Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Abwechslungsreiche Rachelüberschreitung




Tourenverlauf:

Aufichtenwaldsteg – Klingenbrunn Bhf. – Großer Rachel – Rachelsee – Föhraufilz – Jägerfleck – Aufichtenwaldsteg

Liebe Besucher,

aus betrieblichen Gründen ist das Waldschmidthaus bis auf weiteres geschlossen. Es besteht vor Ort keine Möglichkeit sich mit Speisen und Getränken zu versorgen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ihre Nationalparkverwaltung

Informationen: Weglänge: 21,4 km, Gehzeit: 6,5 Std., Höhenunterschied: 746 m im Anstieg, 746 m im Abstieg, Parkplatz: Naturkneippanlage Spiegelau, Igelbus-Haltestelle Aufichtenwaldsteg (Rachel-Bus (Linie 7595)),Einkehrmöglichkeit im Waldschmidthaus, Info: Sehr schwere und anstrengende Tour mit großem Höhenunterschied

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Hauptwanderweg

Von der Igelbus-Haltestelle Aufichtenwald-Steg (735 m ü. NN) wandern wir mit der Markierung ‚Hauptwanderweg‘ links in Richtung Klingenbrunn Bahnhof. Alternativ vom Parkplatz: Auf die Naturkneippanlage Spiegelau blickend zunächst ein kleines Stück nach links entlang der Teerstraße, bis ein Wanderweg nach rechts abzweigt und auf einer Holzbrücke die Schwarzach quert, dann links auf den ‚Hauptwanderweg‘.

Der Pfad führt zunächst parallel zur Straße und dem Bach. Nach einiger Zeit queren wir die Teerstraße und wandern nach links über den Moorwald-Steg (LIFE+-Projekt) entlang des Waldhüttenbaches. Informationstafeln stellen hier Flora und Fauna rund um den renaturierten Bach vor. Weiter geht es abschnittsweise entlang des Waldbahn-Gleises und vorbei am kleinen Ort Klingenbrunn Bahnhof. Am Ortsende treffen wir auf einen Parkplatz (Flanitzebene) (760 m ü. NN).

Pictogramm Rundweg Bärlapp Hier wechseln wir unsere Markierung und wandern weiter mit dem ‚Bärlapp‘ in Richtung Rachel. Der schmale Pfad zieht sich zunächst noch Parallel zum Forstweg, knickt jedoch bald darauf nach links ab. Bei einem Abzweig halten wir uns rechts bis der Pfad sich an die Flanitz schmiegt. Entlang des Baches wandern wir nun sanft aber stetig bergauf. Bald treffen wir auf einen Forstweg. Hier halten wir uns links. Nach einem kurzen Stück zweigt der ‚Bärlapp‘ als Pfad nach rechts ab und zieht sich den Hang hinauf. Ein letztes Mal queren wir einen Forstweg, bevor unser Pfad längere Zeit stetig aufwärts durch den Bergmischwald führt. Ab etwa 1200 m Höhe erkennen wir deutlich, wie der Bergmischwald langsam in den reinen Bergfichtenwald der Hochlagen übergeht. Schließlich treffen wir nach längerem Aufstieg auf eine Forststraße und folgen ihr nach links wenige hundert Meter zum Waldschmidthaus (1360 m ü. NN). Hier bietet sich ein kleiner Abstecher (ca. 50 m) zum Aussichtspunkt „Seeblick“ an. Von der Hütte erklimmen wir schließlich über Felsen die letzten hundert Höhenmeter zum Rachelgipfel (1453 m ü. NN).
Pictogramm Auerhahn Mit der neuen Markierung ‚Auerhahn‘ begeben wir uns auf der anderen Seite des Rachels in den längeren, fast alpinen Abstieg. Über Felsen wandern wir stetig bergab. Bei einer Kreuzung bietet sich ein lohnenswerter Abstecher (ca. 100 m) zur Rachelkapelle an. Weiter geht es mit dem ‚Auerhahn‘ abwärts zum Rachelsee, der zu einer kleinen Rast einlädt. Von dort ein kurzes Stück auf demselben Weg zurück, dann weiter auf einem Waldweg, der schließlich in einen Forstweg übergeht, leicht bergab. Schließlich biegt der ‚Auerhahn‘ nach rechts auf einen Waldpfad ein, dem wir bis zu einer Kreuzung folgen.
Pictogramm Ahorn An der Kreuzung hinter der Schutzhütte „Feistenberg“ (965 m ü. NN) halten wir uns links und folgen der Markierung ‚Ahorn‘ in Richtung Föhraufilz. Ebenso an einer weiteren Kreuzung, bis wir schließlich das beeindruckende Moor erreichen. Ein Aussichtsturm ermöglicht Einblicke in die mystische Landschaft (Achtung, Rutschgefahr bei Nässe). An weiteren Wegekreuzungen folgen wir dem ‚Ahorn‘ stets in Richtung Spiegelau, vorbei am kleinen Ort Jägerfleck, bis wir schließlich das Waldspielgelände erreichen.
Pictogramm Hauptwanderweg Hier treffen wir an einer Kreuzung auf die Markierung ‚Hauptwanderweg‘. Dieser folgen wir nach rechts in Richtung Klingenbrunn Bahnhof. Nach einiger Zeit und weiteren Kreuzungen gelangen wir schließlich zurück an die Igelbus-Haltestelle Aufichtenwald-Steg (735 m ü. NN).

Alternativ zum Parkplatz:
An einer Kreuzung den ‚Hauptwanderweg‘ geradeaus in Richtung Natur-Kneippanlage verlassen und die Schwarzach auf der kleinen Holzbrücke queren, dann die letzten Meter zurück zum Parkplatz an der Natur-Kneippanlage wandern.

Wissenswertes

Renatu-
rierung
Für die Holztrift (Holztransport im Wasser) benötigte man möglichst gerade Bachläufe mit hoher Fließgeschwindigkeit. Aus diesem Grund wurden viele Bäche im Gebiet des Bayerischen Waldes begradigt und an den Oberläufen kleine Stauseen (Klausen oder Schwellen) errichtet. Heute werden die Begradigungen stellenweise wieder entfernt, so dass sich die Bäche wieder natürlich entwickeln können, sie werden „renaturiert“. Dies hat positive Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Bäche und dient zudem dem Hochwasserschutz.
Rachelsee Der Rachelsee ist der einzige natürliche See im Nationalpark Bayerischer Wald und entstand am Ende der letzten Eiszeit durch Gletschertätigkeit in einem Kar. Die Endmoräne des Gletschers bildete einen natürlichen Damm, wodurch Schmelzwasser aufgestaut wurde. Im 19. Jhd. wurde der natürliche Damm durch Menschen erhöht um die Holztrift zu erleichtern. Heute bedeckt der See eine Fläche von 5,7 Hektar und misst an seiner tiefsten Stelle ca. 13 Meter. Durch das saure (silikatreiche) Ausgangsgestein (Gneis), sowie den Säureeintrag durch den umliegenden Fichtenwald ist das Wasser des Sees natürlicherweise sauer (Ph-Wert ca. 5) und enthält vergleichsweise wenig Wasserlebewesen.

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen