Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Markus Mauthe, Deutschland

Bruno D´Amicis

Die Wurzeln meiner heutigen Tätigkeit gehen sicher zurück bis in die Kindheit. Wer in jungen Jahren die Möglichkeit bekommt Natur zur erleben wird dadurch geprägt.

Mit siebzehn Jahren bin ich das erste Mal alleine in die Welt hinausgezogen.Ich habe wilde Landschaften bereist, fremde Kulturen kennen gelernt und sehr häufig herzliche Gastfreundschaft erfahren. Dies insbesondere bei Menschen, die vom materiellen Standpunkt wesentlich Ärmer waren als ich selbst.

Seit damals hat das "Unterwegs sein" mein Weltbild geprägt. Aufgewachsen bin ich in einer Fotografenfamilie, weshalb ich schon früh mit der Ausdrucksform Fotografie in Kontakt gekommen bin. Eine dreijährige Ausbildung zum professionellen Fotografen verschaffte mir das grundlegende Know How.

Angekommen bin ich allerdings erst einige Jahre später, als ich Beruf und Leidenschaft verbunden habe. Nachdem ich als 20-jähriger mit dem Fahrrad Neuseeland durchquerte, war mir klar, dass bei mir die Natur und die Kunst der Bildgestaltung zusammen gehören.

Über viele Jahre hinweg habe ich mein Geld damit verdient, indem ich Reisegeschichten fotografiert habe um diese dann mit Diavorträgen einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren.

Wer mit offenen Augen die Welt wahrnimmt sieht viele wunderschöne Dinge, die einem das Leben bereichern. Doch im Laufe der Jahre rückte bei mir immer mehr ein Thema in den Mittelpunkt - nämlich wie wir Menschen mit dieser Erde umgehen. Das hat mir immer weniger gefallen, denn wohin sich mein Blick auch richtete, überall sah ich Veränderungen zum Negativen.

Ausschlag für den klaren Schritt meine Fotografie mit ökologischen Themen zu verbinden, war ein Artikel in einem Greenpeace-Magazin. In diesem stand, dass bereits 80% aller Urwälder unserer Erde verschwunden sind. Außerdem stehen die letzen Reste unserer Urwälder unter starkem Druck auch noch vernichtet zu werden. Da ich Wildnis - und insbesondere Wälder liebe, sah ich hier die Chance, meine Fähigkeiten mit der Kamera in einen sinnvollen Kontext zu bringen. Deshalb erarbeitete ich ein Medienkonzept zur Urwaldthematik welches ich bei den Kampaignern von Greenpeace Deutschland vorstellte. Dort wurde ich freundlich empfangen. Doch erst über einen recht langen Zeitraum hinweg, hat sich ein Vertrauensverhältnis gebildet. Verstärkt durch meine Beharrlichkeit und durch meinen ehrlichen Willen etwas bewegen zu wollen, entstand eine sehr enge Zusammenarbeit.

In einem Zeitraum von fünf Jahren bin ich im Rahmen der globalen Waldkampagne von Greenpeace in alle großflächigen Urwaldgebiete unserer Erde gereist. Die Bilder und Geschichten zu meinem Projekt „Planet der Wälder“ habe ich in einer Multivisions-Show und in einem Bildband verarbeitet. Auf diesem Wege wurde ich zu einer Art Botschafter für die Ziele von Greenpeace.

Ich halte im Jahr bis zu 120 Vorträge. Dabei präsentiere ich meine Fotografie auf der Großleinwand, um den Menschen die Schönheiten dieses Planeten zu zeigen. Mit meinen erzählten Geschichten weise ich aber auch auf die Gefahren hin, die dem sensiblen Organismus Erde drohen.

Mit meiner Arbeit als Naturfotograf und Vortragsreferent u.a. für Greenpeace, habe ich meine Aufgabe gefunden, die mich erfüllt und die mich an eine nachhaltige Zukunft glauben lässt.







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