Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Rund um den Großen Falkenstein

Falkensteingipfel (Foto: Alice Alteneder)

Der Große Falkenstein

Vom Gipfel-Plateau des Großen Falkensteins (1315 m) öffnet sich der Ausblick nach Westen und Südwesten zum Großen Arber und zur Bergkette des Vorderen Bayerischen Waldes. Direkt zu Füßen liegt der Talkessel des Zwieseler Winkels.

Das Schutzhaus am Falkenstein ist im Sommer täglich, im Winter an den Wochenenden geöffnet (Übernachtungen möglich).

Urwaldreste

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden das Höllbach-gespreng als ältestes Naturschutzgebiet des Bayerischen Waldes und der Urwaldrest an der Mittelsteighütte als besonders urtüm-liche Waldteile unter Schutz gestellt. Mit der Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald 1997 wurden diese Flächen in das Großschutzgebiet eingegliedert.

Höllbachgespreng mit Höllbachfällen

In einer Geländemulde entspringt der Höllbach und stürzt im Höllbachgespreng mit seinen steilen, haushohen Felsbastionen in mehreren Kaskaden und Wasserfällen sowie zahlreichen Rinnsalen hinunter zur Höllbachschwelle.

Das Höllbachgespreng flößte unseren Vorfahren Angst und Schrecken ein. Sie vermuteten in dieser einsamen, wilden Bergregion mit den von der Schwefelflechte gelb gefärbten Felsüberhängen den Eingang zur Hölle.

Schachten

Ehemalige Viehweiden in den höheren Berglagen werden im Bayeri-schen Wald als "Schachten" bezeichnet. 1963 wurde die letzte dieser Waldweiden aufgegeben.

Am Wanderweg von Zwieslerwaldhaus zum Falkenstein liegt die größte dieser Bergwiesen im Falkensteingebiet, der Ruckowitz-schachten. Von hier bietet sich ein besonders schöner Ausblick auf das Massiv des Großen Arbers (1456 m), der höchsten Erhebung des Bayerischen Waldes.

Wanderwege zum Großen Falkenstein

Alle Aufstiege zum Großen Falkenstein sind zum Teil beschwer-liche Steige. Wetterschutz und gutes Schuhwerk sind erforderlich.

Wanderlinie Heidelbeere
Aufstieg: 3 ½ - 4 Std. Höhenunterschied: 620 m

Vom Ortseingang Zwieslerwaldhaus (P1) führt der Weg auf dem Schillerweg zum Ahornriegel, wo sich eine eindrucksvolle Aus-sicht nach Süden zum Großen Rachel, dem höchsten Berg des Nationalparks (1453 m), eröffnet. Nach Querung der Wanderlinie Esche und des Kleinen Höllbachs wird über dem Schwellweg die Höllbachschwelle erreicht. Steil bergauf geht es in das Urwald-gebiet Höllbachgespreng mit seinen haushohen Felsabstürzen und den Höllbachfällen. Leicht bergan führt der Weg über den Hüttensteig zum Großen Falkenstein (1315 m).

Im Winter nicht zu empfehlen.

Wanderlinie Esche
Aufstieg: 3 Std. Höhenunterschied: 700m

Ausgehend von der Waldbahn-Haltestelle in Ludwigsthal (Park-platz Haus zur Wildnis) durchquert der Wanderweg die Südseite des Falkensteinmassivs und führt nach Querung der Wanderlinie Heidelbeere im Bereich des Ahornriegels in Serpentinen steil bergauf bis zum Großen Falkenstein.

Wanderlinie Eibe
Aufstieg: 2 ½ Std. Höhenunterschied 620 m

Die kürzeste Route auf den Großen Falkenstein beginnt am Infopavillon, direkt am südlichen Ortseingang von Zwiesler-waldhaus. Der Wanderweg führt durch einen schönen Berg-mischwaldbestand gleichmäßig bergauf. Unter dem mächtigen Felsmassiv des Kleinen Falkenstein (1190 m) breitet sich ein kleiner, aber eindrucksvoller Urwaldrest aus. Der Wanderfalke sucht und findet hier regelmäßig Brutplätze - bitte nehmen Sie Rücksicht und bleiben Sie auf den markierten Wegen! An klaren Tagen lohnt sich der Abstecher auf den Kleinen Falkenstein mit seiner wunderschönen Aussicht! Das letzte Wegestück bis zum Gipfel des Großen Falkenstein wird von Bergfichtenwald gesäumt.

Wanderlinie Silberblatt
Aufstieg: 3 Std. Höhenunterschied: 650 m

Der Weg beginnt am Parkplatz bzw. der Igelbus-Haltestelle Weiße Brücke, wo man schon bald in ursprünglichen Wald eintaucht und auch die Weg-Variante über Waldstraßen vom Parkplatz Scheuer-eck her einmündet. Gemeinsam verläuft der letzte Teil der Wan-derlinie entlang des urigen Höllbachs zur Höllbachschwelle, ab hier steil bergauf in die felsige Region des Urwaldreliktes Höll-bachgespreng. Nur noch leicht ansteigend geht es weiter bis zum Gipfel des Großen Falkensteins.

Hauptwanderlinie Grünes Dreieck

Der Aufstieg zum Großen Falkenstein erfolgt von Zwieslerwald-haus über den Ruckowitzschachten (3 h). Unweit des Gipfels teilt sich die Route in den Europäischen Fernwanderweg (E6) durchs Höllbachgespreng nach Scheuereck, Spiegelhütte und Frauenau und den Höhenweg, der über die typischen Bergwiesen des Bayerischen Waldes, die Schachten, führt.