Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Rund um das Bergdorf Waldhäuser




Tourenverlauf:

Waldhäuser Kirche – Steinfelsenhäng – Fredenbrücke – Martinsklause – Teufelsloch – Waldhäuserriegel – Waldhäuser Kirche

Informationen: Weglänge: 12,5 km, Gehzeit: 4 3/4 Std., Höhenunterschied: 390 m im Anstieg, 390 m im Abstieg, Parkplatz: Waldhäuser Kirche, Igelbushaltestelle: Waldhäuser Kirche (Winter-Igelbus Klingenbrunn Waldhäuser, Linie 6202), Einkehrmöglichkeit: In Waldhäuser, Info: Schwere Tour, Wegbeschafftenheit: 1,5 km geräumt, 0,5 km gewalzt, 10,5 km ohne Winterdienst

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Habicht An der Igelbus-Haltestelle und Parkplatz Waldhäuser Kirche (919 m ü. NN) starten wir unsere Tour mit der Markierung ‚Habicht' bergauf durch das Dorf. Gegenüber der Jugendherberge biegen wir rechts ab und wandern zunächst zwischen ein paar Häusern hindurch, ehe wir in den Wald eintauchen. An der kommenden Kreuzung folgen wir dem ‚Habicht' nach rechts. Der Weg wird zu einem schmalen, sanft hügeligen Pfad, den einige interessante Felsformationen säumen.
Pictogramm Hauptwanderweg An einer weiteren Kreuzung folgen wir geradeaus der Markierung ‚Hauptwanderweg' in Richtung Fredenbrücke. Der Weg führt uns am Hang entlang leicht bergauf, bevor wir an der folgenden Kreuzung erneut mit dem ‚Hauptwanderweg‘ geradeaus laufen und eine Windwurffläche durchqueren. An der Fredenbrücke (835 m ü. NN) angekommen, queren wir die Straße.
Pictogramm Ranne Nachdem wir auf einer Holzbrücke die Kleine Ohe überquert haben, biegen wir mit der Markierung ‚Ranne' nach rechts ab. Auf dem Weg entlang des Baches bringen uns mehrere Infotafeln das Ökosystem Bergbach und dessen Bewohner näher. Wir wandern sanft bergauf, während rechts des Weges die Kleine Ohe hinabfließt, abwechselnd mal schmal und wild , mal ruhig und in größere Becken bildend. Schließlich erreichen wir als letzte Station des Bergbach-Lehrpfades die Martinsklause (976 m ü. NN), eine Sitzbank lädt hier zu einer kleinen Rast an dem idyllischen Weiher ein. Anschließend halten wir uns mit der ‚Ranne' links und wandern über einen steilen, schmalen Pfad bergauf. An der folgenden Kreuzung biegen wir rechts ab und schon bald eröffnet sich der Blick auf das sagenumwobene Teufelsloch (1090 m ü. NN). Wie der Name bereits verrät, soll der Legende nach bei der Entstehung dieses mystischen Ortes der Teufel höchstpersönlich seine Finger im Spiel gehabt haben. Weiter geht es steil bergauf bis zum Beginn eines Bohlenweges, der uns eben zur Glasarche führt. Auf diesem Abschnitt lassen sich gut die Auswirkungen von Sturm und Borkenkäfer auf die Waldentwicklung beobachten.
Pictogramm Grünes Dreieck An der Glasarche angekommen biegen wir mit dem ‚Grünen Dreieck' ab zum Lusenparkplatz (Waldhausreibe). Dort überqueren wir den gewalzten Winterwanderweg und tauchen auf der gegenüberliegenden Seite des Weges wieder in den Wald ein. Durch eine kleine Senke, über verschlungene Pfade, wandern wir über die bewaldeten Hänge des Waldhäuserriegels. Weiter dem ‚Grünen Dreieck' folgend, laufen wir vorbei am Waldhäuser Ausblick, bis wir bald wieder das kleine Bergdorf Waldhäuser erreichen.
Pictogramm Habicht Die letzten Meter unserer Wanderung ab der Jugendherberge folgen wir dem ‚Habicht' auf dem uns bereits bekannten Weg zum Ausgangspunkt der Tour, der Kirche in Waldhäuser (919 m ü. NN).

Wissenswertes

Klausen Als „Klause“ oder auch „Schwelle“ werden künstliche Stauseen bezeichnet, die besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Holztrift erbaut wurden. Mit Hilfe ihres Wassers schwemmte man die in die damals begradigten Bergbäche eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute stehen die meisten Klausen unter Denkmalschutz.
Teufelsloch Da man sich das manchmal zu hörende Rauschen tief aus dem Untergrund nicht erklären konnte, waren die Menschen früher der Meinung, man könne den Teufel hören. Heute wissen wir, dass es sich beim Teufelsloch um ein mit Granitblöcken gefülltes Tal handelt, in dem unterirdisch die Kleine Ohe fließt.
Waldhäuser Im Jahre 1611 wurde von der Stadt Grafenau zur Förderung des Salzhandels an der Gulden Strass ein Rast- und Übernachtungshaus für Säumer errichtet, das Haus im Wald. Im Laufe der Jahre wurden dort das untere Waldhaus und weitere Häuser errichtet. Um das Dorf herum weidete das Vieh, während sich die Bevölkerung mit der Herstellung und dem Verkauf von Holzwaren etwas Geld verdiente. Auch namhafte Künstler wie der Maler Reinhold Koeppel sowie der Bildhauer Heinz Theuerjahr lebten und wirkten in Waldhäuser. Heute ist das Bergdorf ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen