Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tier- Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen

Virtueller Rundgang: Fischotter

Im Fischottergehege (Foto: Hußlein)

Um ein Überleben der letzten süddeutschen Ottervorkommen im Bayerischen Wald zu sichern, werden Maßnahmen zum Artenschutz vorgestellt.

Siedlungsdichte und Standortwahl dieses Wassermarders spiegeln indikatorisch Wasserqualität und Beuteangebot wider, weshalb sich in der Vergangenheit die Phänomene der Gewässerversauerung ganz erheblich auf den Fischotterbestand ausgewirkt haben.

Die Nationalparkverwaltung hat bis in die 80er Jahre eine aufwendige Zuchtstation betrieben und das Monitoring im Freiland entsprechend unterstützt. Mit der allmählichen Verbesserung der Wasserqualität, vor allem einem nachlassenden Verfolgungsdruck und gleichzeitig gesteigertem Beuteangebot durch die Anlage privater Forellenweiher, konnte der Fischotter sein Bestandstief mit 12 – 18 Tieren überwinden bzw. eine heutige Dichte von etwa 25 bis 30 Tieren in der Grenzregion (auf bayerischer Seite) etablieren. Obwohl die Standortsbedingungen im Nationalpark nur geringe Dichten zulassen, nützen einzelne Tiere regelmäßig die Bachläufe im Nationalpark.

Die Bedeutung des Fischotters im gesamteuropäischen Kontext spiegelt sich in der Auflistung der besonders zu schützenden Tierarten für das Natura 2000-Gebiet Nationalpark Bayerischer Wald wider.