Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Durchs Finsterauer Filz zur Alten Klause




Tourenverlauf:

Finsterau, Hotel Bärnriegel – Wistlberg – Finsterauer Filz – Alte Klause – Freilichtmuseum – Finsterau, Hotel Bärnriegel

Informationen: Weglänge: 6,5 km, Gehzeit: 2 1/2 Std., Höhenunterschied: 170 m im Anstieg, 170 m im Abstieg, Parkplatz: Parkplatz Wistlberg, Igelbushaltestelle: Igelbus-Haltestelle Finsterau, Hotel Bärnriegel (Winter-Igelbus Grafenau - Finsterau, Linie 6204), Einkehrmöglichkeit: in Finsterau, Info: Mittelschwere Tour, Wegebeschaffenheit: 2,7 km geräumt, 0,5 km gewalzt, 3,3 km ohne Winterdienst. Bitte auf Langläufer Rücksicht nehmen!

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Via Nova Von der Igelbus-Haltestelle Finsterau, Hotel Bärnriegel (988 m ü. NN) starten wir unsere Wanderung zunächst mit der Markierung ‚Via Nova' nach Norden auf der Teerstraße zum Parkplatz Wistlberg
(1060 m ü. NN, Toiletten vorhanden). Wer mit dem PKW anreist, kann die Tour hier beginnen.
Pictogramm Birkhuhn Wir wandern weiter geradeaus mit dem ‚Birkhuhn' in Richtung Finsterauer Filz. Zunächst läuft der Weg parallel zur Loipe, bevor wir nach rechts abbiegen. Über einen unbefestigten Weg, der zu Beginn noch etwas breiter ist, allmählich aber immer schmaler wird, erreichen wir schließlich den Moorkomplex (1055 m ü. NN). Auf einer Infotafel erfahren wir mehr über den früheren Torfabbau sowie die Renaturierung des Gebietes . An einer weiteren Kreuzung folgen wir der Markierung ‚Birkhuhn' nach links, ein kurzes Stück auf einem breiteren Forstweg, ehe wir auf eine Loipe treffen. Diese überqueren wir geradeaus in Richtung Alte Klause (bitte nicht in die Loipenspur treten), weiterhin dem ‚Birkhuhn' folgend. Der Pfad führt durch Fichtenwald entlang eines kleinen Baches. Die vielen, dicht stehenden Bäume erzeugen eine mystische Stimmung, ehe wir die Alte Klause (1020 m ü. NN) erreichen und sich der Wald wieder lichtet. Früher befand sich hier ein kleiner Stausee, mit dessen Wasser man das Holz aus dem Wald hinaus transportierte. An der ehemals hölzernen Alten Klause sind heute jedoch kaum noch Spuren der Holztrift zu erkennen. Eine Sitzgruppe lädt zur Rast ein.
Pictogramm Hauptwanderweg Weiter wandern wir mit der neuen Markierung ‚Hauptwanderweg' in Richtung Oberes Reschbachtal. Zunächst überqueren wir auf einer Brücke den Reschbach und gehen direkt danach links auf einem schmalen Pfad entlang des Baches weiter. Während links des Weges der Reschbach talabwärts fließt, wandern wir weiter auf dem ‚Hauptwanderweg', mal ein paar Meter entfernt vom Bach, mal direkt am Ufer. Der Wald zeigt sich hier in all seinen Facetten, von Windwuf- und Borkenkäferflächen bis hin zu dichten Altbeständen.
Pictogramm Waldschaf Nachdem wir einige Zeit entlang des Reschbachs gewandert sind, biegen wir an einer Kreuzung scharf nach links ab und folgen der Markierung ‚Waldschaf'. Wir überqueren direkt nach der Kreuzung eine Brücke und folgen anschließend dem ‚Waldschaf' nach rechts. Der Weg führt entlang der Teerstraße sanft bergauf zum Freilichtmuseum Finsterau (922 m ü. NN).
Pictogramm Nationalpark Radweg Auf dem letzten Abschnitt unserer Wanderung, ab dem Freilichtmuseum Finsterau, folgen wir der Radweg-Markierung ‚Nationalpark-Radweg‘ in Richtung Bučina. Sanft bergauf entlang der Teerstraße wandernd lassen wir unsere Tour gemütlich ausklingen. Schließlich erreichen wir die Igelbus-Haltestelle Finsterau, Hotel Bärnriegel, den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. (Alternativ zum Parkplatz: ab der Igelbus-Haltestelle mit der Markierung ‚Via Nova' zum Parkplatz Wistlberg wandern.)

Wissenswertes

Klausen Als „Klause“ oder auch „Schwelle“ werden künstliche Stauseen bezeichnet, die besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Holztrift erbaut wurden. Mit Hilfe ihres Wassers schwemmte man die in die damals begradigten Bergbäche eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute stehen die meisten Klausen unter Denkmalschutz.
Filze „Filz“ ist ein im Bayerischen Wald weit verbreiteter Begriff für Moor. Einige Filz- oder Moorkomplexe im Nationalpark zählen dank des konsequenten Schutzes zu den am besten erhaltenen und naturnahsten Mooren in ganz Deutschland. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten wie die Kreuzotter (Vipera berus) oder den Rundblättrigen Sonnentau (Drosera rotundifolia).
Renatu-
rierung
Sowohl Moore als auch Bachläufe wurden in der Vergangenheit durch menschliche Nutzung stark beeinträchtigt. Moore wurden entwässert, um Torf abzubauen, und Bäche wurden begradigt, um die Holztrift zu ermöglichen. Heute werden Entwässerungsgräben wieder aufgestaut und Begradigungen stellenweise entfernt, so dass sich diese Lebensräume wieder natürlich entwickeln können, sie werden „renaturiert“. Damit wird ein Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz geleistet und viele Tier- und Pflanzenarten finden hier wieder einen geeigneten Lebensraum.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen