Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

Grenzenlose Waldwildnis

Wissenswertes für Sie über den Nationalpark Bayerischer Wald und seine Region

Interner Link - PDF Download: Faltblatt "Grenzenlose Waldwilnis" (3,2 MB) Um die Bayerwaldberge Falkenstein, Rachel und Lusen erstreckt sich entlang der Grenze zur Tschechischen Republik der erste Nationalpark Deutschlands - der Nationalpark Bayerischer Wald. Zusammen mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava in Tschechien bildet er mit über 900 km2 das größte Waldschutzgebiet Mitteleuropas. Beide Parke wurden 2009 als “Transboundary-Park” ausgezeichnet.

"Natur Natur sein lassen" lautet das Motto. Und in der Tat, nirgendwo zwischen Atlantik und Ural darf sich die Natur auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gsesetzen zu einem wilden Wald entwickeln.

Ein Netz von mehr als 300 km gut markierten Wanderwegen - trotz Mittelgebirgs-Charakter einige sogar Rollstuhl- bzw. Kinderwagengerecht, fast 200 km Radwegen und rd. 80 km Langlaufloipen erschließt dem Gast Sommer wie Winter die ursprüngliche Natur des Nationalparks.

Das Panorama der Berggipfel vermittelt die endlose Weite der Wälder des bayerisch-böhmischen Grenzgebirges. Zahlreiche erfrischende Bergbäche mit Kaskaden und kleinen Wasserfällen nehmen hier ihren Ursprung.

Blühende Hochstauden wie Österreichische Gemswurz oder Waldgeißbart und anspruchsvolle Baumarten wie Esche oder Spitzahorn säumen die Ufer. Moränenwälle und der sagenumwobene Rachelsee sind Zeugen der letzten Eiszeit, die hier vor ca. 8.000 Jahren zu Ende ging. Hochmoore und Auen bergen als Rückzugsgebiete Überlebenskünstler des Tier- und Pflanzenreiches.

Drei unterschiedliche Waldtypen wachsen im Nationalpark: der Aufichtenwald in vernässten Tälern mit Kaltluftstau, der Bergmischwald mit Fichten, Tannen und Buchen an den wärmebegünstigten Hängen und ab ca. 1200 m Seehöhe im rauen Klima mit langen, schneereichen Wintern der Bergfichtenwald. Sie beherbergen die typische Tier- und Pflanzenwelt der Bergwälder in Mitteleuropa, darunter so seltene Arten wie Uhu, Dreizehen- und Weißrückenspecht oder die kleinste Eule Europas, den Sperlingskauz sowie Luchs und Schwarzstorch, die Charakterblume der feuchten Bergwälder, die Soldanelle, und den Böhmischen Enzian.

Der Wanderer begegnet im Nationalpark aber nicht nur ursprünglichen Wäldern, die eine Vorstellung der einstigen Urwälder in Deutschland vermitteln. Ganz unvermittelt und hautnah sieht er sich in Zwiespalt versetzt. Infolge heißer, trockener Sommer Mitte der 90er Jahre und schneearmer Winter brachte ein 3 bis 5 mm großer Winzling, der Borkenkäfer, auf großer Fläche den alten Fichtenwald insbesondere in den Hochlagen um Lusen und Rachel zum Absterben.

NATIONALPARKZENTRUM LUSEN

Hans-Eisenmann-Haus

Deutschlands ältestes Nationalpark-Informationszentrum hat sich mit der kompletten Erneuerung des Ausstellungstrakts fit gemacht für die Zukunft. Neben Altbewährtem wie der Infotheke mit Besucherberatung und dem Nationalparkladen gibt es viel Neues. Etwa den „Weg in die Natur“. So heißt die Ausstellung, die „eine Geschichte von Wald und Menschen“ erzählt und zeigt, wie eng beim Thema Wald Mensch und Natur zusammenhängen. Entdecken Sie spielerisch ungeahnte Perspektiven auf den Nationalpark Bayerischer Wald – mit der ganzen Familie. Eine Kinderlinie öffnet Besuchern ab fünf Jahren neue, spannende Zugänge zum Wald. Barrierefreiheit sorgt für uneingeschränkten Ausstellungsgenuss.

Begleitmedien bieten Übersetzungen für tschechische und englischsprachige Gäste. Weiteres neues Highlight ist eine Medienlounge. Hier kann man nach Lust und Laune schmökern, bei einem Hörbuch entspannen oder im Internet surfen.

