Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Entlang des Kolbersbachs zum Hirschgehege Scheuereck




Tourenverlauf:

Spiegelhütte - Weiße Brücke - Bauhüttenbrücke - Hirschgehege Scheuereck - Spiegelhütte

Informationen: Weglänge: 7 km, Gehzeit: 2 1/4 Std., Höhenunterschied: 120 m im Anstieg, 120 m im Abstieg, Parkplatz: Spiegelhütte, Igelbushaltestelle: Spiegelhütte (Winter-Igelbus Falkenstein, Linie 7150), Einkehrmöglichkeit: in Spiegelhütte, Info: Einfache Tour mit geringen Höhenunterschieden. Wegebeschaffenheit: 7,0 km geräumt

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Forelle

Unsere heutige Wanderung beginnt an der Igelbus-Haltestelle Spiegelhütte (730 m ü. NN) und führt uns über durchgängig geräumte Winterwanderwege zum Hirschgehege Scheuereck. (Alternativ vom Parkplatz: mit der Markierung ‚Rothirsch' bergab durch den Ort bis zur Igelbus-Haltestelle wandern.) Wir folgen der Markierung ‚Forelle' zunächst in Richtung Weiße Brücke. Der in Bächen häufige Fisch wird uns auf der gesamten Wanderung als Markierung begleiten. Zu Beginn passieren wir noch einige Gebäude, bald jedoch wandern wir leicht bergab durch den Wald entlang eines kleinen Baches. Nach einiger Zeit erreichen wir eine Teerstraße.

Hier biegen wir nach rechts ab und folgen der Straße eine Weile, ehe wir den Parkplatz Weiße Brücke (664 m ü. NN) erreichen. Dort verlassen wir die Teerstraße und zweigen links in den Wald hinein ab. Der Weg führt uns sanft bergauf Richtung Scheuereck. Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Informationstafel, an der wir mehr über Bergbau und Goldwäsche in früheren Zeiten erfahren. Weiterhin der ‚Forelle' folgend treffen wir schließlich auf die Stelle, wo der Große Höllbach von Norden kommend in den Kolbersbach mündet. Von hier an wandern wir weiter entlang des Kolbersbachs, der rechts des Weges talwärts fließt. Nach einiger Zeit erreichen wir die Bauhüttenbrücke (777 m ü. NN), hier führt der Weg über eine Spitzkehre Richtung Scheuereck.

Bald schon erreichen wir den kleinen Weiler (775 m ü. NN) mit dem gleichnamigen Hirschgehege. In dem neun Hektar großen Gehege lassen sich Rothirsche aus nächster Nähe beobachten. Für Tierliebhaber bietet sich ein kurzer Abstecher zum Unterstand direkt an der Fütterungsstelle an. An mehreren Tafeln kann man sich hier rund um das Thema Rothirsche und Wildtiermanagement im Nationalpark Bayerischer Wald informieren.

Anschließend orientieren wir uns wieder an der Markierung ‚Forelle' und folgen der Straße ein kurzes Stück bergab, bevor der Wanderweg nach links in den Wald abzweigt. Sanft bergab wandernd erreichen wir schließlich wieder die beschauliche kleine Ortschaft Spiegelhütte (730 m ü. NN), den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Wissenswertes

Kolbersbach Ab der Deffernikschwelle, wo der Rindelbach und andere Quellbäche zusammenfließen, beginnt der Kolbersbach. Mit seinem relativ geringen Gefälle erwies er sich früher als ungeeignet für die Holztrift (Holztransport im Wasser), weshalb der Kolbersbach im späten 19. Jahrhundert begradigt und seine Ufer befestigt wurden. Später jedoch wurden die Begradigungen wieder entfernt, so dass sich der Bach wieder natürlich entwickeln kann, er wurde „renaturiert“. Dies hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Bäche und dient zudem dem Hochwasserschutz. In seinem weiteren Verlauf fließen noch weitere Bäche in den Kolbersbach ein, u.a. der Höllbach und der Schleicherbach, bevor er in den Großen Regen mündet.
Scheuereck Bereits im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet um Scheuereck gerodet und diente der bäuerlichen Bevölkerung als landwirtschaftliche Nutzfläche. Früher befanden sich dort zwei Sudhütten zur Herstellung von Pottasche, welche für die Glasherstellung notwendig war. Heute gibt es diese Sudhütten nicht mehr, an ihrer Stelle wurde eine hölzerne Forst-Diensthütte errichtet, die früher als einfache Bierwirtschaft für Waldarbeiter genutzt wurde. Heute befindet sich in diesem Gebäude eine Ausflugsgaststätte. Im Jahre 1968 wurde zudem als Besucherattraktion das Hirschgehege errichtet und später durch die Nationalparkverwaltung vergrößert. Heute ist das Scheuereck ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen