Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Jugendwaldheim Wessely Haus

Projekt Geographische Informationssysteme (Foto: NPV)

Projekt Natur – Mensch – Technik

Ein neues Projekt für Jugendliche im Bereich Umweltbildung

Wieso ein neues Projekt?

Was haben GPS-Geräte, Lupen und Digitalkameras mit der Natur im Nationalpark zu tun? Wofür braucht man pH-Meter und Solaröfen? Was sind Datenlogger und Bat-Detektoren?

Diese technischen Hilfsmittel und viele weitere werden im neuen Projekt Natur – Mensch – Technik des Nationalparks Bayerischer Wald eingesetzt.

Die klassische Umweltbildung des Nationalparks richtet sich mit der Vermittlung von Sachinformationen durch spielerische Aktivitäten vor allem an jüngere Schüler/innen. Jugendliche fühlen sich durch diese Form der Vermittlung nicht mehr angesprochen. Sie wünschen sich einen stärkeren Einsatz moderner Techniken auch im Bereich der Umweltbildung. Aus ihrem Alltag sind Computer, Fernseher und Handy nicht mehr wegzudenken, mit Natur kommen sie hingegen nur noch selten in Berührung.

Der Nationalpark und die ÖNJ Haslach möchten mit dem gemeinsamen Projekt, dem Wunsch der Jugendlichen entgegen kommen und mithilfe von Technik Naturphänomenen und -gesetzen auf den Grund zu gehen.

Wer macht mit? Wer fördert?

Das Projekt Natur – Mensch – Technik wurde grenzüberschreitend mit der Österreichischen Naturschutzjugend (ÖNJ) in Haslach an der Mühl, Mühlviertel, Oberösterreich, initiiert. Mit der ÖNJ-Ortsgruppe der Gemeinde Haslach konnte ein kompetenter österreichischer Partner gefunden werden.

Im Rahmen des EU-Programmes „INTERREG Bayern – Österreich 2007- 2013“ erhält das Projekt Fördergelder. Dieser Zuschuss wird vor allem für einen neuen Anbau an das Jugendwaldheim mit Seminarraum, PC-Arbeitsraum und Experimentierraum sowie für die Ausstattung mit technischen Geräten verwendet.

Im Jugendwaldheim wurde eine Projektstelle geschaffen, bei der alle Fäden zusammenlaufen und die daher als Koordinierungsstelle sowohl für die deutsche, wie auch die österreichische Seite zählt.

Nach Ende der Anschubfinanzierung werden die Programme aus dem Bereich Natur – Mensch – Technik durch die beiden Projektpartner eigenständig weitergeführt.





Wen wollen wir erreichen?

Auf deutscher Seite werden Schüler/innen ab der 6. Jahrgangsstufe aller Schularten mit dem neuen Projekt angesprochen. Auf der österreichischen Seite finden die ersten Projekte schon in der 1. Klasse der Hauptschule statt.

Neben den Schüler/innen wird aber auch die Möglichkeit für Studentengruppen geschaffen, einen Einblick in die Forschungsarbeit des Nationalparks Bayerischer Wald zu erhalten.

Darüber hinaus sind Lehrerfortbildungen und Multiplikatorenschulungen im Themenfeld Natur - Technik geplant.

Was wollen wir erreichen?

Ziel des neuen Projektes ist es, das Interesse vor allem von Jugendlichen an der Natur (wieder) zu wecken. Eine Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen ermöglicht gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit Naturphänomenen und –gesetzen. Die Inhalte der behandelten Themen sind fächerübergreifend und lassen sich in die jeweiligen Lehrpläne integrieren.

Ein wichtiges Ziel ist es, das die Jugendlichen Forschungsarbeiten im Nationalpark Bayerischer Wald kennen lernen und selber forschen können. Durch eine intensive Betreuung vor Ort ist es möglich, dass eigenständig kleine Forschungsaufträge bearbeitet werden. So steht nicht nur die Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema, sondern auch das „Hineinschnuppern“ in eine meist eher fremde Arbeitswelt im Vordergrund. Um dies optimal zu gewährleisten wird intensiv mit in der Region ansässigen Fachhochschulen und Unternehmen kooperiert.

Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist es weiterhin möglich, dass die Schüler/innen auch den grenznahen Bereich des jeweiligen Nachbarlandes besser kennen lernen.

Welche Themen gibt es?

Die Jugendlichen können sowohl stunden-, tage- als auch wochenweise an dem Projekt teilnehmen. Im Jugendwaldheim werden Projekttage sowie auch ganz Wochenaufenthalte angeboten, in Österreich vervollständigen Langzeitprojekte das Programm.

Vor allem aktuelle Fragestellungen spielen in dem Projekt eine Rolle, gleichzeitig sollen die Jugendlichen aber auch die Forschungsarbeit im Nationalpark sowie die Langzeituntersuchungen der ÖNJ Haslach kennen lernen. Fragen wie „Was hat der Klimawandel mit unserer Region zu tun? Was heißt Bionik und wo kann ich sie anwenden? Wieso können manche Tiere in schnell fließenden Strömungen überleben? Wie kann ich Schwalben beobachten? Und wofür kann ich Geoinformationssysteme einsetzen?“ sind nur einige, auf denen bei den unterschiedlichen Themen eingegangen wird.

Je nach Altersstufe und Dauer des Aufenthaltes können folgenden Themen bearbeitet werden:

- Geographische Informationssysteme
- Klimawandel im Nationalpark
- Luchs-Reh-Rothirsch-Monitoring
- Fledermäuse im Nationalpark
- Gewässeruntersuchung
- Bodenuntersuchung
- Erneuerbare Energien
- Bionik
- Schwalbenmonitoring

Angebotsbeispiele

Ab der 6. Klasse:
Bodenuntersuchung, Gewässeruntersuchung, Bionik, Geocaching, Luchs-Reh-Rothirsch-Monitoring, Erneuerbare Energien und Fledermäuse im Nationalpark

Ab der 7. Klasse:
Vegetationskartierung, Klimawandel im Nationalpark, Geographische Informationssysteme

Externer Link: www.boehmerwaldnatur.at Wer gibt mir weitere Informationen?

Auf österreichischer Seite erhalten Sie diese bei:
Professor Karl Zimmerhackl
Grubberg 17
A- 4170 Haslach an der Mühl

Tel.: +43 7289 71493
Fax: +43 7289 71493
Email: karl.zimmerhackl(at)boehmerwaldnatur.at
www.boehmerwaldnatur.at

Auf deutscher Seite können Sie Kontakt aufnehmen mit:
JLogo Europäischer Fonds für Regionale Entwicklungugendwaldheim – Nationalpark Bayerischer Wald
Kirsten Wommer
Glashütte 48
D- 94545 Hohenau

Tel.: +49 8558 9605 0 oder -14
Fax: +49 8558 960522
Email: jugendwaldheim(at)npv-bw.bayern.de
oder kirsten.wommer(at)npv-bw.bayern.de