Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Verena Popp-Hackner und Georg Popp, Wien, Österreich

Bruno D´Amicis

Unser Besuch auf Einladung des Nationalparks zusammen mit sechs weiteren Fotografen im Mai 2010 war aus vielerlei Hinsicht ein besonderes Erlebnis. Die Idee, Fotografen aus so unterschiedlichen Bereichen wie Schwarzweiß-, Wildlife, Reportage und – wie in unserem Fall Landschaftsfotografie in Farbe und mittels Großformat-Kameras in einem begrenzten Zeitraum sozusagen eine kleine „Bestandsaufnahme“ machen zu lassen, erschien uns von Anfang an extrem spannend und interessant. Im Allgemeinen wird ja beim Thema Naturfotografie alles in einen Topf geworfen und nur selten überlegt, welch völlig unterschiedliche Sichtweisen einzelnen Fotografen haben und auch welch unterschiedliche technische Zugänge. So wird sich ein und derselbe Wald in den Augen verschiedener Fotografen in gänzlich unterschiedlichen Motiven und Ausdrucksweisen wiederfinden und es wird in gewisser Weise so seine Vielfalt viel besser portraitiert als es ein einzelner Fotograf je könnte.

Ein weiteres Erlebnis war es, wie sich aus dem für uns anfangs als „Fichtenfriedhof“ präsentierender Wald zwischen Lusen und Rachel im Lauf der wenigen Tage ein ungemein faszinierender, dynamischer, lebendiger Lebensraum entwickelt hat. Aus einem anfangs fast düsteren Erscheinungsbild (vielleicht verstärkt durch den starken Nebel und Regen der ersten beiden Tage) wurde schon bald ein Fotografen-Paradies, voll mit Motiven, graphischen Elementen, frischen Farben des Frühling und somit Lebens. Letztlich war es so, dass jene vier Tage längst nicht ausreichen konnten, um alles an Eindrücken einzufangen und uns schon klar ist, dass wir in regelmässigen Abständen wiederkommen werden.

Diese optische und emotionale Wandlung war aber nicht zuletzt auch dadurch möglich, dass allen uns begleitenden Förster und NP Mitarbeiter ein ungemeiner Stolz auf ihren wilden Wald anzumerken war, der merklich auch auf uns Fotografen abfärbte. In jeder Erzählung und Erläuterung, bei jeder kleinen Exkursion zu vermeintlichen Motiven und Aussichtspunkten steckte so viel Begeisterung dass wir letztlich von der einzigartigen Atmosphäre die aus diesem Wald ausgeht völlig eingefangen werden mussten. Wie weit es hingegen uns gelungen ist, die Stimmung des Waldes während der vier Tage auch auf Film zu bannen, müssen wir freilich dem Betrachter überlassen.

Zum 40 jährigen Jubiläum wünschen wir jedenfalls dem Bayrischen Wald, samt allen seinen Mitarbeitern und Verantwortlichen von heute und den letzten vier Jahrzehnten alles Gute!

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