Pflanzen- und Gesteins-Freigelände

Über 700 Arten der Pflanzenwelt des Bayerischen Waldes, nach Lebensräumen geordnet, werden vorgestellt - von der bunten Welt der Wiesenblumen über die "Unkräuter", die Pflanzen der Bachfluren und Sonderstandorte wie Moore, Tümpel, Quellen, Raine oder Blockfelder. Besonders attraktiv ist das Pflanzen-Freigelände in den Monaten Mai bis Oktober. Eingebettet in das Pflanzen-Freigelände befinden sich ein Info-Pavillon und ein Gesteinsgarten, in denen die geologischen Verhältnisse beschrieben und die Urgesteine des Bayerischen Waldes vorgestellt werden.

Baumwipfelpfad

Der Zutritt zum weltweit größten Baumwipfelpfad erfolgt über einen Einstiegsturm, der mit Hilfe eines Aufzugs auch Senioren, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwägen einen bequemen und unbeschwerten Besuch ermöglicht. Der 1300 Meter lange Steg gipfelt auf der Plattform des beeindruckenden Aussichtsturmes in einer Höhe von 44 Metern.

Betreiber: ErlebnisAkademie Kötzing

Tier-Freigelände

In den weiträumigen Gehegen und großen Volieren des Tier-Freigeländes leben über 30 Tierarten des Bergwaldes in ihrer natürlichen Umgebung. Dazu gehören die vor 150 Jahren in freier Wildbahn ausgerotteten Wolf und Bär, die Rückkehrer Luchs und Schwarzstorch sowie Wisent, Hirsch, Wildschwein oder Fischotter, aber auch Vögel wie Uhu, Habichtskauz, Kolkrabe und Auerhuhn. Tierfotografen bieten sich sehr günstige Gelegenheiten. Reich illustrierte Texttafeln informieren über Lebensgewohnheiten, Besonderheiten und Verhaltensweisen der Tiere.

Von Weihnachten bis Anfang November finden täglich Führungen zu unterschiedlichen Themen statt.

NATIONALPARKZENTRUM FALKENSTEIN

Haus zur Wildnis

Wir holen Ihnen die Wildnis nicht ins Haus, die müssen Sie draußen selbst entdecken. Das Haus zur Wildnis will Interesse und Verständnis für die dynamischen Vorgänge in der Natur wecken. Das Aufzeigen von Details soll neugierig machen auf das Selbstentdecken draußen. Denn Wildnis gibt es nicht nur in fernen Ländern, sondern auch bei uns im Bayerischen Wald und Böhmerwald. Man muss sie nur sehen wollen, diese geheimnisvolle, wunderbare Wildnis. Wir wollen Ihnen Geschmack machen auf die wilde Waldnatur in den Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava. Lassen Sie sich von der Ausstellung überraschen und gehen Sie mit auf eine 3D-Wildnisreise im Kino. Entdecken Sie die verborgene Wildnis im Wurzelgang, auf einer abenteuerlichen Reise durch den Waldboden. Oder staunen Sie über die “Erbauer der Wildnis”: Windwurf, Schneebruch und Borkenkäfer. Im Spiel- und Erlebnisraum entdecken Kinder die geheimnisvollen Wunder der Natur.

Noch vieles mehr wird im Haus zur Wildnis geboten. Doch schauen Sie selbst ...

Tier-Freigelände

Ein bequemer zweieinhalb Kilometer langer Rundweg führt Sie durch das großzügig angelegte Tier-Freigelände zum Haus zur Wildnis. Beobachten Sie die Luchsfamilie, das heulende Wolfsrudel oder die friedlich weidenden Wildpferde und Urrinder in den drei naturnah gestalteten Freigehegen. Ein überdachter Steg aus Rundholz und ein filigran konstruierter Aussichtsturm eröffnen interessante Perspektiven zur Beobachtung der Tiere und den begehrten Blick auf die schier endlose Waldlandschaft zwischen Arber und Großem Falkenstein. Luchs und Wolf zählen mit nur kurzer Unterbrechung zum natürlichen Artenspektrum des Bayerischen Waldes. Mit der Präsentation von Wildpferden und Urrindern öffnen wir ein Fenster in die Vergangenheit, eine Zeit in der diese Tierarten auch bei uns einmal gelebt haben.

Steinzeithöhle

Auf einer Zeitreise von der Urgeschichte bis zur Gegenwart möchten wir Ihre Aufmerksamkeit zunächst auf eine ganz besondere Einrichtung lenken: Die Steinzeithöhle. Das auf einer Kunstfelsenkulisse rekonstruierte Bildfeld der Wildpferde und Auerochsen aus der berühmten Grotte Chauvet in Südfrankreich erinnert an das einstige Zusammenleben der Menschen in der Altsteinzeit mit diesen Großtieren. Dieses Bildnis lebensnah skizzierter Wildtiere zeugt von der außergewöhnlichen Beobachtungsgabe der alten Meister, aber auch von ihrem Bemühen ihre Beutetiere mit Zauberzeichen in ihren Bann zu legen.

Wie es wohl war, als unsere Ahnen einer urigen Großtierfauna begegnen konnte, die die Landschaft des Bayerischen Waldes im Eiszeitalter durchstreifte? Fest steht: damals prägten Wildpferde, Rentiere und Auerochsen und nicht der Mensch das Bild der Landschaft.

Schautafeln und 3D-Animationen illustrieren zudem den Wandel von Klima, Landschaft und Tierwelt der letzten Eiszeit und beginnenden Nacheiszeit und zeigen, wie der Mensch durch Neuerungen in der Jagdtechnik auf diese Umwelt- und Klimaänderungen reagierte.

INFOSTELLEN

Mauth:

Betreute Nationalpark-Informationsstelle mit Sonderausstellung zum Thema “Holztrift”.

Spiegelau:

Betreute Nationalpark-Informationsstelle mit Sonderausstellung zum Thema “Waldeisenbahn”.

Frauenau:

Betreute Nationalpark-Informationsstelle im Glasmuseum mit Sonderausstellung zum Thema Schachten und Filze

Infozentrum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein:

Bayerisch-böhmisches Infozentrum für Natur- und Nationalparke (Träger: Naturpark Bayerischer Wald)

Spielend die Natur begreifen

Waldspielgelände

Im Waldspielgelände bei Spiegelau wird vom Kleinkind zum Erwachsenen jedem etwas geboten: Rutschbahnen, Gerätespiele, Materialspiele. Eine große Wiese bietet Platz für Ballspiele oder zum Grillen. Wasser - als Bächlein oder Tümpel - ist einbezogen. Eine besondere Attraktion ist der Naturerlebnispfad. Er vermittelt auf spielerische Weise die Wunderwelt des Waldes. Ein Versammlungsbaum, eine Märchenhütte, ein Barfußpfad, ein Holzxylophon oder Summsteine begegnen Ihnen auf dieser spannenden Wanderung.

Wildniscamp und Jugendwaldheim

Im Wildniscamp am Falkenstein bei Zwieslerwaldhaus und im Jugendwaldheim bei Schönbrunn können Jugendgruppen und Schulklassen die faszinierende Wildnis in mehrtägigen Aufenthalten erleben.

Auf Erlebniswegen dem wilden Wald begegnen

Zum ersten Mal seit unsere Vorfahren vor Jahrhunderten den Urwald für sich als Lebensraum rodeten, haben wir heute im Nationalpark Bayerischer Wald wieder die Chance zu beobachten, wie Waldwildnis entsteht. Erlebniswege erschließen dem Besucher den "wilden Wald" auf naturschonenden Holzstegen in sonst schwer zugänglichen Waldgebieten. Die Geburtsstunde der Urwälder von morgen wird zur Faszination.

Seelensteig

Ein lokaler Gewittersturm riss im Sommer 1983 große Löcher in die Bergmischwälder am Fuße des Rachels. Abertausende Kubikmeter vom Wind geworfener Fichten türmten sich zu einem undurchdringlichen Verhau. Die Natur schaffte es, was kaum jemand für möglich hielt, in nur einem Jahrzehnt: aus einem scheinbaren Chaos einen Märchenwald zu zaubern.

Aufichtenwaldsteg

Auf den vernässten Böden der weiten Talverebnungen bei Spiegelau wächst ein natürlicher Fichtenwald. Die flachen Wurzeln bieten nur wenig Halt. Vor allem wiederkehrende Windwürfe bestimmen hier die natürliche Waldentwicklung.

Urwaldsteig Bayerisch Eisenstein

Der Wandel eines ehemaligen Wirtschaftswaldes zum Naturwald mit vielfältigsten Strukturen, beschleunigt durch Sturm und Borkenkäfer, begleitet den Wanderer über den Hochberg und durch die urwaldartige Johannesruhe.

Hochwaldsteig am Lusen

Dort wo seit 1995 das scheinbar zerstörerische Werk des Borkenkäfers am vollkommensten scheint, zeigt die Natur ihre unglaubliche Kraft. Zunehmend mehr junge Fichten, Vogelbeeren oder Weiden keimen am Fuße der alten Baumstümpfe und auf Moderholz, eine junge Waldgeneration wächst heran.

Urwald-Erlebnisweg Watzlik-Hain

Im Falkenstein-Rachel-Gebiet gibt es im wildromantischen Höllbachgespreng und um Zwieslerwaldhaus noch echte Urwälder. Ein schmaler Pfad führt als Erlebnisweg durch den Watzlik-Hain mit seinen bis zu 2 m dicken, 500 Jahre alten und über 50 m hohen Baumriesen.

Erlebnisweg Schachten & Filze

Wie an einer Kette reihen sich die Schachten in den höheren Lagen des Falkenstein-Rachel-Gebietes auf. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts weideten auf den "Almen" des Bayerischen Waldes im Sommer vornehmlich junge Rinder. Uralte Ahorne und Buchen prägen das Bild dieser Inseln im Waldmeer.

Hochmoore werden im Bayerischen Wald Filze genannt. Die ursprünglichsten und deshalb besonders wertvollen Filze haben sich in den Verebnungen der Hochlagen erhalten. Ein naturschonender Holzbohlensteg verbindet die charakteristischen Schachten und Filze zu einem mit Informationstafeln ausgestatteten Erlebnisweg oberhalb Buchenau.

Natur und Geschichte erleben

Unter dem Motto "Natur kennt keine Grenzen" wurde im Osten des Nationalparks bei Mauth/Finsterau ein grenzüberschreitendes Waldgeschichtliches Wandergebiet zum Teil mit zweisprachigen (deutsch/tschechisch) Informationen angelegt. Die in früheren Zeiten beschwerliche Waldarbeit, besonders die mit großem handwerklichen Geschick angelegten Begangsteige, alten Schlittenziehbahnen und kunstvolle Bauwerke wie Schwellgräben, Triftkanäle und Klausen für den Holztransport mit Hilfe der Wasserkraft bilden den Schwerpunkt auf bayerischer Seite. In Böhmen stehen die Geschichte der einst hier wohnenden Menschen und der historisch bedingte Wandel der Landschaft im Vordergrund.

Museen

Angepasst an Landschaft und raues Klima lebten die Menschen im Bayerischen Wald. Ein eigener Dialekt, eigene Sitten und Gebräuche, Sagen und Märchen, Musik eine eigene Kultur entstand.

Das Waldmuseum in Zwiesel, das Glasmuseum in Frauenau, das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald mit seinem komplett neuen Ausstellungstrakt in einzigartig medialer Darstellung, das Jagd- und Fischereimuseum Schloss Wolfstein in Freyung und das Freilichtmuseum Finsterau erzählen die Geschichte dieser Landschaft und seiner Menschen.

Bayerischer Wald und Böhmerwald - das grüne Dach Europas

Die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava (Böhmerwald) bilden das Herzstück des “Grünen Dachs Europas”. Wo vormals ein “Eiserner Vorhang” eine unüberwindbare Grenze darstellte, ver binden heute Wander- und Radwege die beiden Nationalparke.

Der Nationalpark Šumava umfasst eine Fläche von rd. 69.000 Hektar. Lohnende Ausflugsziele sind beispielsweise die Moldau-Auen, die weiten Hochmoorgebiete um Mader (Modrava), der Mittagsberg (Poledník) mit seinem Aussichtsturm oder die parkähnliche Landschaft bei Buchwald (Bu?ina) und Fürstenhut (Knížecí Plán?).

Informationsstellen im Nationalpark Šumava (Böhmerwald)

Kašperské Hory
Tel.: 00 420 376 582 734

Kvilda
Tel.: 00 420 388 435 544

Svinná Lada
Tel.: 00 420 388 434 180

Rokyta
Tel.: 00 420 376 599 009

Stožec
Tel.: 00 420 388 335 014

Alžb?tín
(Grenzbahnhof Bayer. Eisenstein)
Tel.: 00 420 376 387 060

Die Info-Stellen sind voraussichtlich vom 1.11. bis 15.12. und im April geschlossen.

