Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Vom Nationalparkzentrum Lusen zum Felswandergebiet




Tourenverlauf:

Nationalparkzentrum Lusen – Sagwassersäge – Große Kanzel – Felswandergebiet – Sagwassersäge – Nationalparkzentrum Lusen

Informationen: Weglänge: 11,1 km, Gehzeit: 4 1/4 Std., Höhenunterschied: 300 m im Anstieg, 300 m im Abstieg, Parkplatz: Nationalparkzentrum Lusen (gebührenpflichtig), Igelbushaltestelle: Igelbus-Haltestelle Nationalparkzentrum Lusen
(Winter-Igelbus Klingenbrunn-Waldhäuser, Linie 6202; Winter-Igelbus Grafenau-Finsterau, Linie 6204), Einkehrmöglichkeit: Gastronomie am Nationalparkzentrum Lusen, Info: Mittelschwere Tour, Wegebeschaffenheit: 0,9 km geräumt, 10,2 km ohne Winterdienst

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Rippenfarn Wir beginnen unsere Wanderung an der Igelbus-Haltestelle bzw. dem Parkplatz am Nationalparkzentrum Lusen (805 m ü. NN). Bei dem Infopunkt am Toilettenhäuschen beginnt die Markierung ‚Rippenfarn', der wir nun folgen. Sanft bergauf führt uns der Weg zunächst durch einen Teil des Tierfreigeländes. Vorbei an einer großen Voliere, in der typische Vögel des Waldrandes zu beobachten sind, treffen wir auf eine Kreuzung. Für Tierliebhaber bietet sich hier ein kurzer Abstecher zum Wisentgehege an, mit etwas Glück zeigen sich die imposanten Tiere. Wir biegen an der Kreuzung mit dem ‚Rippenfarn' nach rechts ab in Richtung Sagwassersäge. Nach wenigen Metern kreuzen wir eine Straße, danach führt der Weg durch den Mischwald. Sanft hügelig schlängelt sich der Pfad bis zu einer weiteren Kreuzung.
Pictogramm Tanne Hier wandern wir mit der neuen Markierung ‚Tanne' nach rechts. Auf beiden Seiten des Weges liegen beeindruckende Totholzstämme kreuz und quer zwischen großen Felsen. Auf einer kleinen Holzbrücke überqueren wir das Sagwasser und erreichen schließlich den Parkplatz Sagwassersäge (790 m ü. NN). Am Parkplatz folgen wir weiterhin der Markierung ‚Tanne' in Richtung Mauth. Der Weg führt entlang des Seebachs sanft aber stetig bergauf. An einer Kreuzung wandern wir weiter geradeaus entlang des kleinen Bergbachs. Nach einiger Zeit treffen wir auf eine weitere Abzweigung. Hier biegen wir nach rechts ab in Richtung Felswandergebiet. An der folgenden Kreuzung bietet sich noch ein Abstecher zur Großen Kanzel an. Über einen schmalen Steig kann der 1002 m hohe Aussichtsfelsen erklommen werden (Vorsicht, bei Nässe und Schnee rutschig!). Auf demselben Weg wandern wir wieder zurück zur Kreuzung.
Pictogramm Hauptwanderweg Hier folgen wir dem ‚Hauptwanderweg' nach links in Richtung Sagwassersäge. Auf einem schmalen Pfad wandern wir vorbei an mächtigen Felsen und umgestürzten Bäumen durch das Felswandergebiet
(1000 m ü. NN). Zwischen den großen, von Moosen und Flechten überzogenen Felsen hindurch, führt der Pfad zu einer weiteren Kreuzung. Auch hier folgen wir dem ‚Hauptwanderweg'. Bald erreichen wir die Schutzhütte Ochsenriegel, an der wir geradeaus weiter wandern, bis wir schließlich wieder den Parkplatz Sagwassersäge erreichen.
Pictogramm Arnika Ab hier orientieren wir uns an der Markierung ‚Arnika' in Richtung Nationalparkzentrum Lusen. Nachdem wir die Nationalparkstraße überquert haben tauchen wir wieder in den Wald ein. An der folgenden Kreuzung biegen wir mit der ‚Arnika' nach rechts ab. Bei genauem Hinschauen sind hier noch Spuren der ehemaligen Spiegelauer Waldbahn zu erkennen, der Wanderweg verläuft abschnittsweise auf dem früheren Bahndamm. Nach einiger Zeit sind wir wieder zurück am Nationalparkzentrum Lusen, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung (805 m ü. NN).

Wissenswertes

Felswander-
gebiet
Der Bergrücken mit eine Höhe von bis zu 1000 m ü. NN östlich des Nationalparkzentrums Lusen zeichnet sich durch seine mächtigen Felsblöcke (meist Gneis) und seinen urwaldartigen Charakter aus. Auf spannenden, schmalen Pfaden können die Felsen durchwandert werden. Das Zusammenspiel von Felsen, Bäumen und Totholz in dem steilen Gelände machen das Gebiet einzigartig und zu einem beliebten Ausflugsziel. Im Felswandergebiet gilt ein Wegegebot, das Verlassen der markierten Wege ist zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten nicht erlaubt.
Spiegelauer Waldbahn Um den Holztransport aus den Wäldern rund um Spiegelau zu erleichtern, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Waldbahn-Trasse gebaut. Ausgehend vom Bahnhof Spiegelau wurde eine Hauptstrecke in das 32 km entfernte Mauth sowie mehrere kurze Nebenstrecken angelegt. Dabei handelte es sich um eine Schmalspurbahn mit 600 mm Spurweite. Ende der 1950er Jahre fand die Spiegelauer Waldbahn ihr Ende, da eine notwendige Überholung der Bahn zu teuer gewesen wäre. Es fand ein kompletter Rückbau der Gleise statt. Heute sind stellenweise noch Spuren des ehemaligen Bahndamms an einigen Wander- und Radwegen zu erkennen.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen