Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Auf zum Rachel

Gipfelkreuz am Rachel (Foto: Alice Alteneder)

Das Wandergebiet Rachel

Die urigen Wälder rund um den höchsten Berg im Nationalpark Bayerischer Wald galten von je her als geheimnisvoll. Vielleicht ist gerade deshalb der Große Rachel mit seinem sagenumwobenen See schon immer ein beliebtes Ausflugsziel für viele Naturfreunde.Zwei markierte Rundwege führen in dieses Gebiet; beide verlangen Ausdauer, wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk.

Rundweg Auerhahn
Gehzeit etwa 4 Std. Höhenunterschied 500 m

Da der Parkplatz Gfäll in der Zeit von 8 - 18 Uhr nicht mit Privat-Pkw angefahren werden darf, fährt man zunächst mit dem Auto zum P+R-Parkplatz in Spiegelau. Von dort geht es weiter mit dem Igelbus, das ist das zugelassene Verkehrsmittel auf den Nebenstraßen im Nationalpark (für Besucher mit Gästekarte kostenlos), zum Parkplatz Gfäll.

Der ca. 10 km lange Weg beginnt am Gfäll (Igelbus ) und führt zunächst steil bergan zum "Lieslbrunn" und weiter zum Waldschmidthaus mit dem nahen Aussichtspunkt zum tief unten liegenden Rachelsee. In dieser Region hat der Borkenkäfer die alten Bergfichten auf großen Flächen abgetötet. In deren Schutz entsteht ein neuer wilder Wald. Über Steintreppen wird der Rachelgipfel mit seinen charakteristischen Felsblöcken aus Gneis erreicht. Weit reicht die Sicht auf die schier endlosen Wälder des Böhmerwaldes im angrenzenden Nationalpark Šumava.Der Abstieg führt über steile Felsstufen zur Rachelkapelle mit einem Ausblick auf das alte Urwaldreservat in der Seewand. Welche Vielfalt unberührte Bergmischwälder entwickeln, vermitteln Informationstafeln und der Wanderer erlebt es selbst am Rachelsee, der still und verträumt im ausgehobelten Bett eines ehemaligen eiszeitlichen Gletschers liegt. Weiter führt der Weg mit geringen Höhenunterschieden wieder zum Gfäll (Igelbus ) zurück.

Rundweg Specht
Gehzeit etwa 2 ½ Std. Höhenunterschied 200 m

Ausgangspunkt für diese 6,5 km lange Wanderung ist die Racheldiensthütte (Igelbus). Der Weg führt zunächst mäßig bergauf in Richtung Rachelsee. Einige Informationstafeln erläutern die hier noch zu sehenden Spuren der letzten Eiszeit. Nur allmählich geben tief beastete alte Bäume den Blick auf den stillen Rachelsee frei. Mäßig bergan wird der höchste Punkt der Wanderung, die Felsenkanzel, erreicht, wo an klaren Tagen der Blick bis zur Alpenkette reicht. Auf einer alten Schlittenziehbahn führt der Weg bergab zur Racheldienstütte zurück.