Markierte grenzüberschreitende Wanderwege für Fußgänger, Radfahrer und Skiwanderer ganzjährig

- Bayerisch Eisenstein - Železná Ruda
- Ferdinandsthal - Debrník
- Scheuereck - Prášily
- Finsterau- Bu?ina

nur für Fußgänger ganzjährig

- Siebensteinkopf - Moldauquelle

nur für Fußgänger 15.7. - 15.11.

- Hirschbachschwelle - Mittagsberg
- Blaue Säulen - Pürstling

Anreise in die Nationalparkregion

Die Nationalparkregion Bayerischer Wald ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Ob die Reise dem Urwald-Urlaub, dem Tagesausflug zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Wandertour für Gipfelstürmer oder Rückfahrt von einer Zielwanderung gilt, Bus und Bahn bringen Sie sicher zum gewünschten Ziel.

Die Nationalparkregion Bayerischer Wald erreichen Sie bequem mit EC-, IC- und ICE-Verbindung via Bahnhof Plattling. Hier treffen im 2-Stundentakt die Fernverkehrszüge ein. Ab Plattling bringen Sie die grünen Waldbahn-Shuttles im direkten Anschluss stündlich nach Zwiesel, Bayerisch Eisenstein und Bodenmais, sowie 2-stündlich nach Frauenau, Spiegelau und Grafenau.

Drei Verkehrssysteme in der Nationalparkregion sorgen für eine gute Anbindung an wichtige Wanderziele und Sehenswürdigkeiten.

Mobil ohne Auto in der Nationalparkregion

Alle wichtigen Einrichtungen und die Hauptwandergebiete erreichen Sie mit Igelbussen und der Waldbahn.

Die Igelbusse im Rachel-Lusen-Gebiet

Diese erdgasbetriebenen, umweltfreundlichen Linienbusse verkehren ab 15. Mai bis Anfang November im dichten Zeittakt zum Rachel und Lusen, dem Hans-Eisenmann-Haus und nach Finsterau. In Spiegelau und Grafenau besteht Anschluss zur Waldbahn.
Preis: Tagesticket zu 4 €/Person und 3-Tagesticket zu 10 €/Person sowie entfernungsabhängige Einzelfahrscheine. Zwei Kinder unter 15 Jahre frei. Fahrrad und ein Hund kostenlos.

Der Igelbus im Falkenstein-Rachel-Gebiet

Er erschließt ab Zwiesel-Bahnhofsvorplatz das Wandergebiet um den Großen Falkenstein mit dem Nationalpark-Besucherzentrum Haus zur Wildnis und den Orten Lindberg, Buchenau und Zwieslerwaldhaus im Sommer täglich und im Winter Montag bis Freitag.
Preis: Tagesticket zu 3,50 €/Person sowie entfernungsabhängige Einzelfahrscheine. Zwei Kinder unter 15 Jahre frei. Fahrrad und ein Hund kostenlos.

Die Waldbahn

Die Waldbahn verknüpft beide Bussysteme in Spiegelau bzw. in Zwiesel miteinander. Die Waldbahn verbindet Bayerisch Eisenstein, das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal, Zwiesel, Frauenau, Spiegelau und Grafenau. Im Taktknoten Zwiesel treffen um die volle Stunde die Züge der Waldbahn von und nach Plattling, Bayerisch Eisenstein und Bodenmais ein. Die Waldbahn nach Spiegelau und Grafenau, also zum Nationalpark Rachel-Lusen-Gebiet, fährt in Zwiesel immer zur ungeraden Stunde, in der Gegenrichtung, ab Grafenau, immer zur geraden Stunde ab.
Preis: Es gelten die Tarife der Deutschen Bahn AG.

Das Bayerwald-Ticket

Mit dem Bayerwald-Ticket ist man ganzjährig in der Nationalparkregion schon ab 7 Euro einen ganzen Tag unterwegs. Dieser Verbundfahrschein gilt auf der Waldbahn und den Igelbussen im Nationalpark sowie auf vielen weiteren Verkehrsverbindungen.
Preis: Bayerwald-Ticket: 7 €/Person/Tag; Bayerwald-Ticket-PLUS:
14 €/Person/Tag (inkl. Fahrten aus/nach Plattling und Deggendorf)
Geltungsdauer: ganzjährig, Mo-Fr ab 8 Uhr, Sa, So und Feiertage ganztags. (Zwei Kinder oder alle eigenen Kinder unter 15 Jahre sowie Hunde kostenlos.)

