Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Durchs Höllbachgspreng auf den Großen Falkenstein




Tourenverlauf:

Zwieslerwaldhaus– Höllbachschwelle – Höllbachgspreng – Falkenstein – Ruckowitzschachten - Zwieslerwaldhaus

Informationen: Weglänge: 11,5 km, Gehzeit: 5,5 Std., Höhenunterschied: 700 m im Anstieg, 700 m im Abstieg, Parkplatz: Parkplatz Ortseingang Zwieslerwaldhaus,Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus,
Abzweig Wildniscamp (Falkensteinbus (Linie 7150)), Einkehrmöglichkeit: Falkensteinschutzhaus oder in Zwieslerwaldhaus, Info: Anstrengende und schwere Tour mit steilen Anstiegen und großem Höhenunterschied. Kondition und festes Schuhwerk erforderlich.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Heidelbeere

Ausgehend von der Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus, Abzweig Wildniscamp (705 m ü. NN) folgen wir zunächst der Teerstraße in Richtung Ortsmitte. Am Ende des großen Parkplatzes zu unserer Linken biegen wir nach rechts ab und folgen der Markierung ‚Heidelbeere' in Richtung Falkenstein. Die Wanderung führt abwechselnd auf Forstwegen und Waldpfaden, meist stetig bergan. An einer Kreuzung halten wir uns mit der ‚Heidelbeere' schräg rechts, bis wir nach längerer Zeit die versteckt gelegene Höllbach-Schwelle erreichen (Toiletten vorhanden) (990 m ü. NN).

An der kleinen Hütte biegen wir links ab und wandern entlang des Höllbachs durch Felsen steil bergauf bis zu einem Abzweig. Dort überqueren wir links den Höllbach auf einer kleinen Brücke und folgen weiter der ‚Heidelbeere' durchs Höllbachgspreng. Der steile Pfad schlängelt sich durch die eindrucksvollen Felsformationen, bis er sich nach einiger Zeit sanfter bergauf entlang des Hanges zieht. Über den Höllbachriegel erklimmen wir schließlich die letzten Höhenmeter zum großen Falkenstein (1315 m ü. NN). Im Sommer lädt hier das bewirtschaftete Unterkunftshaus zu einer Rast ein. Nur wenige Meter entfernt befindet sich das Gipfelkreuz, von dem sich weite Blicke über das Waldmeer bieten.

 

An der Kreuzung halten wir uns links und folgen der ‚Ameise' am Ortsrand entlang bis wir die Teerstraße erreichen, der wir wenige hundert Meter nach links zur Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus, Abzweig Wildniscamp (705 m ü. NN) folgen, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.


Pictogramm Grünes Dreieck Kurz unterhalb des Unterkunftshauses wandern wir nun mit dem ‚Grünen Dreieck' in Richtung Zwieslerwaldhaus. Gerade zieht sich der Weg durch große Kahlflächen. Hier wurde der Wald vom Orkan Kyrill im Jahr 2007 umgeworfen und das Holz in der Entwicklungszone des Nationalparks größtenteils entnommen. An der Kreuzung halten wir uns links, weiter mit dem ‚Grünen Dreieck' durch die Kahlfläche zum Windwurferlebnisweg (1275 m ü. NN). Der kleine Rundweg führt um eine Fläche, in der die Stämme nach dem Windwurf nicht aufgearbeitet wurden. Informationstafeln erläutern die Ereignisse und die Naturdynamik. Weiter folgen wir unserem Pfad bergab, bis sich der Ruckowitzschachten vor uns öffnet (1150 m ü. NN).Nachdem wir die Weidefläche überquert haben, zieht sich der Weg steil bergab. Wir überqueren schließlich einen Radweg und folgen dem ‚Grünen Dreieck' bis zum Urwaldgebiet Mittelsteighütte.
Pictogramm Ameise An der Kreuzung halten wir uns links und folgen der ‚Ameise' am Ortsrand entlang bis wir die Teerstraße erreichen, der wir wenige hundert Meter nach links zur Igelbus-Haltestelle Zwieslerwaldhaus, Abzweig Wildniscamp (705 m ü. NN) folgen, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Wissenswertes

Schwelle Als „Schwelle“ oder „Klause“ werden künstliche Stauseen bezeichnet, die besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Holztrift erbaut wurden. Mit Hilfe ihres Wassers schwemmte man die in die damals begradigten Bergbäche eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute stehen die meisten Klausen unter Denkmalschutz.
Höllbach-gspreng Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. wurde der Naturwert des Höllbachgspreng erkannt und das Gebiet von der Holznutzung ausgeschlossen. Im Jahr 1941 folgte dann die Ausweisung als Naturschutzgebiet. Durch den frühen Schutz konnten sich in dem steilen, von Gneisfelsen gesäumten Tal, bis heute naturnahe, urwaldartige Strukturen erhalten.
Urwald-
gebiet
Mittel-
steighütte
Das besonders naturnahe Waldstück wurde bereits früh von der Holznutzung ausgeschlossen und schon 1914 zum Schongebiet erklärt. Im Jahr 1939 erhielt es schließlich den Status eines Schutzgebietes und wurde 1997 in den Nationalpark Bayerischer Wald integriert. Das über 45 ha große Gebiet zeichnet sich besonders durch einen sehr hohen Totholzanteil aus. Durch den konsequenten Schutz konnten hier viele seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten überleben, allen voran solche, deren Existenz an starke Totholzstämme gebunden ist.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen