Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Von Spiegelhütte über den Jährlingsschachten




Tourenverlauf:

Spiegelhütte - Wildscheuereck - Jährlingsschachten - Scheuereck - Schachten Totenschädel - Spiegelhütte

Informationen: Weglänge: 10,5 km, Gehzeit: 4 1/2 Std., Höhenunterschied: 475 m im Anstieg, 475 m im Abstieg, Parkplatz: Spiegelhütte, Igelbushaltestelle: Spiegelhütte (Winter-Igelbus Falkenstein, Linie 7149, Einkehrmöglichkeit: in Spiegelhütte, Info: Schwere Tour mit einem langen Anstieg zu Beginn. Wegebeschaffenheit: 1,0 km gewalzt (Rodelbahn), 9,5 km ohne Winterdienst

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Sauerklee Wir beginnen unsere heutige Tour in Spiegelhütte (740 m ü. NN) an der Igelbus-Haltestelle bzw. dem Parkplatz. Zunächst müssen wir noch ein kleines Stück durch die Ortschaft wandern. Hinter der kleinen Kirche beginnt ein Wanderweg mit der Markierung ‚Sauerklee' in Richtung Schachtenhaus. Dieser folgen wir und überqueren nach kurzer Zeit auf einer kleinen Holzbrücke einen ehemaligen Triftkanal. Nun führt uns der ‚Sauerklee' stetig bergauf durch den Wald. Wir überqueren bei dem langen Aufstieg immer wieder kleinere Bachläufe und kreuzen ein paar Forstwege, dabei orientieren wir uns stets an der Markierung ‚Sauerklee'. Nach einiger Zeit lichtet sich der Wald und wir erreichen das Wildscheuereck (1110 m ü. NN), ein großer Kreuzungspunkt an dem viele verschiedene Wege aufeinander treffen. Eine Schutzhütte lädt zu einer kleinen Rast ein.
Pictogramm Ranne Ab hier folgen wir dem ‚Grünen Dreieck' in Richtung Jährlingsschachten. Der Weg verläuft zunächst noch ein kurzes Stück auf einem breiteren Weg, ehe er links abzweigt und dabei leicht ansteigt. Bald schon öffnet sich vor uns der Jährlingsschachten. Das ‚Grüne Dreieck' führt uns quer über den rund 10 ha großen Schachten bis zu einer Schutzhütte (1160 m ü. NN). Vom Jährlingsschachten aus hat man bei gutem Wetter eine tolle Aussicht auf den Poledník (Mittagsberg) in Tschechien mit seinem markanten Aussichtsturm. An der Schutzhütte zweigt das ‚Grüne Dreieck' nach rechts ab. Wir wandern nun stets bergab durch dichten Wald bis sich der Wald wieder lichtet und wir auf einen breiten Weg treffen. Hier folgen wir weiterhin dem ‚Grünen Dreieck' nach links. Bald gelangen wir an eine Wegekreuzung mit einer Schutzhütte.
Pictogramm Guntersteig Von hier an wandern wir auf dem ‚Gunthersteig' zum Scheuereck. Der Weg führt zunächst noch sanft bergauf, dann jedoch stetig bergab durch Bergmischwald. Auf dem letzten Kilometer vor Erreichen des Scheuerecks ist der ‚Gunthersteig' eine gewalzte Rodelbahn. Schließlich erreichen wir das Scheuereck (780 m ü. NN). Für Tierliebhaber bietet sich ein kleiner Abstecher zum Hirschgehege an, hier lässt sich der „König des Waldes“ aus nächster Nähe beobachten.
Pictogramm Rothirsch Auf dem letzten Teil unserer Wanderung begleitet uns die Markierung ‚Rothirsch' nach Spiegelhütte. Wir halten uns an der Wegekreuzung links, vorbei am Toilettenhäuschen und über den Parkplatz führt der ‚Rothirsch' wieder in den Wald. Ein sanfter Anstieg führt uns zum kleinen Schachten Totenschädel. Danach geht es durch den Wald leicht bergab bis wir auf einen Forstweg treffen. Wir folgen dem ‚Rothirsch' nach links bis zu einer weiteren Kreuzung. Hier biegen wir rechts ab und wandern auf dem uns bereits bekannten Weg über eine kleine Brücke, bis wir wieder die beschauliche Ortschaft Spiegelhütte erreichen (740 m ü. NN), den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Wissenswertes

Schachten Als „Schachten“ werden ehemalige Hochweiden inmitten der bewaldeten Höhenzüge bezeichnet. Seit dem 17. Jahrhunderts wurde im Frühsommer Jungvieh auf die exponierten Wiesen getrieben und von Hirten beaufsichtigt. Die einzeln stehenden, markanten Bäume (oftmals Bergahorne) dienten als Schattenspender für Mensch und Tier. Natürlicherweise würden die Schachten im Lauf der Zeit wieder mit Wald zuwachsen. Da sie unter Denkmalschutz stehen, werden sie jedoch regelmäßig gepflegt und offen gehalten.
Scheuereck Bereits im 18. Jahrhundert diente das Gebiet um Scheuereck der Bevölkerung als landwirtschaftliche Nutzfläche. Früher befanden sich dort zwei Sudhütten zur Herstellung von Pottasche, welche für die Glasherstellung notwendig war. Heute gibt es diese Sudhütten nicht mehr, an dessen Stelle wurde eine hölzerne Forst-Diensthütte errichtet, die früher als einfache Bierwirtschaft für Waldarbeiter genutzt wurde. Heute befindet sich in diesem Gebäude eine Ausflugsgaststätte. Im Jahre 1968 wurde zudem als Besucherattraktion das Hirschgehege errichtet und später durch die Nationalparkverwaltung vergrößert. Heute ist das Scheuereck ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen