Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Jugendwaldheim Wessely Haus

Jugendwaldheim Rückseite

Projekt "Natur-Mensch-Technik

Ein neues Projekt für Jugendliche im Bereich Umweltbildung

Immer weniger Jugendliche kommen mit Natur in Berührung. Fernseher, Video und Computer dagegen sind fester Bestandteil des täglichen Lebens. Um aber gerade diese Altersgruppe anzusprechen und für Natur zu begeistern, werden im Projekt die Ebenen Natur - Mensch - Technik möglichst gewinnbringend miteinander vernetzt. Technik dient hierbei als Motivation, um Naturphänomene zu entdecken und zu diskutieren. Einfache Dinge wie Lupe, Mikroskop und Kompass kommen dabei genauso zum Einsatz wie moderne GPS-Geräte und Computerprogramme.

Hauptzielgruppe sind Jugendliche aller Schularten ab ca. 13 Jahre. Auf deutscher Seite finden die Programme in erster Linie um und im Jugendwaldheim statt, auf österreichischer Seite ist die Gemeinde Haslach Anlaufpunkt. Die Leitung dieses Projektes ist am Jugendwaldheim angesiedelt.

Mögliche Themen sind Bionik, Klima, Energie, Monitoring oder auch GIS-Systeme. Die Jugendlichen erhalten so einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen, bekommen aber auch selbst Forschungsaufträge zugeteilt. Die Programme sollen in den Unterricht integriert werden. Es soll eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik stattfinden - kein einmaliges Erlebnis.

Außer den Kompetenzen der Schüler sollen auch die der Wirtschaft in der Region Bayerischer Wald und Mühlviertel genutzt werden, ein Kontakt von Schülern mit innovativen, zukunftsfähigen Unternehmen wird eröffnet.

Am 10. Juni war es soweit - etwa 25 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Haslach aus Oberösterreich machten sich Rahmen eines dreitägigen Aufenthaltes im Böhmerwald mit ihren Lehrern und dem österreichischen Projektleiter Karl Zimmerhackl auf den Weg ins Jugendwaldheim. Damit war der erste Schritt hin zum gemeinsam geplanten und von der EU im Rahmen von Interreg IV geförderten grenzüberschreitenden Projekt der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald und der Österreichischen Naturschutzjugend gemacht. Unter fachkundiger Anleitung durch Nationalpark-Forscher wurde der Frage nachgegangen, wie sich Wildtiere in der unberührten Natur des Nationalparks bewegen, welchen Tagesrhythmus sie besitzen, welche aktuellen Standorte die Tiere gerade einnehmen oder was sie fressen. Mit Antennen, Wärmebildkameras und Fotofallen wurde simuliert, wie moderne Wildtierforschung erfolgt.

Für Oktober sind bereits neue Aktionen gemeinsam mit österreichischen und deutschen Schülern in der Planung.