Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tier- Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen

Virtueller Rundgang: Biber

Biber (Foto: Xaver Klaußner)

Trotz des überwiegenden Nadelbaumanteils in den Kammlagen des Mittelgebirges kam der Biber im Gebiet entlang der Fließgewässer bis in Höhen von wenigstens 750 m NN autochthon vor. Sein Aussterben in der Region ist nicht ausreichend dokumentiert, dürfte aber bereits Ende des 17. Jahrhunderts erfolgt sein.

Im Zusammenhang mit der erfolgreichen Wiederansiedlung dieses großen Nagetieres an Donau und Isar sind vereinzelte Zuwanderungen - vor allem über das Gewässersystem des Regens - festzustellen. Einzelnachweise gelangen bis in zentrale Lagen des Nationalparks.

Seit der Jahrtausendwende siedeln sich immer wieder Biber - mit Unterbrechungen - im Bereich des Kolbersbachs und der Gr. Deffernik an. Aus Sicht des „Prozessschutzes" ist der Biber eine Schlüsselart für die naturnahe Ausgestaltung von Gewässerlebensräumen, Feuchtgebieten und Stauhaltungen, wie sie für eine Vielzahl weiterer Tierarten lebensraumbestimmend sein können (z. B. Amphibien, Fische, Wasservögel).