Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Waldspielgelände in Spiegelau

Waldspielgelände in Spiegelau

Die Spechthöhle

Im Sommer 2010 wurde das Waldspielgelände um eine Attraktion reicher. Mit tatkräftiger Unterstützung der Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas Wohnheims Spiegelau wurde eine begehbare Spechthöhle gezimmert. Hier können die kleinen und großen Besucher und Besucherinnen einen Einblick in die Welt der Spechte gewinnen.

Die Spechthöhle wurde unter Anleitung und Unterstützung der Mitarbeiter des Nationalparks, von behinderten Mitarbeitern der Wolfsteiner Werkstätten, in 14-tägiger Bauzeit gefertigt. Da nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig am Bau mitwirken konnten, bot die Nationalparkverwaltung ein interessantes Alternativprogramm, das den Menschen mit Behinderung die verschiedenen Facetten der Umweltpädagogik innerhalb des Ökosystems „Wald“ näher brachte.

Die Spechthöhle wurde als neue Attraktion im Rahmen des „Spiegelauer Spechtfestes“ am Sonntag, den 15.August 2010 vorgestellt und entsprechend eingeweiht .

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Baus waren sich alle Beteiligten einig: „Es war ein tolles und unvergessliches Erlebnis.“ Aufgrund der positiven Erfahrungen dieses ersten gemeinsamen Projektes ist eine langfristige Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark Bayerischer Wald und den Bewohnern des Wohnheimes St. Franziskus, Außenstelle Spiegelau, zugleich Mitarbeiter der Wolfsteiner Werkstätten, geplant.




Das Spechtfest

Tock-tock-tock. Bis zu 12 000 Mal donnert ein Specht am Tag mit seiner Schnabelspitze gegen einen Baum wenn er auf Nahrungssuche ist. Seine klebrige, lange Zunge angelt nach Insekten, Ameisen und Spinnentierchen.

Aber was die wenigsten über den Zimmermann des Waldes wissen, ist wohl, dass er sehr viele Verwandte hat. Allein im Nationalpark Bayerischer Wald leben sieben verschiedene Spechtarten. Woran das liegt? Spechte brauchen unter anderem stehendes Totholz, um ihre Höhlen zu bauen. In normalen Wirtschaftswäldern finden sie davon nicht viel, da dieses aufgearbeitet wird. Im Nationalpark dagegen kann sich die Natur frei von menschlichen Eingriffen entwickeln und die toten Bäume werden einfach stehen gelassen. Für Spechte sind dies ideale Lebensbedingungen.

Spiegelau, das sozusagen direkt an dieses „Spechtparadies“ angrenzt, hat deshalb den Specht als Symbol für ihre Gemeinde gewählt.

Richtig „spechtig“ geht es jedes Jahr zu, wenn die Gemeinde Spiegelau, die Nationalparkverwaltung und der Verein WaldZeit e.V. Mitte August das große Spechtfest veranstalten, zu dem die Bevölkerung und alle Feriengäste herzlich eingeladen sind.

      2017 fand das Spechtfest am Sonntag, 20. August statt.