Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Von Buchenau auf den Lindberger Schachten




Tourenverlauf:

Buchenau – Lindberger Schachten – Wildscheuereck – Spiegelhütte – Buchenau

Informationen: Weglänge: 14,2 km, Gehzeit: 5 3/4 Std., Höhenunterschied: 558 m im Anstieg, 558 m im Abstieg, Parkplatz: Buchenau, Igelbushaltestelle: Igelbus-Haltestelle Buchenau (Winter-Igelbus Falkenstein, Linie 7149), Einkehrmöglichkeit: in Buchenau, Info: Schwere Tour mit großem Höhenunterschied und einem langen, teils steilen Anstieg zu Beginn. Wegebeschaffenheit: 0,3 km geräumt, 13,9 km ohne Winterdienst

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Waldschnepfe Unsere Winterwanderung zum Lindberger Schachten beginnt an der Igelbus-Haltestelle Buchenau (745 m ü. NN). Zunächst wandern wir ein kurzes Stück durch die Ortsmitte von Buchenau zum Wanderparkplatz. Wer mit dem PKW anreist, kann die Tour hier beginnen. Vom Parkplatz führt uns die Markierung ‚Waldschnepfe' durch das Tal des Pommersbachs. Über eine kleine Brücke überqueren wir bald einen Bachlauf, ein Zufluss des Pommersbaches, bevor wir kurz darauf einen Forstweg kreuzen. Die ‚Waldschnepfe' führt uns weiter bergauf, an der folgenden Wegekreuzung halten wir uns rechts und wandern auf einem breiteren Weg bis zu einer Abzweigung.
Pictogramm Luchs Von nun an orientieren wir uns an der Markierung ‚Pestwurz' in Richtung Lindberger Schachten. Der schmale Waldpfad wird zunächst merklich steiler. Erst nachdem wir einen Forstweg gekreuzt haben wird er wieder ein wenig flacher. Kurze Zeit später öffnet sich vor uns der Lindberger Schachten (1150 m ü. NN)..
Pictogramm Ranne An der Wegekreuzung auf dem Schachten zweigen wir mit dem ‚Grünen Dreieck' nach links ab in Richtung Falkenstein. Während des Aufstieges über den rund 9 ha großen Lindberger Schachten lohnt sich immer wieder ein Blick zurück. Bei gutem Wetter bietet sich hier ein toller Ausblick auf den Rachel. Schließlich erreichen wir eine Schutzhütte. Das ‚Grüne Dreieck' führt links an der Hütte vorbei in den Wald. Sanft bergab wandernd erreichen wir nach einiger Zeit eine Wegekreuzung, an der wir uns rechts halten, weiterhin dem ‚Grünen Dreieck' folgend. Über sanfte Auf- und Abstiege wandern wir auf dem breiten Weg durch abwechslungsreichen Bergmischwald. Nach einiger Zeit erreichen wir das Wildscheuereck (1110 m ü. NN), eine Schutzhütte lädt zu einer kleinen Rast ein.
Pictogramm Zaunkönig Ab hier beginnt mit der Markierung ‚Sauerklee' der Abstieg nach Spiegelhütte. Während wir auf dem teils steilen Waldpfad bergab wandern, überqueren wir immer wieder kleinere Bachläufe und kreuzen ein paar Forstwege. Dabei orientieren wir uns stets an der Markierung ‚Sauerklee'. Schließlich führt uns eine kleine Holzbrücke über einen ehemaligen Triftkanal bevor wir kurze Zeit später die kleine Ortschaft Spiegelhütte (740 m ü. NN) erreichen. Nachdem wir wenige Meter bergab durch den Ort gewandert sind, treffen wir auf eine Kreuzung.
Pictogramm Ranne Ab hier folgen wir dem ‚Grünen Dreieck' nach Buchenau. Der Weg führt noch ein kurzes Stück mitten durch Spiegelhütte. Am Ortsende folgen wir dem ‚Grünen Dreieck' auf einen Waldweg, der uns nach Buchenau führt. Sobald wir den Ortsrand erreicht haben wandern wir die letzten Meter auf der Teerstraße zurück zum Parkplatz bzw. zur Igelbus-Haltestelle Buchenau (745 m ü. NN), dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Wissenswertes

Wald-
schnepfe
Die Waldschnepfe ist ein etwa taubengroßer Vogel und lebt, wie der Name schon verrät, in Wäldern. Auf der Suche nach Nahrung stochert sie mit ihrem charakteristischen, langen Schnabel im Boden nach Würmern, Spinnen und Insekten. Mit viel Glück kann man die Waldschnepfen-Männchen während der Balzzeit an ihrem typischen Balzflug erkennen, dem so genannten „Schnepfenstrich“. Ansonsten sind Waldschnepfen durch ihre bräunliche Gefiederfärbung sehr gut getarnt und nur schwer zu entdecken.
Lindberger Schachten Als „Schachten“ werden ehemalige Hochweiden inmitten der bewaldeten Höhenzüge bezeichnet. Seit dem 17. Jahrhundert wurde im Frühsommer Jungvieh auf die exponierten Wiesen getrieben und von Hirten beaufsichtigt. Die einzeln stehenden, markanten Bäume (oftmals Bergahorne) dienten als Schattenspender für Mensch und Tier. Natürlicherweise würden die Schachten im Lauf der Zeit wieder mit Wald zuwachsen. Da sie unter Denkmalschutz stehen, werden sie jedoch regelmäßig gepflegt und offen gehalten.
Der Lindberger Schachten gehört mit seiner Fläche von 9,1 ha zu den größten Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald. Bis ins Jahr 1924 wurde er beweidet, anschließend diente er noch einige Jahre zur Heuernte und wurde schließlich sich selbst überlassen. Heute ist der Lindberger Schachten zu einem Großteil mit Heidelbeeren bedeckt.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen