Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tourenvorschlag

Übers Teufelsloch auf den Lusen




Tourenverlauf:

Fredenbrücke – Matinsklause – Teufelsloch – Lusen – Waldhausreibe – Ausblick - Fredenbrücke

Informationen: Weglänge: 12 km, Gehzeit: 4,5 Std., Höhenunterschied: 550 m im Anstieg, 550 m im Abstieg, Parkplatz: Fredenbrücke, Igelbushaltestelle: Fredenbrücke, Einkehrmöglichkeit: Im Lusenschutzhaus, Info: Mittelschwere Tour mit längeren, teils steilen Anstiegen und größerem Höhenunterschied.;  Festes Schuhwerk unbedingt erforderlich.

Höhenprofil

Höhenprofil

Tourenbeschreibung:

Pictogramm Ranne Am Parkplatz Fredenbrücke (850 m ü. NN) queren wir zunächst auf einer Holzbrücke die Kleine Ohe und wandern entlang des Baches, der Markierung ‚Ranne‘ folgend, leicht bergan bis zur idyllischen Martinsklause (974 m ü. NN).
Nach einer kurzen Rast führt der Pfad auf felsigem Untergrund weiter steil bergan, kurzzeitig über eine Forststraße, die wir jedoch schnell wieder verlassen. Ziemlich steil führt nun der Weg bis zu einer T-Kreuzung, an der wir der ‚Ranne‘ nach rechts folgen und nach wenigen Minuten das sagenumwobene Teufelsloch erreichen. Anschließend geht es, stetig bergan, durch einen wilden, abwechslungsreichen Bergmischwald bis zu einer kleinen Plattform – hier zeigt eine Schautafel eindrucksvoll, wie schnell sich der Wald nach einem Borkenkäferbefall erholt und nachwächst. Wir queren auf einem Bohlenweg hinüber zur Glasarche (1176 m ü. NN). Dort wandern wir an dem Infopavillon vorbei weiter mit der ‚Ranne‘ in Richtung Lusengipfel. Schnurgerade steigt der Weg bergan und bietet schon bald tolle Blicke auf den mit Granitblöcken bedeckten Lusen. Nun überwinden wir die steilen Felsstufen der sog. Himmelsleiter, die uns schon bald zum Gipfel bringt (1373 m ü. NN).
Pictogramm Luchs Nach einer Gipfelrast steigen wir mit dem ‚Luchs‘ nach Südosten ab und passieren nach wenigen Minuten das Lusenschutzhaus (Im Sommer bewirtschaftet). Weiter geht es auf dem Forstweg bergab, immer dem ‚Luchs‘ folgend bis zur Igelbus-Haltestelle und Parkplatz Waldhausreibe (Toiletten vorhanden) (1111 m ü. NN).
Pictogramm Grünes Dreieck Wir queren schräg die Lusenstraße und folgen gegenüber der Infotafel dem ‚Grünen Dreieck‘ nach links in den Wald. Auf einem Bohlenweg geht es zunächst eben, dann leicht bergan über den Waldhäuserriegel durch einige Felsgruppen hindurch, bevor wir erneut die Lusenstraße queren. Nach ca. 100 m parallel zur Straße treffen wir auf die Markierung ‚Zaunkönig‘.
Pictogramm Zaunkönig Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zur Igelbus-Haltestelle und Parkplatz Waldhäuserausblick (ca. 100 m, Toiletten vorhanden) (1040 m ü. NN). Dort bietet sich ein toller Blick über das Bergdorf Waldhäuser, sowie eine Fernsicht über die Wälder des Nationalparks bis weit in dessen Vorfeld.
Pictogramm Ranne Vom ursprünglichen Weg kommend biegen wir mit dem ‚Zaunkönig‘ rechts ab in Richtung Martinsklause. Leicht zieht sich der Weg bergab, bis wir schließlich erneut den idyllischen kleinen Stausee erreichen (974 m ü. NN).
Nach der Dammkrone halten wir uns links und wandern mit der ‚Ranne‘ den uns bereits bekannten Weg entlang der Kleinen Ohe bergab zurück zum Ausgangspunkt Fredenbrücke (850 m ü. NN).

Wissenswertes

Klausen Als „Klause“ oder auch „Schwelle“ werden künstliche Stauseen bezeichnet, die besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Holztrift erbaut wurden. Mit Hilfe ihres Wassers schwemmte man die in die damals begradigten Bergbäche eingeworfenen Baumstämme aus dem Wald hinaus. Heute stehen die meisten Klausen unter Denkmalschutz.
Teufelsloch Da man sich das manchmal zu hörende Rauschen tief aus dem Untergrund nicht erklären konnte, waren die Menschen früher der Meinung, man könne den Teufel hören. Heute wissen wir, dass es sich beim Teufelsloch um ein mit Granitblöcken gefülltes Tal handelt, in dem unterirdisch die Kleine Ohe fließt.
Lusen Der Lusen ist mit seinen 1373m zwar nicht der höchste Berg im Bayerischen Wald, durch den unbewaldeten Gipfel und seine Lage jedoch einer der schönsten Aussichtsberge. Das markante Granit-Blockfeld im Gipfelbereich entstand durch physikalische Verwitterungsprozesse, bei denen Wasser in kleine Felsspalten eindringt und gefriert. Die Volumenausdehnung führt zur Zerteilung der Gesteinsbrocken (Frostsprengung).

Hinweise

Pictogramm Herabfallende Bäume Zu den typischen Gefahren im Nationalpark gehören umstürzende Bäume und herabfallende Äste - denn hier wird das natürliche Werden, Wachsen und Vergehen in den Lebensgemeinschaften geschützt.
Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr!
Pictogramm Wegegebot Wegegebot in bestimmten Bereichen des Nationalparks zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten
Pictogramm Gute Ausrüstung Immer für gute Ausrüstung sorgen: Karte, festes Schuhwerk, Trinken, Erste-Hilfe-Set, Schlechtwetterkleidung

Weiterführende Informationen