Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

  • Druckversion

Jugendwaldheim Wessely Haus

Programme - Angebote im Einzelnen:

Einige Themen sind speziell für Grundschulen geeignet, andere bieten sich für alle Schultypen an. Die Inhalte werden der jeweiligen Altersstufe angepasst. Mit zunehmendem Alter der Schüler ist auch ein vermehrter Einsatz von technischen Hilfsmitteln verbunden der Übergang in den Bereich Natur – Mensch – Technik ist fließend.

Natur erleben mit allen Sinnen

Treffpunkt und Dauer nach Absprache; für Grundschulen 1.-4. Klasse

Forschend und spielend geht es auf Entdeckungsreise in den geheimnisvollen Lebensraum Wald. Auf unseren Streifzügen lernen wir die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks kennen.

Nationalpark - Lebensraum für Luchse

Für Grundschulen 3./4. Kl. sowie Realschulen , Gymnasien bis zur 10. Klasse

Obwohl der Luchs in den vergangenen Jahren in freier Wildbahn vielerorts beobachtet wurde, gibt es noch viele offene Fragen. Welchen Lebensraum – Ausstattung, Größe - braucht ein Luchs? Welches Beutespektrum hat der Luchs?

Welche Methoden gibt es den Luchs „zu erforschen“? Was bedeutet Luchsmonitoring? Auf diese und noch viele andere Fragen versuchen wir Antworten zugeben und natürlich statten wir dem Luchs im Tier-Freigelände einen Besuch ab.

Nationalpark - Lebensraum für Wölfe

Für Grundschulen 3./4. Kl. sowie Realschulen , Gymnasien bis zur 10. Klasse

Nie wurde ein Tier so gehasst wie der Wolf, kein Tier wurde so gnadenlos verfolgt. Tausend Jahre und länger dauert diese Feindschaft. Vor keinem Tier haben wir soviel Angst. Generationen von Kindern haben durch Rotkäppchen gelernt, dass der Wolf und der dunkle Wald gefährlich sind. Der Wolf ist zum Symbol für das Böse in der Natur geworden.

Andererseits fasziniert er uns. Er ist zum Wahrzeichen der schwindenden Wildnis geworden, er ein machtvoller Rudelführer, der beschützt. Die Wölfin gilt als die aufopferungsvolle Mutter und das Rudel als die perfekte Familie. Der Wolf ist dadurch auch das Symbol des Guten in der Natur. Die Beobachtung der Wölfe im Gehege bildet den Abschluss.

Lebensraum Gewässer - Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher

Für Grundschulen 3./4. Klasse und Hauptschulen 5./6. Klasse

Ab der 6. Klasse werden zunehmend technische Hilfsmittel eingesetzt. Im erfrischend kühlen Wasser unter Steinen versteckte Wassertiere aufspüren, Eintagsfliegen- oder Köcherfliegenlarven beobachten, dem Frosch beim Laichen zusehen oder Kaulquappen, Gelbrandkäfer, Wasserläufer und Molche unter der Lupe zu beobachten. Wir erforschen die komplette Tier- und Pflanzenwelt von Tümpel, Bach und Weiher.

Lebensraum Boden

Für Grundschulen ab der 3. Klasse, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien

„In einer Handvoll Boden gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.“ Aber was ist Boden? Viele unterschiedliche Erklärungsansätze sind möglich. Wie entsteht Boden? Was ist Humus? Wie entsteht Humus? Antworten auf viele Fragen zum Thema Boden werden beantwortet und außerdem werden die unzähligen und faszinierenden „Müllmänner“ des Waldes aufgespürt.

Werden und Vergehen

Für Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien ab der 5. Klasse

Wie ein Wald neu entsteht, wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben, wo der Borkenkäfer im Nationalpark aktiv bekämpft wird und wo nicht und warum, das erfahren wir auf unserer Erlebnistour. Kahlflächen, abgestorbene Bäume und totes Holz aber auch eine entstehende Waldwildnis prägen das Bild.

Natur erleben - in und mit Schnee

Für Grundschulen

Schnee ist ein fantastisches Material um daraus Kunstwerke, Tiere, Höhlen und Burgen zu zaubern. Spiele im Schnee und mit Schnee und auch eisige Geschichten
Gehören dazu. Auch sportlich kann es zugehen – eine Winterolympiade verspricht spannende Momente.

Überlebensstrategie im Winter

Auch der Winter bietet die Möglichkeit den Nationalpark zu erleben.

Hinter der von uns oft als still empfundenen Jahreszeit verbergen sich eine Menge Leben und beinahe unendlich viele spannende Geschichten. Selbst wenn es im Schnee nicht gleich zu erkennen ist, gibt es auch im winterlichen Nationalpark viel zu beobachten. Spuren führen durch den verschneiten Wald, kleine und große Pfotenabdrücke, kunstvoll zerlegte Zapfen angehäuft unter einer alten Fichte. Freigescharrte Blätter und Gräser, daneben die letzten Reste einer kargen Mahlzeit… Der Wald ist auch im Winter ein Ort zum Entdecken und Erforschen. Viele Spuren unserer Wildtiere lassen sich sogar viel leichter als in der restlichen Jahreszeit bestimmen und sorgen so für einen spannenden Einblick in diese verborgene Lebenswelt. Die Schneeschuhe an den Füßen sorgen dabei für ein leichtes Vorankommen selbst bei tief verschneiter Winterlandschaft. Anfangs sieht man natürlich nur die Spuren, aber wer sie zu deuten weiß und die Zusammenhänge kennt, der weiß auch, wer jetzt wo zu finden ist. Begeben wir uns gemeinsam auf die Spurensuche nach den Kältekünstlern.

