Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Am Fuß des Falkensteins




Tourenverlauf:

Ludwigsthal – Nationalparkzentrum Falkenstein – Zwieslerwaldhaus – Schwellhäusl - Ludwigsthal

Informationen: Weglänge: 14 km, Gehzeit: 4 Std., Höhenunterschied: 240 m im Anstieg, 240 m im Abstieg, Parkplatz: Großparkplatz am Nationalparkzentrum
Falkenstein (gebührenpflichtig) an der B11, Igelbus-Haltestelle „Haus zur Wildnis“
(Falkensteinbus); Bahnhof Ludwigsthal, Einkehrmöglichkeit: In Ludwigstahl, Im NPZ Falkenstein, in Zwieslerwaldhaus und im Schwellhäusl, Info:Mittellange, aber einfache Tour mit nur geringem Höhenunterschied. Durchgehend auf breiteren Wegen. Besonders für Familien geeignet.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Rundgang Wildtiere Vom Bahnhof Ludwigstahl (625 m ü. NN) wandern wir wenige Meter zu einem Forstweg mit großem Wegweiser. Hier halten wir uns rechts und folgen dem ‚Rundgang Wildtiere‘ durch das Tierfreigelände zur Steinzeithöhle, einem Nachbau der berühmten Grotte Chauvet in Südfrankreich. (Alternativ: Vom Parkplatz des Nationalparkzentrums Falkenstein zunächst gerade durch die Bahnunterführung, dann rechts auf den ‚Rundgang Wildtiere‘). Nach der Besichtigung geht es vorbei an den Gehegen von Przewalskipferden, Auerochsen und Wölfen zum Haus zur Wildnis (670 m ü. NN). Die kostenlose Ausstellung lädt ganzjährig dazu ein, mehr über den Nationalpark Bayerischer Wald und seine Umgebung zu erfahren. Für Tierliebhaber empfiehlt sich noch ein kurzer Abstecher zum Luchsgehege, nur wenige Meter unterhalb des Haupteinganges des Hauses.
Pictogramm Rundweg Luchs Direkt vor dem Haus zur Wildnis wechseln wir unsere Markierung und wandern mit der ‚Luchsfährte‘ in Richtung Zwieslerwaldhaus. Nach kurzer Zeit zweigt von dem Forstweg ein schmaler Pfad nach rechts ab. Diesem folgen wir länger durch den Mischwald. Nachdem der Pfad in einen Forstweg übergegangen ist passieren wir zunächst das Wildniscamp am Falkenstein, eine Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald für Schulklassen. Weiter geradeaus erreichen wir schließlich den Ortseingang von Zwieslerwaldhaus (690 m ü. NN).

An der Teerstraße halten wir uns rechts in Richtung Ortsmitte. Nach einem kleinen Stück entlang der Straße weist die ‚Luchsfährte‘ vor dem Parkplatz nach links und kurz darauf nach rechts in Richtung Schwellhäusl. Wir wandern durch den Wald entlang des Ortsrandes von Zwieslerwaldhaus, bis unser Weg an einer Kreuzung nach links einer Teerstraße folgt. Bald passieren wir den Parkplatz Brechhäuslau (Toiletten vorhanden), wandern leicht bergab in eine Senke und überqueren die Deffernik.
Pictogramm Marder An der Kreuzung halten wir uns mit der neuen Markierung ‚Schwarzstorch' links und wandern auf einem idyllischen Weg entlang eines alten Kanals zur Schmalzbach-Schwelle. Der kleine Stausee wurde ursprünglich für die Holztrift erbaut, heute übernimmt hier der Biber das Wassermanagement.Die Ausflugsgaststätte Schwellhäusl lädt zu einer kleinen Rast ein (670 m ü. NN).
Pictogramm Linde Ab dem Schwellhäusl wandern mit der ‚Linde' in Richtung Parkplatz Deffernik. Der Weg läuft lange Zeit auf einem Forstweg entlang des Schmalzbaches durch den Wald, immer wieder gesäumt von kleinen Wiesen. Schließlich erreichen wir einen Parkplatz („Deffernik“). Nachdem wir die Straße überquert haben führt uns die ‚Linde' auf einem Forstweg wieder in den Wald hinein. An der folgenden Kreuzung mit einem Radweg wandern wir geradeaus, um anschließend rechts dem Abzweig der ‚Linde', der uns zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour (625 m ü. NN) führt, zu folgen.

Wissenswertes

Schwellhäusl Direkt am Schwellhäusl befindet sich die Schmalzbach-Schwelle, ein künstlich angelegter Stausee, der früher zur Holztrift (Holztransport im Wasser) genutzt wurde. Bereits 1828 entstand dort eine primitive Unterkunftshütte für Waldarbeiter, die daraufhin zu Wohnzwecken und später auch zur Bewirtschaftung ausgebaut wurde. Heute ist das Schwellhäusl ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer..
Wildniscamp am Falkenstein Das Wildniscamp am Falkenstein ist eine Bildungseinrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald. Hier bietet sich Schulklassen die Möglichkeit, erlebnisreiche Tage und Nächte im Nationalpark zu verbringen. Die Teilnehmer übernachten in unterschiedlichen Themenhütten und erarbeiten Projekte zu selbst gewählten Themen, z.B. Biodiversität. Dabei steht der Gruppe ein Team an Pädagogen und Waldführern zur Verfügung, um den Aufenthalt zu begleiten.
Biber Der Biber (Castor fiber) ist das größte Nagetier Europas und kann über 30 kg schwer werden. Er ernährt sich ausschließlich vegetarisch. Besonders schmecken ihm Blätter, Zweige und Rinde von weichen Laubbäumen wie Pappeln, Erlen und Weiden. Der Biber gestaltet seinen Lebensraum aktiv indem er Bäume fällt, Dämme baut und Gewässer aufstaut. Dies bringt auch positive Auswirkungen für viele andere Arten mit sich, welche in Bibergewässern einen geeigneten Lebensraum finden.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen