Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Das Felswandergebiet

Die Große Kanzel im Felswandergebiet (Foto: Alice Alteneder)

Die Vorberge des Grenzgebirges in der Umgebung der Ortschaft Schönbrunn am Lusen charakterisieren besonders eindrucksvolle Felsformationen und urwaldartige Waldbilder.

Wegen der mächtigen Steinblöcke, die über den ganzen Bergrücken verstreut sind, hat die Region den Namen Steinberg erhalten. Die bedeutendsten und herausragendsten Felsen tragen die Namen Große und Kleine Kanzel.

Das Felswandergebiet ist in das Wanderwegenetz des Nationalparks eingebunden. Dadurch ergeben sich variantenreiche Routen, z. B. über die Wanderlinien Tanne von Mauth, Vogelbeere von Schönbrunn am Lusen oder dem Hauptwanderweg vom Nationalparkzentrum Lusen in Neuschönau.

Rundwanderweg Haselhuhn

Ausgehend von der Igelbus-Haltestelle Felswandergebiet führt der Weg zunächst eben zu einer kleinen Waldlichtung mit Rastplatz. Nach einer Felspassage zeigt der Wald einen urigen Charakter. Steintreppen erleichtern den Aufstieg.

Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Rundweges lassen umgestürzte Bäume mit ihren gigantischen Wurzeltellern die Dynamik eines ungestörten Waldes erahnen und das allmähliche Vergehen und Wach-sen studieren. Dieser Eindruck steigert sich am letzten Anstieg, dem wohl beeindruckendsten Teil des gesamten Felswandergebietes. Hohe Felsblöcke drohen auf den Wanderer herab und schützen wie Wäch-ter dieses urwaldartige Kleinod.

Nur noch bergab führt der Rundweg vorbei an schönen Felsgruppen und urwaldartigem Bergmischwald zu einem Aussichtsfelsen mit Blick auf das Vorfeld des Nationalparks und bei guter Fernsicht bis zur Ket-te der Alpen.

Auch der weitere Abstieg birgt noch so manche Überraschung für den aufmerksamen Naturfreund. So verraten typische Fraßspuren an abgestorbenen Buchen den Lebensraum des seltenen Weißrücken-spechts, und mit Glück lässt sich auch der “Senkrechtstart" eines Haselhuhns beobachten, jener Rauh-fußhühnerart, die namensgebend für diesen Rundweg im Felswandergebiet ist.