Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Mit der Kreuzotter um das Klosterfilz




Tourenverlauf:

Diensthüttenstraße – Guglöd – Siebenellen – Klosterfilz – Riedlhütte – Filzwald – Diensthüttenstraße

Informationen: Weglänge: 11,5 km, Gehzeit: 3,5 Std., Höhenunterschied: 180 m im Anstieg, 180 m im Abstieg, Parkplatz: Parkplatz Diensthüttenstraße (an der Nationalparkstraße), Igelbushaltestelle: Igelbus-Haltestelle Diensthüttenstraße
(Finseraubus (Linie 6115), Lusenbus (Linie 7594), Rachelbus (Linie 7595)), Einkehrmöglichkeit: Nicht direkt am Weg
Einkehrmöglichkeiten in Riedlhütte, Info: Leichte Tour mit wenigen, mäßig steilen Anstiegen und geringem Höhenunterschied,
teils auf Bohlenwegen. Bohlenwege nicht verlassen.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Kreuzotter

Von der Igelbus-Haltestelle Diensthüttenstraße (755 m ü. NN) wandern wir zunächst eben in Richtung Guglöd, der ‚Kreuzotter' folgend. Die ehemals in Moorgebieten und Offenlandflächen in ganz Deutschland lebende Schlange wird uns über die gesamte Wanderung als Markierung begleiten. Nach einiger Zeit zieht sich der Pfad aufwärts durch den Mischwald bis zu einem Spielplatz am Rand des kleinen Weilers Guglöd (800 m ü. NN). Wenige Meter weiter weist der Weg auf der Teerstraße nach rechts bis zu einer Kreuzung. Dort überqueren wir eine weitere Teerstraße und wandern wieder in den Mischwald. Der Pfad zieht sich teils über Felsen leicht auf und ab, bis wir nach einiger Zeit die Nationalparkstraße überqueren. Auf einem Forstweg geht es nun gerade sanft bergauf, bevor wir erneut eine Teerstraße kreuzen. Schließlich wandern wir in einem großen Bogen in den Weiler Siebenellen (760 m ü. NN).

An der Straße halten wir uns links und folgen ihr für ca. 500 m, bis die ‚Kreuzotter' hinter dem Gasthaus „Zum Klosterfilz“ nach rechts weist. Nach einigen Wiesen und Feldern taucht der Weg erneut in den Wald ein. Zunächst geht es noch einige Zeit über Forstwege, bis diese schließlich in einen Holzbohlenweg übergehen. Auf dem folgenden Abschnitt kommen wir dem Klosterfilz besonders nahe und es bieten sich tolle Ausblicke in die faszinierende Moorlandschaft. Um die sensible Vegetation und störungsempfindliche Tiere nicht zu beeinträchtigen, darf der Bohlenweg nicht verlassen werden. Nach einiger Zeit gesellt sich von rechts die Große Ohe zu uns, an deren Ufer wir bis kurz vor den Ortsrand von Riedelhütte laufen. Hier fließt von rechts ein weiteres Gewässer in die Große Ohe - dabei handelt es sich um einen alten Triftkanal, der für den Holztransport gebaut wurde. Auf Informationstafeln wird erläutert, wie die Gewässer in jüngerer Vergangenheit wieder naturverträglicher umgestaltet wurden (Renaturierung).

Wir wandern auf einem Teerweg an einem einzelnen Haus vorbei einige hundert Meter geradeaus zum Sportplatz und biegen dort rechts ab. Das Teersträßchen geht schon bald in einen Forstweg über. Auf diesem gelangen wir leicht bergauf wandernd zu einer Kreuzung kurz vor der Nationalparkstraße. Hier halten wir uns wieder rechts, genauso wie an der nächsten Kreuzung kurze Zeit später und laufen teils auf Bohlenwegen einen Bogen durch den idyllischen Filzwald (760 m ü. NN). Der Wald unterscheidet sich deutlich von den restlichen Waldgesellschaften der Region. Besonders stechen uns die Moorkiefern ins Auge, die perfekt an den sauren und nährstoffarmen Boden angepasst sind. Am Ende des Filzwaldes kreuzen wir ein letztes Mal die Straße und erreichen wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Wissenswertes

Kreuzotter Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine bis ca. 70 cm lange Giftschlange aus der Familie der Vipern und trägt ihren Namen aufgrund des kreuzförmigen Musters auf Ihrem Rücken. Obwohl sie in ganz Mittel-, Ost- und Nordeuropa verbreitet ist, kommt sie heute nur noch sehr selten vor. Dies liegt vor allem an der Zerstörung geeigneter Lebensräume durch den Menschen. Trotz ihres Giftes ist die scheue Schlange für den Menschen relativ ungefährlich, da sie sich bei einer Begegnung schnell zurückzieht. Die Kreuzotter steht in Deutschland unter strengem Naturschutz.
Renatu-rierung Für die Holztrift (Holztransport im Wasser) benötigte man möglichst gerade Bachläufe mit hoher Fließgeschwindigkeit. Aus diesem Grund wurden viele Bäche im Gebiet des Bayerischen Waldes begradigt und an den Oberläufen kleine Stauseen (Klausen oder Schwellen) errichtet. Heute werden die Begradigungen stellenweise wieder entfernt, so dass sich die Bäche wieder natürlich entwickeln können, sie werden „renaturiert“. Dies hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Bäche und dient zudem dem Hochwasserschutz.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen