Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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„Natur für alle“ im Nationalpark Bayerischer Wald

Riech- und Tastmauer im Pflanzen-Freigelände (Foto: Maria Hußlein)

Im Dezember 2010 wurde von der EU die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. In diesem völkerrechtlichen Vertrag werden die Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen konkretisiert, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen (Stichwort: „Inklusion“). Doch auch für die immer älter werdende Bevölkerung ganz allgemein stellen z. B. stolperfreie Wege sowie geringe Steigungen und Gefälle eine notwendige Voraussetzung für die Zugänglichkeit vieler Einrichtungen und Areale dar.

Die Zielsetzung der Barrierefreiheit - Einrichtungen und Angebote für alle Menschen jedweder Behinderung „in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar“ (§ 4 Behindertengleichstellungsgesetz) zu machen - ist in der Natur leider nur schwer umsetzbar. Einzigartigkeit und ständige Veränderung sind das Wesen der Natur - insbesondere in Nationalparken, wo das Motto „Natur Natur sein lassen“ oberstes Gebot ist. Dennoch stellt sich die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald der Aufgabe, bei den Besuchereinrichtungen auch im Gelände auf eine barrierearme Ausgestaltung zu achten, um die Naturerlebnismöglichkeiten einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen - auch wenn vollständige Barrierefreiheit nicht hergestellt werden kann.

Auf Augenhöhe: Aktionstag für Blinde

im Waldspielgelände Spiegelau
am 23. Juni 2017 | 10:00 - 15:30 Uhr

Interner Link - PDF-Download: Plakat: Auf Augenhöhe... (PDF 195 KB)Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald veranstaltet am Freitag, 23. Juni, einen Aktionstag für blinde und sehbehinderte Menschen im Waldspielgelände in Spiegelau. Von 10 bis 15:30 Uhr haben Sie die Gelegenheit bei etwa 20 verschiedenen Stationen, den Wald mit allen Sinnen zu erleben und viel Wissenwertes zu erfahren, über das Betasten von Rinde, Blättern, Nadeln, das Erkennen verschiedener Vogelstimmen, das Erschnuppern von Blütendüften, das Erfühlen unterschiedlicher Waldböden mit den Füßen und vieles mehr. Dabei werden Sie in kleinen Gruppen von unseren Waldführern betreut.

       Programm und Stationenparcours

Bitte bringen Sie dem Wetter angepasste Kleidung sowie eine Brotzeit für den kleinen Hunger zwischendurch mit. Beim Abschlusstreffen um 14 Uhr werden kalte Getränke und Leberkäs-Semmeln angeboten.

Bitte melden Sie sich bis 30. April an bei:
Hans Mühlbauer
Tel.: 08552 9600 197 oder 0151 145 718 08
E-Mail: hans.muehlbauer@npv-bw.bayern.de