Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Renaturierung Forststraßen

Verschluss des Grenzgrabens am Markfilz (Foto: Lohberger)

Der Transport des Holzes aus den Wäldern des Inneren Bayerischen Waldes war schon immer ein Problem der Mittelgebirgslage. Nach der Holztrift und dem Bau der Waldbahn Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet ab den 1960er Jahren systematisch mit Forststraßen erschlossen. Große Teile dieses Wegenetzes wurden mit Gründung des Nationalparks und Ausweisung von Naturzonen für den Holztransport überflüssig.

Forststraßen beeinträchtigen nicht nur den Wasserhaushalt der angrenzenden Flächen, sie stellen auch für viele Arten ein unüberwindbares Hindernis dar und zerschneiden dadurch Lebensräume. Zugleich lenken sie Besucherverkehr ins Gelände und sorgen so für Störungen auf großer Fläche. Sie werden deshalb überall dort, wo sie nicht mehr benötigt werden, zurückgebaut.

Im Nationalpark werden folgende Varianten des Wegerückbaus praktiziert:

- Natürliche Rückentwicklung durch Stilllegung (ggf. geringfügige Maßnahmen),
- Rückbau zu Schlepper- oder Fußwegen oder
- Renaturierung (Totalrückbau).

Bei allen Varianten spielt die Öffnung verrohrter Fließgewässer – und damit die Verbesserung ihrer Durchgängigkeit – eine wichtige Rolle.

Bei der Renaturierung der Forststraßen ist vor allem dort Eile geboten, wo durch umstürzendes Totholz oder aufkommenden Bewuchs auf der Fahrbahn die Durchführung schwieriger bzw. kostenträchtiger wird.