Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Baumwipfelpfad im Nationalparkzentrum Lusen

Der Bauwipfelpfad im Nationalparkzentrum Lusen

Weltweit größter Baumwipfelpfad mit 1300m Meter Länge

Im Nationalpark Bayerischer Wald wurde der weltweit größte Baumwipfelpfad errichtet. Die offizielle Eröffnung des Baumwipfelpfades fand am Dienstag, 08.09.2009 statt. Ab 09.09.09 wurde er für die Besucher geöffnet.

8 bis 25 Meter über dem Waldboden in unberührter Natur spazieren gehen und einzigartige Perspektiven erleben - dies ermöglicht Ihnen der neue Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald. Am Parkplatz beim Tierfreigelände erfolgt der Zutritt zum weltweit größten Pfad dieser Art über einen Einstiegsturm, der mit Hilfe seines Aufzugs auch Senioren, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwägen einen bequemen und unbeschwerten Besuch ermöglicht. Die überwiegend aus Holz bestehende Konstruktion ist behutsam in den herrlichen Bergmischwald integriert und vermittelt ein unverfälschtes Naturerlebnis, das durch didaktische, erlebnis- und sinnorientierte Elemente entlang des Pfades verstärkt wird. Hier erfahren Sie diese einmalige Waldlandschaft und deren unterschiedlichen Lebensformen in einer neuen Dimension. Der 1300 Meter lange Steg endet auf der Plattform des beeindruckenden Aussichtsturmes in einer Höhe von 44 Metern und verspricht einen fantastischen und nahezu grenzenlosen Ausblick: zum einen in Richtung Lusen auf ein besiedlungsfreies Gebiet mit Wald und Wildnis pur, zum anderen auf die gepflegte Kulturlandschaft des Bayerischen Waldes bis hin zu den Alpen. Der Baumwipfelpfad endet ebenerdig am Hans-Eisenmann-Haus mit seinem Informationszentrum und dem Café Eisenmann.

Warum ein Baumwipfelpfad?

Mit der Projektierung des Baumwipfelpfades geht die "Erlebnis Akademie AG“ weiterhin den Weg, erlebnis- und erfahrungsorientierte Angebote für ein immer breiter werdendes Publikum bereitzustellen. Die Möglichkeit „kleine und große“ Abenteuer zu erleben, die wenigen Tage der Entspannung, der Erholung und der Gemeinsamkeit in einem natürlichen, spannenden und gleichzeitig sicheren Umfeld zu verbringen, führt die Menschen wieder mehr hinaus in die Natur. Ihnen die Gelegenheit zu geben, sich dort in nicht alltäglichen Welten zu bewegen, neue Perspektiven wahrzunehmen und altbekannte Lebensräume einfach und ohne Risiko neu zu entdecken, ist die Motivation für die Konzipierung eines Baumwipfelpfades mit hohem didaktischem, aber auch mit erlebnisreichem Angebot. Im Umfeld des Nationalparks Bayerischer Wald ergibt sich hier eine einmalige Gelegenheit ein Projekt zu verwirklichen, das als stimmiges Konzept eine vollkommen einzigartige Konstellation sieht.

Technische Daten

Der Baumwipfelpfad weist auf einer Länge von 780 Metern eine Höhe von 10 bis 25m auf. Durch das sanft terrassierte Gelände und die Routenwahl ist sichergestellt, dass eine Steigung von 6% an keiner Stelle überschritten wird und der Pfad in Verbindung mit einer entsprechenden Podestanordnung als „barrierefrei“ gilt. Der Aussichtsturm wird eine Höhe von 44m erreichen. Von dieser Plattform aus bietet sich ein „grenzenloser“ Blick auf den Nationalpark.

Unser Weg

Der Pfad beginnt am Parkplatz P1 beim Tierfreigelände. Zielstellung dabei ist es, die Besucher gleich am Parkplatz „abzuholen“ und mit Hilfe des Pfades über die Straße auf die Seite des Hans Eisenmann Hauses zu bringen. Der Einstieg erfolgt über einen 12m hohen Turm. Dieser Turm verfügt neben einer Treppe auch über einen Aufzug, der den Einstieg für Senioren, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwägen ermöglicht. Bis zum Knotenpunkt bei der Waldwirtschaft ist der Pfad gebührenfrei und dient zum einen als Einstiegs- und Schnupperweg, zum anderen aber auch als Verbindungsweg zwischen Parkplatz und Waldwirtschaft sowie dem Hans Eisenmann Haus.

Ab dem Gasthaus führt der Pfad in den unberührten Teil des Mischwaldes unterhalb der Waldwirtschaft hinüber Richtung Waldbühne und von dort aus in rechtem Winkel hinauf zum Hans Eisenmann Haus , wo er im Bereich des Weihers ebenerdig ausläuft. Kurz vor dem Ende des Pfades steht der Aussichtsturm, ein archetektonisches Glanzstück. Er erreicht eine Höhe von 44m und gibt auf einer Seite die Sicht über die Wipfel hinweg Richtung Rachel, Lusen und den Nationalpark frei, sowie auf der anderen Seite in die Kulturlandschaft des Vornationalpark Geländes. Dabei ist die Konstruktion so errichtet, dass es möglich ist, die sich am Hans Eisenmann Haus befindliche Baum/Felsgruppe mit der 38m hohen Tanne zu umrunden, um die unterschiedlichen Lebensformen im Baum zu dokumentieren. Der Baumwipfelpfad ist überwiegend aus Holz, und damit aus nachwachsenden Rohstoffen, erbaut. Einzelne stählerne Elemente sind aus Gründen der Statik und der Haltbarkeit unabdingbar, im Verhältnis zum Gesamtkonstrukt aber nur in geringer Menge vorhanden.

Die Integration des Baumwipfelpfades

Die Gesamtbreite der Lauffläche beträgt zwischen 1,50m und 2,00m. An didaktischen oder erlebnisorientierten Punkten wird der Pfad auf die benötigte Größe verbreitert. Das Geländer besteht aus einem feinmaschigen Drahtgeflecht mit Handlauf, wodurch sich eine freie Sicht auf den Wald in allen Ebenen ergibt.

Daten, Zahlen und Fakten

Gesamtlänge des Pfades
1.300
meter
Länge des Stegs
780
meter
Breite des Stegs
1,5 - 2
meter
Maximale Steigung
6
prozent
Länge der Rampe auf den Turm
520
meter
Höhe Einstiegsturm mit Aufzug
12
meter
Höhe Baumturm
44
meter
Gewicht Fundamente Baumturm (16 Stück) je
10,5
tonnen
Gewicht Fundamente Steg (135 Stück) je
3,5
tonnen
Gewicht Baumstämme Steg (bei 24m) je
5,5
tonnen
Gewicht Turmstützen (16 Stück) je
14
tonnen
Gewicht Ruhe- und Aussichtsplattform Baumturm
15
tonnen
Holzbelag und Holzgeländer bestehen aus
1.150
cbm
Befestigt mit Schrauben
200.000
stck
Berechnete Statiklast
500
kg/qm