Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Anreise und Mobilität vor Ort

Lage des Nationalparks Bayerischer Wald

Lage des Nationalparks Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt in Ostbayern und umfasst den zentralen Teil des Inneren Bayerischen Waldes, der geologisch gesehen zum hohen Böhmerwald zählt und hauptsächlich aus Urgesteinen – kristalline Schiefer (Gneise) und Granite – aufgebaut ist.

Von Bayerisch Eisenstein bis Mauth erstreckt er sich von Nordwesten nach Südosten auf einer Länge von 45 Kilometer und maximal 6 Kilometer breit entlang der Grenze zu Tschechien, wo auf ganzer Länge der Nationalpark Šumava direkt anschließt.

Die markantesten Berge des Nationalparks sind der Große Falkenstein (1.315 m), der Lusen (1.373 m) und der Große Rachel (1.453 m). Die tiefste Stelle befindet sich am Kolbersbach bei Ludwigsthal bei 600 Meter ü. NN.

Auf Grund des Höhenunterschiedes von 850 Metern umfasst sein Naturraum drei Waldgesellschaften

- Bergfichtenwald über 1.200 Meter Seehöhe
- Bergmischwald in den Hanglagen
- Aufichtenwald in den Tälern mit Kaltluftstau

Das fast gänzlich bewaldete Mittelgebirge ist Klima- und Wasserscheide zugleich. Als Regenbarriere stemmt es sich gegen Tiefdruckgebiete vom Atlantik und dem Mittelmeer. Hohe Niederschläge von 1 200 bis 2 000 Milliliter im Jahr sind die Folge. Sie fallen im kontinental getönten, rauen Klima des Mittelgebirges im Winter meist als Schnee.

Während die Bergbäche des Nationalparks Bayerischer Wald über den Regen und die Ilz zur Donau entwässern, fließen sie aus dem des Nationalpark Šumava über die Ottawa und Moldau zur Elbe.

Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 als erster Nationalpark Deutschlands eröffnet. Seit der Erweiterung im August 1997 hat er eine Größe von 24.222 Hektar. Zusammen mit dem Nationalpark Šumava bildet er das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas, mit annähernd 200.000 Hektar.