rachel-Lusen-Gebiet ein Tiefststand von nur 6.300 Festmeter erreicht wurde. Insgesamt konnten 17.000 Festmeter von Hand entrindet werden um als Biomasse auf der Fläche zu verbleiben.
Naturschonende Bringung erfolgte für 18.700 Festmeter per Seilkran und 2.900 Festmeter per Hubschrauber.
Etwas ausführlicher befasste sich der stellvertretende Nationalparkleiter mit seinem eigenen Sachgebiet Zentrale Dienste und interne Kommunikation im Bereich Personal und Haushalt.
Befördert wurde zum 1. Mai der Leiter der Nationalparkdienststelle Scheuereck Ingo Brauer zum Forstamtsrat und zum 1. Januar 2011 Reinhold Weinberger zum Forstrat.
Der Haushalt der Nationalparkverwaltung wird in diesem Jahr mit der Rekordsumme von 21 Millionen Euro auf der Ausgabenseite abschließen, weil zum einen größere Geldmengen im Investitionsbereich getätigt wurden, z. B. Ausstellungen Hans-Eisenmann-Haus, Waldgeschichtliches Museum und AnbauJugendwaldheim und andererseits der hohe Borkenkäferholzeinschlag die Kostenseite stark belastete. Dem standen wiederum 9 Millionen Euro Einnahmen durch Holzverkauf gegenüber.
Forstdirektor Barthmann informierte zudem von negativen Entwicklungen für das nächste Jahr, das eine Kürzung von 20 % für Investitionen vorsieht und die Wiederbesetzungssperre frei werdender Beamtenstellen von bisher 3 auf 12 Monate anhebt.
Verhältnismäßig lange, nämlich mehrere Monate prüfte der Oberste Rechnungshof die Nationalparkverwaltung. Einen entsprechenden Prüfbericht erwartet Barthmann im Spätwinter 2011.
Letztendlich setzte der stellvertretende Nationalparkleiter die Mitarbeiter von der geplanten Ausstattung der Nationalparkdienstellen mit Betriebsfahrzeugen in Kenntnis und verband seine umfangreichen Ausführungen mit dem Wunsch auf ein gutes und unfallfreies Jahr 2011.

Ungewöhnlich viele Ehrungen konnten der Personalratsvorsitzende Bruno Schwarz und der stellvertretende Nationalparkleiter Karl Barthmann vornehmen indem sie die entsprechende Dankesurkunden des Freistaates Bayern überreichten: Für 40 jähriges Dienstjubiläum an den Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner und für 25 jährige Dienstzeit an Karl-Heinz Englmaier, Hans Jehl, Werner Kaatz, Michael Großmann, Volker Hartwig, Christian Köck, Siegfried Meininger, Gerlinde Müllner, Ludwig Pauli, Martin Plechinger,

Fritz Plöchinger, Max Schreder und Rosemarie Wernsdorfer.
Geschenke für „runde“ Geburtstage erhielten Lukas Laux, Lender Gerhard, Pöhlmann Rainer, Lagerbauer Johann, und Schwarz Bruno.

Sehr interessant und aufschlussreich gestaltete Dieter Stuka, Diakon bei der Kath. Betriebsseelsorge Passau, das weniger schöne Thema „Mobbing“.
Systematisch arbeitete er mit Hilfe einer Powerpointpräsentation die verschiedensten Mobbing-Situationen auf: vom Konflikt zur Schikane und letztendlich psychischen Erkrankung und gab die dringende Empfehlung eines guten Umganges miteinander, was immer in guter Arbeit mündet. Das Zitat: „Jeder kann nur einen Menschen ändern – sich selbst“ regte zum Schluss all seine Zuhörer zum Nachdenken an.
Noch vor der Mittagspause referierte Hubert Döringer über die Arbeitssicherheit in der Nationalparkverwaltung und Forstwirtschaftsmeister Martin Plechinger zeigte als Sicherheitsbeauftragter für Waldmanagement eine Serie von Fällschnitten unterschiedlichster Qualität und den davon ausgehenden möglichen Unfällen. Dabei verteilte er ein generelles Lob an die hohe Fällschnittqualität der nationalparkeigenen Forstwirte.
Von durchgeführten Rettungsübungen berichtete Forstamtsrat Reinhold Weinberger und verkündete, dass sehr bald neue, mit allen Beteiligten der „Alarmkette“ abgestimmte Rettungspläne herausgegeben werden.
Ihm folgte der letzte aber als stets hoch engagierter Referent, der Branchensekretär der IG-BAU Günther Busch. Aktuelles aus dem Tätigkeitsbereich war sein Thema, aus dem er die bevorstehende schwere Tarifrunde für die Angestellten und Waldarbeiter mit durchaus möglichem Arbeitskampf und die geplanten Sparmaßnahmen der Bayerischen Staatsregierung, die seiner Meinung nach gegen den Grundsatz: Treu und Glauben verstoßen, gezielt ansprach.
Nach fast sechs Stunden Dauer konnte der Personalratsvorsitzende Bruno Schwarz eine an aktuellen Ereignissen reiche und harmonisch verlaufende Personalversammlung schließen.

 

Bildunterschrift
Personalratsvorsitzender Bruno Schwarz (links) und der stellv. Leiter Karl Barthmann (7 v.l.) mit den für 40 jährige bzw. 25 jährige Dienstzeit und „runde“ Geburtstage geehrten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung
Foto: Rainer Pöhlmann

 

 

 

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