GUTi

In zahlreichen Gemeinden der Nationalparkregion gilt das Gästeservice-Umweltticket (GUTi) als kostenloser Fahrschein für das Bayerwaldticket.Tipp: Bahn- und Busfahrgäste zahlen bei den interessanten Nationalpark-Führungen nur den halben Preis und haben zudem bei rund 75 Partnern weitere Vorteile.

Grenzüberschreitender Verkehr nach Tschechien

Die Waldbahn verkehrt mehrmals täglich in direkter Verbindung, ohne Umsteigen am Grenzbahnhof nach Špicák. Bitte beachten Sie die jeweiligen Saisonzeiten. Die Fahrten sind im Bayerwald-Ticket-Tarif enthalten.

Ab Bayerisch Eisenstein besteht Anschluss zu den Regelzügen der Tschechischen Staatsbahn (CD) in Richtung Klattau und Pilsen.

Ab Bahnhofsvorplatz in Bayerisch Eisenstein verkehrt die RBO-Linie 6080 bis Železná Ruda. Diese Fahrt ist im Bayerwald-Ticket ent-halten.

Ab Bayerisch Eisenstein Grenzübergang bietet der Šumava-Bus täglich drei Fahrten über Srni nach Sušice an.

Der grüne Nationalpark-Bus im Nationalpark Šumava hat am Grenzübergang Finsterau-Buchwald Anschluss zum Finsterau-Igelbus im Nationalpark Bayerischer Wald. Der Fußweg zwischen der Endstation des Finsterau-Busses und der tschechischen Halte-stelle Bu?ina beträgt ca. 800m.

Weitere Auskünfte unter www.Bayerwald-Ticket.com sowie bei den Tourist-Informationen der Gemeinden und den Nationalpark-Infostellen.

Adressen für Informationen

Nationalpark Bayerischer Wald

PDF-Download: Übersichtskarte Nationalpark Bayerischer Wald (416 KB) Hans-Eisenmann-Haus
Böhmstraße 35
94556 Neuschönau
Telefon 0 85 58 96 150
heh@npv-bw.bayern.de
www.nationalpark-bayerischer-wald.de/heh

Haus zur Wildnis
94227 Ludwigsthal
Telefon 0 99 22 50 020
hzw@npv-bw.bayern.de
www.nationalpark-bayerischer-wald.de/hauszurwildnis

Waldgeschichtliches Museum St. Oswald
Klosterallee 4
94568 St. Oswald
Telefon 0 85 52 97 48 890
wgm@npv-bw.bayern.de
www.nationalpark-bayerischer-wald.de/wgm

Infostelle Spiegelau
Konrad-Wilsdorf-Straße 1
94518 Spiegelau
Telefon 0 85 53 96 00 17

Infostelle Mauth
Mühlweg 2
94151 Mauth
Telefon 0 85 57 97 38 38

Naturpark BayerischerWald

Naturparkhaus Zwiesel
Infozentrum 3
94227 Zwiesel
Telefon 0 99 22 80 24 80

Infozentrum Grenzbahnhof
Bayerisch Eisenstein
Bahnhofstraße 54
94252 Bayerisch Eisenstein

Bayerwald-Ticket
www.bayerwald-ticket.com

Museen

Waldmuseum Zwiesel
Stadtplatz 29
94227 Zwiesel
Telefon 0 99 22 84 05 83

Glasmuseum Frauenau
Am Museumspark 1
94258 Frauenau
Telefon 0 99 26 94 10 20

Jagd- und Fischereimuseum
Schloss Wolfstein
Wolfkerstraße
94078 Freyung
Telefon 0 85 51 57 109

Freilichtmuseum Finsterau
Museumsstraße 51
94151 Finsterau
Telefon 0 85 57 96 060

Tourismusverbände

Touristinformation Ferienland am Nationalpark
Wolfkerstraße 3
94078 Freyung
Telefon 0 85 51 57 121
touristinfo@lra.landkreis-frg.de
www.bayerwald-info.de

Werbegemeinschaft Zwieseler Winkel
Infozentrum 1, 94227 Zwiesel
Telefon 0 99 22 43 47
info@nationalparkregion.de
www.nationalparkregion.de

Zweckverband der Nationalpark-Gemeinden
Kaiserstraße 13
94556 Neuschönau
Telefon 0 85 58 91 021
info@nationalparkregion.de
www.nationalparkregion.de

Touristisches Service Center ArberLand
Amtsgerichtstraße 6 - 8
94209 Regen