Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Auf den Siebensteinkopf und zur Moldauquelle




Tourenverlauf:

Schwellgraben – Reschbachklause – Siebensteinkopf – Moldauquelle – Bucina – Teufelsbachklause – Schwellgraben

Informationen: Weglänge: 11,9 km, Gehzeit: 3,5 Std., Höhenunterschied: 330 m im Anstieg, 330 m im Abstieg, Parkplatz: Parkplatz Wistlberg (1,5 km vom Startpunkt entfernt), Igelbus-Haltestelle Schwellgraben (Finsteraubus (Linie 6115)), Einkehrmöglichkeit: Bučina (Hotel Alpská Vyhlídka), Info: Mittelschwere, grenzüberschreitende Tour mit mäßigen Höhenunterschied und zwei längeren, aber nicht steilen Anstiegen.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Marder

An der Igelbus-Haltestelle Schwellgraben (1100 m ü. NN) beginnen wir unsere Wanderung mit dem ‚Baummarder' nach links in Richtung Reschbachklause. Der flinke Baumbewohner wird uns fast die gesamte Wanderung als Markierung begleiten. Der Waldpfad zieht sich an einem alten Wassergraben entlang, bis er nach einiger Zeit auf einer Steinbrücke den Reschbach kreuzt. Wir halten uns rechts und wandern sanft bergan zur Reschbachklause. Zu unserer Rechten können wir frische Biberspuren erkennen. An der Reschbachklause angekommen (1130 m ü. NN) überqueren wir zunächst die Dammkrone und wandern dann links auf einem Pfad stetig bergan in Richtung Moldauquelle. Nach einem knappen Kilometer erreichen wir eine Kreuzung. Hier bietet sich die Möglichkeit eines lohnenswerten Abstechers zum Gipfel des Siebensteinkopfs.

Pictogramm Sperlingskauz

Abstecher:

Der ‚Sperlingskauz' führt nach rechts stetig bergauf. Nach einigen hundert Metern stehen wir bereits am Gipfel des aussichtsreichen Siebensteinkopfs (1263 m ü. NN.). Nach einer Gipfelrast nehmen wir denselben Weg zurück zur Kreuzung.

Pictogramm Marder Zurück an der Kreuzung biegen wir mit dem ‚Baummarder' rechts ab und folgen ihm weiter in Richtung Moldauquelle. Nach kurzer Zeit überschreiten wir die Landesgrenze und befinden uns nun in der Tschechischen Republik. Bei einem Wegweiser etwas später knickt der Pfad nach links ab und mündet nach einiger Zeit in eine große Forstwegekreuzung. Eine Informationstafel erläutert hier die Rolle des Borkenkäfers im Waldökosystem. Wir halten uns links und wandern leicht bergab bis zu einer T-Kreuzung. Hier zweigen wir nach rechts ab und erreichen nach wenigen hundert Metern die gefasste Moldauquelle (1190 m ü. NN). Ein überdachter Brotzeitplatz mit Informationstafeln lädt zu einer Pause ein. Nach der Rast gehen wir auf demselben Weg zurück, zunächst zur T-Kreuzung, dort links bergauf bis zur großen Kreuzung. Nun wandern wir geradeaus weiter und folgen längere Zeit dem Forstweg durch den Wald. Nach einiger Zeit zweigt ein Forstweg nach rechts ab. Diesem folgen wir und erreichen nach ca. einem Kilometer den ehemaligen Grenzort Bucina (1150 m ü. NN). An der Kreuzung halten wir uns rechts und folgen der Teerstraße. Kurz nach dem großen Hotel zu unserer Rechten zweigt der ‚Baummarder' nach links ab. Wir folgen ihm über Wiesen und durch Wälder bis wir an einer Kreuzung rechts abbiegen. Nach einiger Zeit überqueren wir den Teufelsbach und befinden uns nun wieder in Deutschland. Über die Teufelsbachklause wandern wir, meist entlang eines alten Kanals, zurück zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour.

Wissenswertes

Baummarder Der Baummarder (Martes martes) ist ein scheuer und meist nachtaktiver Waldbewohner, der menschliche Siedlungen meidet. Von seinem deutlich häufigeren Verwandten, dem Steinmarder (Martes foina) unterscheidet er sich nicht nur durch seinen Lebensraum, sondern auch durch sein gelb gefärbtes Brustfell. Der Einzelgänger ist ein geschickter Kletterer der eng an geschlossene Waldbestände gebunden ist und häufig Baumhöhlen (bspw. von Spechten) als Unterschlupf nutzt. Er zählt zu den Allesfressern und ernährt sich von Pflanzen (hauptsächlich Beeren) ebenso wie von Insekten, kleineren Säugetieren (Mäuse etc.), Vogeleiern oder Aas.
Moldauquelle Die Moldau (tschechisch „Vltava“) ist mit 430 km der längste Fluss Tschechiens und ein wichtiges Nationalsymbol. Sie wird von zwei größeren Quellflüssen gespeist, der Warmen und der Kalten Moldau, die beide im Böhmerwald entspringen und in der Nähe des Moors Mrtvý luh südlich von Chlum zusammenfließen. Die hier am Südosthang des Černá hora (Schwarzberg, 1316 m ü. NN) zu sehende, gefasste Quelle ist der Ursprung der Warmen Moldau. Nur wenig oberhalb der Quelle verläuft die europäische Hauptwasserscheide. Sie trennt das Entwässerungssystem zur Nordsee (über die Flüsse Moldau und Elbe) von dem zum Schwarzen Meer (über die Donau).

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen