Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Gipfeltour auf den Siebensteinkopf




Tourenverlauf:

Ski- und Sportzentrum Finsterau – Siebensteinkopf – Reschbachklause – Alte Klause – Freilichtmuseum – Jugendsteig – Ski- und Sportzentrum Finsterau

Informationen: Weglänge: 11,8 km, Gehzeit: 4 3/4 Std., Höhenunterschied: 400 m im Anstieg, 400 m im Abstieg, Parkplatz: Ski- und Sportzentrum Finsterau, Igelbushaltestelle:Igelbus-Haltestelle Ski- und Sportzentrum Finsterau (Finsterau-Bus (Linie 6115)), Einkehrmöglichkeit: Freilichtmuseum Finsterau, in Finsterau, Info: Schwere Tour, Wegebeschaffenheit: 2,9 km geräumt, 1,8 km gewalzt, 7,2 km ohne Winterdienst, Bitte auf Langläufer Rücksicht nehmen

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Goldener Steig
Pictogramm Via Nova
Vom Ski- und Sportzentrum Finsterau (902 m ü. NN) folgen wir zunächst einige Meter dem ‚Goldenen Steig‘ Richtung Finsterau. An der ersten Kreuzung biegen wir nach rechts ab und folgen der Markierung ‚Via Nova‘ bergauf Richtung Parkplatz Wistlberg (Toiletten vorhanden). Weiter wandern wir auf breitem Weg parallel zu einer Loipenspur bis wir nach einiger zeit den Parkplatz Schwellgraben passieren.
Pictogramm Sperlingskauz Ca. 200 Meter nach dem Parkplatz biegen wir mit der Markierung ‚Sperlingskauz‘ links ab. Wir folgen dem Weg durch lichten Baumbestand sanft, aber stetig bergauf. An der nächsten Weggabelung folgen wir weiter dem ‚Sperlingskauz‘ Richtung Siebensteinkopf, der uns nun über zahlreiche Steinstufen über den Bergrücken führt. Wir erklimmen die letzten Stufen und haben nun den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung erreicht, den Gipfel des Siebensteinkopfes (1263 m ü. NN). Nach einer kurzen Rast machen wir uns auf der anderen Seite an den Abstieg. An der nächsten Wegekreuzung halten wir uns links und wandern mit dem ‚Sperlingskauz‘ Richtung Reschbachklause weiter durch den jungen Bergwald bergab, bis wir schließlich die Reschbachklause (1127 m ü. NN) erreichen. Von nun an führt unser Weg am munter talwärts fließenden Reschbach entlang.
Pictogramm Hauptwanderweg Ab einer kleinen Brücke folgen wir der Markierung ‚Hauptwanderweg‘ in Richtung Alte Klause. Sanft bergab wandernd erreichen wir die Alte Klause (1020 m ü. NN). Dem Hauptwanderweg Richtung Oberes Reschbachtal folgend überqueren wir den Reschbach, der unseren Weg weiterhin begleitet. Durch immer dichter werdenden Wald erreichen wir schließlich eine Forststraße.
Pictogramm Waldschaf Wir verlassen den Hauptwanderweg nach links und queren den Reschbach ein letztes Mal. Von nun an orientieren wir uns an der Markierung ‚Waldschaf‘, die uns über eine Straße mit Winterdienst zum Freilichtmuseum Finsterau führt.
Pictogramm Jugensteig Am Freilichtmuseum (922 m ü. NN) angekommen, begehen wir den Jugendsteig, der gegenüber vom Parkplatz in den Wald führt. In Serpentinen wandern wir auf dem Themenwanderweg „Kultur“ Richtung Jugendheim/Wistlberg steil bergauf. Wir gelangen an einen Forstweg, dem wir nach links folgen. Nach einigen Metern zweigen wir auf dem Themenwanderweg „Kultur“ nach rechts in den Wald ab und gelangen nach einem letzten steilen Anstieg zum Jugendheim/Parkplatz Wistlberg.
An der Straße angelangt, halten wir uns rechts und folgen dem uns bereits bekannten Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wissenswertes

Siebenstein-
kopf
Sieben größere Felsgruppen, die über diesen Bergrücken verteilt sind, geben dem Gipfel seinen Namen. Als am 27./28. Oktober 1870 der gesamte Wald von einem gewaltigen Sturm umgerissen wurde, waren die Felsen weithin sichtbar. Die Wiederaufforstung dauerte bis ins Jahr 1960. Seit dem Borkenkäfer-Befall im Jahr 1980 hat man von dem ursprünglich bewaldeten Gipfel wieder eine Aussicht über den Böhmerwald bis ins Vorland des Bayerischen Waldes.
Renaturie-
rung (Reschbach)
Für die Holztrift (Holztransport im Wasser) benötigte man möglichst gerade Bachläufe mit hoher Fließgeschwindigkeit. Aus diesem Grund wurden viele Bäche im Gebiet des Bayerischen Waldes begradigt und an den Oberläufen kleine Stauseen (Klausen oder Schwellen) errichtet. Heute werden die Begradigungen stellenweise wieder entfernt, sodass sich die Bäche wieder natürlich entwickeln können, sie werden „renaturiert“. Dies hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Bäche und dient zudem dem Hochwasserschutz. Auch der Biber beteiligt sich im Bereich der Reschbachklause daran.
Jugendsteig Der Jugendsteig ist ein Themenwanderweg rund um die für den Bayerischen Wald typische Gesteinsart „Granit“. Mehrere Informationstafeln entlang des Weges informieren über die Entstehungsgeschichte des Gesteins, den Abbau und die Verwendung als Baumaterial. Zudem führt der Weg an zahlreichen Kunstwerken vorbei, die aus Granit und anderen Materialien gefertigt sind.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen