Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Wilde Wälder im Südosten von Bayerisch Eisenstein




Tourenverlauf:

Zwieslerwaldhaus - Hans-Watzlikhain - Schmalzbach-Schwelle - Bayerisch Eisenstein - Zwieslerwaldhaus

Informationen: Weglänge: 11,8 km, Gehzeit: 4,5 Std., Höhenunterschied: 290 m im Anstieg, 290 m im Abstieg, Parkplatz: Parkplatz Brechhäuslau in Zwieslerwaldhaus, Igelbus-Haltestelle Brechhäuslau
(Falkensteinbus), Einkehrmöglichkeit: Schwellhäusl, sowie in Zwieslerwaldhaus und Bayerisch Eisenstein, Info: Einfache, mitunter leicht hügelige Tour mit nur einem längeren, mäßig steilen Anstieg.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Goldsteig

Von der Igelbus-Haltestelle Brechhäuslau in Zwieslerwaldhaus (690 m ü. NN) folgen wir zunächst dem ‚Goldsteig' nach Westen in Richtung Schwellhäusl. In einer Senke überqueren wir die Deffernik und treffen auf eine Kreuzung.

Pictogramm Schwarzstorch Wir folgen der Markierung ‚Schwarzstorch' rechts auf dem Forstweg. Nach wenigen hundert Metern erreichen wir das Urwaldgebiet Hans-Watzlikhain. Auf einer Informationstafel werden hier die Besonderheiten des Gebietes erklärt. Ab der großen Tanne führt ein schmaler Pfad parallel zum Forstweg durch den beeindruckenden Urwald. Wo dieser wieder auf die Forststraße trifft halten wir uns links und wandern zum Schwellhäusl. Die Ausflugsgaststätte liegt idyllisch an der Schmalzbach-Schwelle, einem ursprünglich für die Holztrift erbauten Stausee. Häufig können wir hier in Ufernähe angenagte Bäume erkennen, typische Spuren für die Anwesenheit von Bibern.
Pictogramm Bussard An der Schmalzbach-Schwelle halten wir uns rechts und folgen dem ‚Bussard' in Richtung Bayerisch Eisenstein. Es folgt der einzige längere Aufstieg der Wanderung. Nach einiger Zeit queren wir eine Forststraße. An der kommenden Kreuzung halten wir uns links bis wir erneut auf eine Forststraße stoßen. Dieser ein kurzes Stück nach rechts folgend, treffen wir auf die kleine Schutzhütte Hochbergsattel, den höchsten Punkt der heutigen Wanderung (847 m ü. NN). Der ‚Bussard' weist nun rechts in den Wald hinein. Wir folgen ihm, kreuzen ein weiteres Mal eine Forststraße und gelangen schließlich an eine Kreuzung. Hier steigen wir rechts ab nach Bayerisch Eisenstein. Im Ort angekommen wandern wir stets mit unserer Markierung ‚Bussard' zunächst nach links, einige Zeit später kurz vor der Hauptstraße erneut nach links, bevor wir den Ort auf einer Forststraße wieder verlassen. Nach 200 m zweigt der ‚Bussard' links ab und steigt sanft bergan zu einem Forstweg. Auf diesem wandern wir nach rechts bis der ‚Bussard' diesen nach ca. einem Kilometer wieder nach links verlässt. Der Waldpfad führt uns am Hang entlang zum Eisernen Kreuz (790 m ü. NN). Geradeaus an der Schutzhütte vorbei leitet uns der ‚Bussard' schließlich zurück zur Schmalzbach-Schwelle.
Pictogramm Schwarzstorch An der Ausflugsgaststätte wechseln wir unsere Markierung und wandern mit dem ‚Schwarzstorch' nach rechts in Richtung Schwellsteig. Der Kanal zu unserer Linken diente früher dem Wasseraustausch zwischen den Bächen Schmalzbach und Deffernik, um die Holztrift zu erleichtern. Nach einiger Zeit erreichen wir die uns bereits bekannte Kreuzung.
Pictogramm Goldsteig Mit dem ‚Goldsteig' überqueren wir in der Senke erneut die Deffernik und erreichen schließlich wieder die Igelbus-Haltestelle Brechhäuslau (690 m ü. NN).

Wissenswertes

Schwarzstorch Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) lebt im Gegensatz zu seinem größeren Verwandten, dem Weißstorch sehr zurückgezogen und ist in Deutschland nur noch selten zu finden. Als Lebensraum bevorzugt er naturnahe Laubwälder mit Feuchtgebieten und Gewässern, in denen er kleine Fische und andere Wasserbewohner jagt. Er ist sehr empfindlich und neigt bei Störungen dazu, seine Brut aufzugeben, weshalb nicht nur die Tiere selbst, sondern auch die Horststandorte unter strengem Schutz stehen. Den Winter verbringt der Zugvogel in Afrika.
Hans-Watzlikhain Das Urwaldrelikt Hans-Watzlikhain wurde bereits im Jahr 1950 als Schutzgebiet ausgewiesen. Der Baum-bestand besteht aus teils jahrhundertealten Tannen, Buchen und Fichten. Mit einer Höhe von über 52 Metern ist die Große Tanne am Beginn des kurzen Erlebnisweges (Wegegebot!) der größte Baum des ganzen Nationalparks. Benannt wurde das Gebiet nach Hans Watzlik, einem deutsch-böhmischen Schriftsteller.
Schwelle Als „Schwelle“ oder häufiger „Klause“ werden künstliche Stauseen bezeichnet, die besonders im 19. Jahrhundert für die Holztrift erbaut wurden. Mit Hilfe ihres Wassers schwemmte man die in die damals begradigten Bergbäche eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute stehen die meisten Klausen unter Denkmalschutz.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen