Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Martin Milfort, Tschechien

Foto: Martin Milfort

Als Absolvent des Instituts bildender Fotografie vom Verband tschechischer Fotografen und als Amateurfotograf interessierte ich mich vor allem für die Landschaft und Natur im Böhmerwald. Bis 1990 arbeitete ich als Techniker in Klatau-CZ. Dieses Interesse habe ich immer weiter als professioneller Fotograf vertieft.

Das Ergebnis meiner bisherigen Erfahrungen im Böhmerwald sind vier Bildpublikationen, eine Edition von Panoramapostkarten, Wandkalender, Illustrationen und freie Fotografie. Man kann also sagen, dass die Naturfotografie zu meinem Beruf und Lebensziel wurde. Ich arbeite mit einer Großformatkamera und bevorzuge die Schwarzweißfotografie, da diese meines Erachtens am besten zu der einzigartigen und poetischen Landschaft des Böhmerwaldes passt.

Bisher bin ich nicht dazu gekommen, den Nationalpark Bayerischer Wald näher kennen zu lernen und deswegen habe ich mit Freude die Einladung zum Fotografentreffen im Nationalpark Bayerischer Wald angenommen. Es war für mich die erste (Arbeits-)Begegnung mit der „angrenzenden Natur“, die zwar der des Böhmerwaldes ähnelt ,sich aber gleichzeitig durch ihre Südhänge unterscheidet.

Manche Orte habe ich während des „Treffens" für mich selbst entdeckt. Zu diesen Orten will ich zurückkehren um einen größeren fotografischen Zyklus zu machen. Es würde mich sehr freuen, wenn es mir gelingen würde, das Wesentliche und den „Geist der Landschaft“ auch in den Wäldern des Bayerischen Waldes festzuhalten. Beide Seiten dieses wunderschönen Gebirges hat die Borkenkäferkalamität getroffen und es ist jetzt eine Frage „der Zeit“ (wobei die Natur einen anderen Maßstab hat als der Mensch), bis das Grüne in den ganzen Bestand zurückkehrt.

Der ewige Kreislauf des Lebens und des Todes läuft in der Natur in den betroffenen Wäldern ab und ich denke, dass sich Fotografie nicht nur für die Dokumentation eignet, sondern auch für die Kunst zu diesem Thema. Die Natur kennt keine Grenzen, die Bewunderung und Demut ihr gegenüber versuche ich mit der Fotografie auszudrücken, auch wenn sich momentan die Bergfichtenwälder nicht besonders als Vorbild für eine „billige“ Fotografie für touristische Broschüren eignen. Es gibt hier jedoch bizarre Formen der abgestorbenen Nadelbäume, neue Durchblicke und früher nicht gesehene Szenerien, sowie viele Details.

Ich schätze die Organisatoren des Fotografentreffens im Nationalpark Bayerischer Wald, da sie begriffen haben, wie wichtig es ist, den Besuchern eine Chance zu geben, die Natur durch die Augen der eingeladenen Fotografen in einer Ausstellung oder in einer Publikation zu sehen.

Es ist sicher einer der wirksamsten Wege zur Schaffung einer schönen Beziehung zwischen der geschützten Natur und den Menschen.



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