Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Tier- Freigelände im Nationalparkzentrum Falkenstein

Virtueller Rundgang: Luchs

Luchs im Tier-Freigelände Falkenstein (Foto: Marc Vermeulen)

Nach Bär und Wolf ist der Luchs der drittgrößte Beutegreifer und das größte katzenartige Raubtier in Europa.

Während der Luchs früher in fast ganz Europa heimisch war, finden sich heute natürliche Luchsvorkommen nur noch in den nördlichen und östlichen Teilen des Kontinents.

Die freilebenden Luchse im Nationalpark Bayerischer Wald sind über das Gebiet des heutigen Nationalpark Sumava aus Tschechien eingewandert. Die Population dort ist auf ein Wiederansiedlungsprojekt von 1982 bis 1989 zurückzuführen.

Wie die meisten Katzen ist der Luchs ein Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit zwischen Februar und April begegnen sich die Geschlechtspartner häufiger und verbringen einige Wochen miteinander.

Das Revier eines Luchses ist ausgesprochen groß: beim Kuder (Männchen) umfasst es ca. 350 Quadratkilometer, beim Weibchen ca. 300 Quadratkilometer.

Die Reviere gleichgeschlechtlicher Tiere sind meist getrennt, die von Weibchen und Männchen überlappen sich häufig. In der freien Wildbahn kann der scheue Waldbewohner nur äußerst selten beobachtet werden.