Bionik

Für Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien ab der 6. Klasse

Was hat der Löwenzahn mit einem Fallschirm zu tun? Warum friert der Eisbär nicht? Und warum heißt der Klettverschluss eigentlich Klettverschluss? Wir begeben uns auf Spurensuche, was der Mensch sich alles von der Natur abgeschaut hat. Anhand kleiner Experimente und eigener Forschungsaufträge tauchen wir ab in die faszinierende Welt der innovativen Wissenschaft Bionik. Im Nationalpark finden wir viele Beispiele wie biologische Erfindungen in technische Entwicklungen umgesetzt wurden. Und vielleicht finden wir ja auch noch eine biologische Lösung für ein technisches Problem?!

Klimawandel im Nationalpark

Klimawandel - dieses Thema ist in aller Munde. Das Klima ändert sich – aber ändert es sich tatsächlich? Wirkt sich das auch auf die Natur vor unserer Haustüre aus? Müssen sich Tiere und Pflanzen an die veränderten Bedingungen anpassen? Können sie das? Im eigenen Forschungsprojekt lernen die Schüler/innen die Arbeit der Forscher im Nationalpark kennen. Probeflächen werden bestimmt, Kartierungen durchgeführt, Daten erhoben und analysiert. Durch den Datenvergleich können Rückschlüsse auf Klimawandel und Artenveränderungen im Nationalpark gezogen werden.

Wochenprogramme im Jugendwaldheim

Für den Wochenaufenthalt bieten wir sowohl Standard- als auch Projektwochen an.

In einer Standardwoche erleben die Schüler auf Wanderungen und Exkursionen die Schönheiten des Nationalparks und lernen durch viele Aktivitäten, wenn irgend möglich im Freien, die Nationalparkidee "Natur Natur sein lassen" kennen.

Das Motto „Lernen macht Freude“ findet hier im Jugendwaldheim seine Anwendung. Den ganzen Tag draußen sein, auf dem Waldboden liegen, in die Kronen der Bäume schauen, auf Baumstümpfen sitzen, das Leben in umgefallenen Bäumen bestaunen, Tiere beobachten, durch die Höhlen eines Stelzenwurzlers kriechen, die Stille des Waldes genießen, durch natur belassene Gebiete wandern, Besuchereinrichtungen des Nationalparks und der Region, wie das Hans-Eisenmann-Haus oder das Freilichtmuseum, besuchen.

Bei einer Projektwoche arbeiten die Teilnehmer eigenständig an einem selbst gewählten Projekt. Dies ermöglicht längere intensive Beschäftigung mit dem ausgesuchten Thema, das natürlich aus dem Bereich Nationalpark stammen muss. Für die Betreuung und die Programmgestaltung im Nationalpark sind von der Nationalparkverwaltung geschulte Mitarbeiter verantwortlich, für die Betreuung im Haus (vor allem abends) und die Einhaltung der Hausordnung die Lehrkräfte und Gruppenleiter.

Die Standardwoche im Jugendwaldheim zielt auf erleben und Kennenlernen des Nationalparks und seiner Philosophie sowie auch den damit verbundenen Konflikten ab.

Die Standardwoche besteht meist aus unterschiedlichen Modulen des Angebotes an Tagesveranstaltungen – die je nach Klassenstufe, Schulart und Alter der SchülerInnen miteinander kombiniert werden. Da der Nationalpark ohne sein Umfeld nicht existieren kann, fließen auch Geschichte und Kultur der Region mit ein. So kann z. B. ein Besuch beim Glasmacher, im Freilichtmuseum Finsterau oder in den Infozentren eingeplant werden – welche auch Schlechtwetteralternativen darstellen.

Ebenso kann das freie Gestalten mit Naturmaterialien, der Umgang mit Natur ein weiterer Baustein im Wochenprogramm sein. Ein besonderes Highlight stellt die ganztägige Wanderung zum Lusen – mit Erzählungen über seine Entstehung und seine besondere Waldentwicklung hin zur Waldwildnis dar.

Im Rahmen des Projektes Natur-Mensch-Technik besteht auch die Möglichkeit Wochenprogramme zu buchen – diese Programme sind für Teilnehmer ab der 6. Klasse bis hin zur Oberstufe aller Schultypen geeignet.

So präsentiert sich heute ein modernes und ökologisch ausgerichtetes Jugendbildungshaus mit einem vielfältigen pädagogischen Angebot zur Erkundung des Nationalparks und zum Erleben und Erfahren von Natur.

Ansprechpartner für Schulklassen im Rachel – Lusengebiet:

Jugendwaldheim "Wessely-Haus"
Rita Gaidies
Glashütte 48 - 49
94545 Hohenau
Tel. +49 8558 9605 0 bzw. 9605 13
Fax. +49 8558 9605 22
Email: jugendwaldheim(at)npv-bw.bayern.de oder
rita.gaidies(at)npv-bw.bayern.de