Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Aufichtenwald zwischen Spiegelau und Klingenbrunn




Tourenverlauf:

Spiegelau Bahnhof - Waldspielgelände - Aufichtenwaldsteg - Moorwaldsteg - Klingenbrunn Bahnhof - Spiegelau

Informationen: Weglänge: 11,5 km, Gehzeit: 3 1/2 Std., Höhenunterschied: 110 m im Anstieg, 110 m im Abstieg, Parkplatz: Waldspielgelände, Igelbushaltestelle: Spiegelau, Bahnhof (Winter-Igelbus Klingenbrunn - Waldhäuser, Linie 6202), Einkehrmöglichkeit: in Klingenbrunn Bahnhof und in Spiegelau, Info: Leichte Tour mit geringen Höhenunterschieden. Wegebeschaffenheit: 2,7 km geräumt, 4,3 km gewalzt, 4,5 km ohne Winterdienst

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Nationalpark Radweg Wir beginnen unsere Tour am Bahnhof Spiegelau (733 m ü. NN) und wandern zunächst auf einer Straße mit dem ‚Nationalpark-Radweg' Richtung Nordwesten und erreichen schon bald das Waldspielgelände. Wer mit dem PKW anreist, kann seine Wanderung hier beginnen. Weiter geradeaus geht es durch einen kleinen Teil des Waldspielgeländes, ehe wir auf eine Kreuzung treffen.
Pictogramm Hauptwanderweg Hier biegen wir mit dem ‚Hauptwanderweg' nach links ab in Richtung Aufichtenwaldsteg. Zunächst wandern wir auf einem etwas breiteren Weg durch den Wald. An der folgenden Weggabelung halten wir uns links, weiterhin dem ‚Hauptwanderweg' folgend. Bald überqueren wir eine Straße, dort wandern wir weiter geradeaus auf einem schmalen Pfad durch den dichten Wald. Auch an der nächsten Kreuzung orientieren wir uns am ‚Hauptwanderweg' und biegen rechts ab.
Pictogramm Aufichtenwaldsteg Bald schon erreichen wir den Erlebnisweg Aufichtenwaldsteg (736 m ü. NN), der auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert ist. Auf dem rund 400 Meter langen Holzbohlenweg erfährt man näheres über den Aufichtenwald, dessen Bewohner und die Besonderheiten dieses Lebensraumes.
Pictogramm Hauptwanderweg Im Anschluss wandern wir, weiterhin dem ‚Hauptwanderweg' folgend, entlang der Schwarzach in Richtung Klingenbrunn Bahnhof. Am Rastplatz Waldhüttenbach angekommen zweigt der ‚Hauptwanderweg' nach links ab. Hier beginnt der Moorwaldsteg (746 m ü. NN). Entlang des renaturierten Waldhüttenbachs erläutern Informationstafeln Näheres über das Ökosystem Bergbach, Renaturierung von Fließgewässern und das LIFE+-Projekt. Auf einem sanft hügeligen, schmalen Pfad erreichen wir schließlich den Parkplatz Flanitzebene.
Pictogramm Bärlapp Ab hier folgen wir der Markierung ‚Bärlapp' in Richtung Klingenbrunn. Auf einer Teerstraße durch-wandern wir die kleine Ortschaft Klingenbrunn Bahnhof (760 m ü. NN), bis ein schmaler Pfad nach links abzweigt. Auch an den folgenden Wegekreuzungen orientieren wir uns an der Markierung ‚Bärlapp' (Achtung: Tour verläuft hier teils auf Loipen. Bitte nicht in die Loipenspur treten und am Rand laufen).
Pictogramm Feldhase Kurz bevor wir den Ort Klingenbrunn erreichen biegen wir nach links ab und wandern mit der Markierung ‚Feldhase' in Richtung Spiegelau. Auf dem bequem begehbaren Winterwanderweg lassen wir unsere Wanderung gemütlich ausklingen. Am Ortsrand von Spiegelau angekommen folgen wir den Wegweisern zum Bahnhof Spiegelau (733 m ü. NN), dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.
TIPP Wer nicht die ganze Strecke laufen möchte kann auch mit der Waldbahn von Spiegelau nach Klingenbrunn Bahnhof fahren und über den ‚Hauptwanderweg' zurück nach Spiegelau wandern.

Wissenswertes

Aufichten-
wald
Aufichtenwälder gehören zu den natürlichen Vegetationsgesellschaften im Nationalpark Bayerischer Wald. In klaren Nächten fließt kalte Luft von den Berghängen ab und staut sich in den Talmulden. Selbst im Sommer treten gelegentlich Bodenfröste auf. Wie in den Hochlagen prägt die Fichte den Wald. Nässe und Kälte erlauben nur vereinzelt Vogelbeere und Moor-Birke mit den Fichten alt zu werden. Durch breit ausladende Wurzelteller versuchen die Fichten, auf dem Untergrund Halt zu finden. Trotzdem reißen Stürme oft großflächige Löcher in den Wald. Zwischen dicken Torfmoospolstern sprießen dann auf den vermodernden Baumstämmen neue Fichten empor..
Renaturie-
rung
Für die Holztrift (Holztransport im Wasser) benötigte man möglichst gerade Bachläufe mit hoher Fließgeschwindigkeit. Aus diesem Grund wurden viele Bäche im Gebiet des Bayerischen Waldes begradigt und an den Oberläufen kleine Stauseen (Klausen oder Schwellen) errichtet. Heute werden die Begradigungen stellenweise wieder entfernt, so dass sich die Bäche wieder natürlich entwickeln können, sie werden „renaturiert“. Dies hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Bäche und dient zudem dem Hochwasserschutz.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen