Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Über Falkenstein und Ruckowitzschachten




Tourenverlauf:

Zwieslerwaldhaus - Kleiner Falkenstein - Großer Falkenstein - Ruckowitzschachten - Mittelsteighütte - Zwieslerwaldhaus

Informationen: Weglänge: 10,7 km, Gehzeit: 5 Std., Höhenunterschied: 610 m im Anstieg, 610 m im Abstieg, Parkplatz: Zwieslerwaldhaus Ortseingang, Igelbushaltestelle: Zwieslerwaldhaus, Abzweigung Wildniscamp (Winter-Igelbus Falkenstein, Linie 7150), Einkehrmöglichkeit: Falkensteinschutzhaus (nur zeitweise bewirtschaftet) oder in Zwieslerwaldhaus, Info: Schwere Tour mit großem Höhenunterschied und steilen, steinigen Passagen. Trittsicherheit und Kondition erforderlich! Wegebeschaffenheit: 0,6 km geräumt, 1,1 km gewalzt, 9,0 km ohne Winterdienst. Bitte auf Langläufer Rücksicht nehmen!

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Ameise Ausgehend von der Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus, Abzweig Wildniscamp (705 m ü. NN) folgen wir zunächst der Teerstraße in Richtung Ortsmitte. Nach wenigen Metern erreichen wir zu unserer Linken einen großen Parkplatz, hier biegen wir rechts ab und folgen der Markierung ‚Ameise' in Richtung Urwald Mittelsteighütte. Nach einem kurzen Wegstück durch den Wald erreichen wir einen weiteren Parkplatz.
Pictogramm Eibe Nun wandern wir mit der Markierung ‚Eibe' nach rechts in Richtung Falkenstein. Zunächst führt die Wanderung auf einem Forstweg, nach kurzer Zeit biegen wir jedoch mit der ‚Eibe' nach links auf einen schmalen Waldpfad ab. Bald treffen wir auf eine Loipe. Dieser folgen wir wenige Meter nach links (bitte nicht in die Loipenspur treten), bevor wir wieder nach rechts in den Wald abzweigen. Stetig bergauf führt der Weg in Richtung Falkenstein. Auch an der folgenden Wegekreuzung orientieren wir uns an der Markierung ‚Eibe'. Vorbei an mächtigen Felsformationen erreichen wir schließlich das Felsmassiv des Kleinen Falkensteins. An einer Informationstafel erfahren wir mehr über den 1190 m hohen Gipfel. Wir wandern, weiterhin der ‚Eibe‘ folgend, durch den Bergfichtenwald hoch zum Großen Falkenstein. Am Gipfel angekommen werden wir mit einem tollen Ausblick belohnt.
Pictogramm Ranne Nach einer Gipfelrast steigen wir mit dem ‚Grünen Dreieck' ab in Richtung Zwieslerwaldhaus. Vorbei am Falkensteinschutzhaus (nur zeitweise bewirtschaftet) zweigt das ‚Grüne Dreieck' nach rechts ab. Gerade zieht sich der Weg durch große Kahlflächen. Hier wurde der Wald vom Orkan Kyrill im Jahr 2007 umgeworfen und das Holz in der Entwicklungszone des Nationalparks größtenteils entnommen. An der Kreuzung halten wir uns links, weiter mit dem ‚Grünen Dreieck' durch die Kahlfläche zum Windwurf-erlebnisweg (1275 m ü. NN). Der kleine Rundweg führt um eine Fläche, in der die Stämme nach dem Windwurf nicht aufgearbeitet wurden. Informationstafeln erläutern die Ereignisse und die Naturdynamik. Weiter folgen wir unserem Pfad bergab, bis sich der Ruckowitzschachten vor uns öffnet (1150 m ü. NN).Nachdem wir die Weidefläche überquert haben, zieht sich der Weg steil bergab. Wir überqueren schließlich eine Loipe und folgen dem ‚Grünen Dreieck' durch das Urwaldgebiet Mittelsteighütte (730 m ü. NN).
Pictogramm Ameise An der Kreuzung mit einer Informationstafel über das Urwaldgebiet halten wir und links und folgen der ‚Ameise' über eine kleine Holzbrücke. Schließlich verlassen wir das Urwaldgebiet und gehen am Ortsrand von Zwieslerwaldhaus entlang bis wir wieder die Teerstraße erreichen. Dieser folgen wir wenige hundert Meter nach links zur Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus, Abzweig Wildniscamp (705 m ü. NN), dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Wissenswertes

Großer Falkenstein Mit seinen 1315 Metern Höhe ist der Große Falkenstein ein beliebtes Ausflugsziel. Er ist durch zahlreiche Wanderwege erschlossen und auch über einen Radweg gut erreichbar (Fahrradparkplätze sind ebenfalls vorhanden). Von dem felsigen Gipfel bieten sich tolle Ausblicke Richtung Osser, Großer Arber und bis zum Großen Rachel. Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich das bewirtschaftete Falkensteinschutzhaus.
Schachten Als „Schachten“ werden ehemalige Hochweiden inmitten der bewaldeten Höhenzüge bezeichnet. Seit dem 17. Jahrhundert wurde im Frühsommer Jungvieh auf die exponierten Wiesen getrieben und von Hirten beaufsichtigt. Die einzeln stehenden, markanten Bäume (oftmals Bergahorne) dienten als Schattenspender für Mensch und Tier. Natürlicherweise würden die Schachten im Lauf der Zeit wieder mit Wald zuwachsen. Da sie unter Denkmalschutz stehen, werden sie jedoch regelmäßig gepflegt und offen gehalten.
Urwaldge-
biet Mittelsteig-
hütte
Das besonders naturnahe Waldstück wurde bereits früh von der Holznutzung ausgeschlossen und schon 1914 zum Schongebiet erklärt. Im Jahr 1939 erhielt es schließlich den Status eines Schutzgebietes und wurde 1997 in den Nationalpark Bayerischer Wald integriert. Das über 45 ha große Gebiet zeichnet sich besonders durch einen sehr hohen Totholzanteil aus. Durch den konsequenten Schutz konnten hier viele seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten überleben, allen voran solche, deren Existenz an starke Totholzstämme gebunden ist.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen