Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Beiträge des Fachsymposiums vom 09. und 10.04.2011

“natur:darstellen. Vermittlungswege für Naturschutz und Naturkunde"


Dr. Christian Düker und Prof. Dr. Willi Xylander


Von reisenden Regenwürmern und wandernden Wölfen. Museen als Schnittstellen zwischen Wissensgenerierung und Vermittlung

Dr. Christian Düker leitet die Öffentlichkeitsarbeit im Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und referierte auf dem Symposium „natur:darstellen“. Koautor Prof. Dr. Willi Xylander ist Direktor des Museums und war mehrjähriger Vizepräsident des Deutschen Museumsbundes.

Die weltbekannte Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) trägt sechs Forschungsinstitute und drei Naturkundemuseen. Eines davon ist das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz. Ein Schwerpunkt von dessen Ausstellungsarbeit liegt auf internationalen Wanderausstellungen, die eigene Forschungsarbeiten vermitteln helfen – etwa in den Bereichen Bodenzoologie und Wolfsforschung. Drittmitteleinwerbungen gehören genauso zum Handwerk wie der Ausstellungstransfer in andere Länder.

       Symposiumsbeitrag Dr. Christian Düker und Prof. Dr. Willi Xylander

Prof. Barbara Holzer


Sinnliche Architektur – Gestalterische Aspekte. Das Beispiel Hans-Eisenmann-Haus

Prof. Barbara Holzer ist Mitinhaberin des Architekturbüros Holzer Kobler Architekturen.

Das renommierte Architekturbüro Holzer Kobler Architekturen mit Sitz in Zürich übernahm die Aufgabe, dem Konzept der Ausstellung „Weg in die Natur. Eine Geschichte von Wald und Menschen“ Form zu geben und im Dialog mit den Kuratoren Rauminstallationen zu entwickeln. Beeinflusst durch die langjährige Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind vertritt Barbara Holzer eine funktionale, innovative und konzeptionell dichte Formensprache, die gleichzeitig individuell und einfühlsam ist.

       Symposiumsbeitrag Frau Prof. Barbara Holzer

Vivian Kreft


Nationalparks in Deutschland – Hot Spots eines neues Naturbewusstseins

Vivian Kreft arbeitet auf den Gebieten Public Relations, Sponsorenakquise und Vertrieb; sie leitete die Abteilung Kommunikation bei EUROPARC Deutschland e.V. von 2008 bis 2011.

EUROPARC Deutschland e.V., 1991 als nationale Sektion der EUROPARC Federation gegründet, ist. die Dachorganisation der deutschen Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Unter ihrer Dachmarke „Nationale Naturlandschaften“ sind 14 Nationalparks, 16 UNESCO-Biosphärenreservate und über 100 Naturparks vereint. Da Naturschutz hierzulande Sache der Länder ist, koordiniert der Verband länderübergreifend Projekte und sorgt für deren bundesweite Kommunikation.

       Symposiumsbeitrag Frau Vivian Kreft

Peter Laufmann


Wer soll das denn lesen? Oder: Wie Natur in die Zeitung kommt

Der Journalist Peter Laufmann studierte Forstwissenschaft und Publizistik; er arbeitet heute u.a. als Redakteur für das Umweltmagazin natur+kosmos.

Printmedien haben keinen leichten Stand. Doch es gibt klassische Formate, die nach wie vor hohes Potential besitzen. Die traditionsreiche Zeitschrift natur+kosmos, eine Publikation der Konradin Mediengruppe, gehört hierzu. Sie behandelt Umweltthemen unter politischen, naturwissenschaftlichen und verbraucherorientierten Aspekten. Über vertieftes Fokussieren und flexibles Reagieren behauptet sie sich erfolgreich auf dem Markt.

       Symposiumsbeitrag Peter Laufmann

Holger Lieber M.A.


Online für einen Nationalpark Steigerwald

Holger Lieber M.A. ist Sachgebietsleiter des Ressorts Internet beim Bund Naturschutz in Bayern e.V.; er war Projektleiter der Webkampagne www.ja-zum-nationalpark-steigerwald.de.

Der Bund Naturschutz ist der größte Umweltverband Bayerns. Er war eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung des Nationalparks Bayerischer Wald und tritt heute für einen Nationalpark im fränkischen Steigerwald ein. Teil des Engagements für die dortigen alten Buchenwälder ist ein aufwändiges Onlineaktions-Projekt, bei dem mittels medialer Interaktion über 30.000 Stimmen pro Nationalpark zusammenkamen.

       Symposiumsbeitrag Holger Lieber

Thorsten Ludwig


Brücken bauen – das Partnerprojekt ParcInterp

Thorsten Ludwig, stellvertretender Vorsitzender des ANU Bundesverbandes, studierte Heritage Interpretation in Großbritannien. Er leitet das Partnerprojekt ParcInterp.

Ziel des Projekts ParcInterp ist es, über zeitgemäße Natur- und Kulturinterpretation Brücken zu den Gästen von Schutzgebieten zu bauen. Hierfür erarbeiteten die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung e.V. (ANU), EUROPARC Deutschland und der Bundesverband Naturwacht praktisch umsetzbare Qualitätskriterien, begleitet von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung.

       Symposiumsbeitrag Thorsten Ludwig

Sylvia Montag


Der Nationalpark Eifel "für Alle"

Sylvia Montag studierte Internationales Tourismusmanagement und spezialisierte sich auf das Thema Ökotourismus. Heute arbeitet sie im Fachgebiet „Kommunikation und Naturerleben“ der Nationalparkverwaltung Eifel. Touristische Kooperationen und Barrierefreiheit sind ihre Schwerpunkte.

Der Nationalpark Eifel hat das Ziel, ein Großschutzgebiet für Menschen mit und ohne Behinderung erlebbar zu machen. Dafür wurden zunächst kommunikative Barrieren aufgehoben, z.B. auf der Homepage, in Ausstellungen und bei Rangerführungen. Mit dem 2011 eröffneten barrierefreien Natur-Erlebnisraum „Wilder Kermeter“ sind nun auch Barrieren im Gelände beseitigt. Zudem erarbeitet die Nationalparkverwaltung zusammen mit weiteren Akteuren in der Erlebnisregion Nationalpark Eifel Wege, den Abbau von Barrieren in der Touristischen Servicekette effektiv weiterzuführen.

       Symposiumsbeitrag Sylvia Montag

Dr. Andrea Schilz


Weg in die KulturNatur. Eine Geschichte von interdisziplinärem Denken

Dr. Andrea Schilz ist Volkskundlerin, promoviert in Vergleichender Kulturwissenschaft. Sie leitete das Ausstellungsprojekt „Weg in Natur. Eine Geschichte von Wald und Menschen“ inhaltlich-kuratorisch an.

Die Verbindung von Kultur- und Naturwissenschaft war ein Basisansatz für die Erarbeitung des Ausstellungskonzepts. Die Perspektiven greifen ineinander und ergeben einen multidimensionalen, zuweilen auch überraschenden Vermittlungsfokus auf das Thema Nationalpark Bayerischer Wald.

       Symposiumsbeitrag Dr. Andrea Schilz

Axel Weiß


Umweltjournalismus 2.0

Axel Weiß ist Mitglied der Redaktion Umwelt und Ernährung beim Südwestrundfunk.

Die elektronischen Medien Fernsehen und Hörfunk können nicht mehr allein auf ihren traditionellen Kommunikationsradius bauen. Um Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zeitgemäß zu vermitteln, arbeitet die Fachredaktion Umwelt des Südwestrundfunks deshalb trimedial. Durch vernetzte Angebote im Internet werden Inhalte vertieft und erweitert. Die aktive Präsenz im Web 2.0 erreicht vor allem auch jüngere Zielgruppen. Eine Sensibilisierung für Umweltthemen kann so über verschiedene Vermittlungskanäle erfolgen, die sich gegenseitig ergänzen.

       Symposiumsbeitrag Axel Weiß