Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Bruno D´Amicis, Italien

Bruno D´Amicis

Da mich die Welt der Natur von jüngster Kindheit an fasziniert hat, las ich neugierig Bücher, schaute Dokumentarfilme und reiste unzählige Kilometer, um sie dann vor Ort endlich zu erleben. Diese Erfahrungen und ungestillte Leidenschaft führten im Jahre 2004 zu einem Abschluss zum M.Sc. in Biologie.

Vor 16 Jahren habe ich zum ersten mal die Kamera von meinem Vater ausgeliehen, seitdem bin ich von der Fotografie fasziniert und nun ist es zu einem Beruf geworden. Als ich begann, meine besten Aufnahmen den anderen zu zeigen, habe ich die immense Kraft von Bildern erstaunt beobachtet und festgestellt, wie sehr sie unsere Vorstellungskraft stärken und die Leute für Naturschutzfragen sensibilisieren. Dieser Wirkung bin ich mir bewusst und versuche mit meinen Bildern die Botschaft vom Naturschutz zu kommunizieren. Es ist schwer, die Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren und das vor allem in Europa, aber ich will meiner Überzeugung treu bleiben.

Ich meide also die "einfachen" Locations und gefangene Tiere und bemühe mich, mehr ein Gefühl von Wildnis in meinen Aufnahmen zu vermitteln und die Objekte in ein Kontext ihres Lebensraumes einzurahmen. Das ganze ist für mich vielmehr als nur "Arbeit". Vorbereitung, Experimentieren, Verantwortung, Frustration und Genugtuung sind bei Mir zu etwas verschmolzen, dass keine Termine oder Ferien kennt: es ist vielmehr eine Lebenseinstellung. Meine Werke werden in Magazinen, Büchern, Kalendern und ähnlichen veröffentlicht. Ich bekam einige Auszeichnungen. Ich reiste in insgesamt 25 Länder, und arbeitete mit Vorliebe an langfristigen, an Naturschutz ausgerichteten multimedialen Projekten. Im Jahre 2008 zog ich um und lebe seitdem in der Nähe meiner geliebten Abruzzen in Zentralitalien. So kann ich mich der Arbeit an der dortigen einzigartigen Fauna widmen.

Das exklusive und grosszügige Angebot, die wildesten und schönsten Ecken des Nationalparks Bayerischer Wald mit meiner Kamera zu entdecken, war für mich eine einmalige und willkommene Gelegenheit für meine Arbeit als Photojournalist. Und außerdem hatte ich die Gelegenheit, die starke „Wildnisausrichtung“ des Parks zu bewundern. Das Erbe einer "neuen", wieder wild gewordenen Natur, ist vielversprechend in bezug auf Evolutionsprozesse und kulturelle Werte der europäischen Wildnis.

Es sind viel zu wenige wilde Landschaften auf dem Kontinent, und so müssen wir die Bemühung die hier im NP BW umgesetzt wurde, bewerben, um eine solche gute Wende in Ausrichtung der Forstwirtschaft zu erreichen. Es ist allerdings selten, innerhalb einer Nationalparkverwaltung eine visionäre und kreative Zugangsweise zur Kommunikation kennenzulernen , die schliesslich zur Organisierung von so einem Treffen der Naturfotografen geführt hat. Und so wäre mein grösster Traum, dass solche Veranstaltungen und Gruppen von Künstlern und Professionellen in Zukunft mehr und mehr dazu genutzt werden, die Botschaften von Naturschutz in die Öffentlichkeit zu tragen. So könnte eine neue Ethik im Umgang mit der Natur entstehen, um ein möglichst realistisches und wenig verdrehtes Antlitz des Wilden zu vermitteln.







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