Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Totholz - Totes Holz?

Hier sehen Sie Baumstämme, die schon unterschiedlich lange Totholz sind. Sie können die verschiedenen Abbauphasen beobachten, in denen es sich befindet. Können Sie sich vorstellen, dass es genau so viele Jahre dauert bis ein Baum vollständig zersetzt ist, wie dieser alt ist? Und bis dahin tut sich jede Menge darin.

Gehen Sie den folgenden Wegabschnitt und entdecken Sie, wie viel Leben in totem Holz steckt!

Rund ein Fünftel aller Waldtiere sowie über 2500 Pilzarten hängen in irgendeiner Weise vom Totholz ab. Hinzu kommt noch eine unbestimmte Anzahl von Pflanzen, Flechten, Bakterien oder Algen! Viele von Ihnen stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Hier im Nationalpark haben manche von ihnen ein Zuhause gefunden, da Totholz nicht aufgearbeitet wird.

Hier einige Beispiele:

Der Weißrückenspecht ist in Bayern stark gefährdet, da er sich vor allem in toten oder absterbenden Laubbäumen ansiedelt und fast ausschließlich von Totholz-Insekten ernährt. Er hat einen reinweißen Unterrücken und ist etwas größer als der Buntspecht.

Der Mulmbock benötigt zur Ablage seiner Eier totes Nadelholz. Baumstümpfe an sonnigen Waldesrändern oder durch natürliche Walddynamik gelichtete Totholzflächen bieten ihm ideale Bedingungen. Die Larven verwandeln das Holz zu Mulm. Auch der Mulmbock ist in Bayern vom Aussterben bedroht.

Der rotrandige Fichtenporling, ein Baumpilz, benötigt zerfallende Fichtenstämme und ist deshalb in Deutschland sehr selten geworden. Im Nationalpark können Sie ihm zahlreich begegnen.






1. Start 8. Tieren auf der Spur
2. Zur Ruhe kommen 9. Lebensraum Totholz
3. Mit Schwung hinein 10. Der Boden lebt
4. Naturklänge 11. Alles hängt voneinander ab
5. Mit sehenden Füßen und Händen 12. Nationalpark-Einsichten
6. Rund um den Baum 13. Die Waldwiese
7. Märchenwald Zurück zur Übersichtskarte

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