Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Projektziele


Fokus Moore - Verbesserung des Wasserhaushaltes

Moore und Moorwälder gelten mit ihren seltenen und hochspezialisierten Arten nicht nur als eine Besonderheit des Nationalparks, sie sind auch besonders wertvolle Lebensräume des Natura 2000-Systems.

Entwässerung und Bewirtschaftung haben jedoch viele Moorgebiete stark beschädigt oder komplett zerstört. Mit Hilfe von LIFE+ werden nun Gräben und Fahrspuren verschlossen sowie standortuntypische Gehölze entfernt. So sollen der Wasserhaushalt und damit die Lebensraumfunktion dieser wertvollen Flächen durch Wiedervernässung dauerhaft verbessert werden. Es entstehen zu dem Tümpel, die dem Schwarzstorch als Nahrungshabitat dienen.

      Download Faltblatt "Life+ Fokus Moore"

Kolbersbach


Fokus Fließgewässer - Bessere Durchgängigkeit und natürliche Dynamik

Im Nationalpark ist die natürliche Dynamik und Durchgängigkeit für Lebewesen vieler Fließgewässer stark eingeschränkt. Dies hat zum einen historische Ursachen, wie die Anpassung der Gewässer an die Holztrift, von der vor allem die Uferbereiche und die Gewässersohle betroffen sind. Aber auch moderner Straßen- und Bahnlinienbau tragen zur Beeinträchtigung der Gewässer bei.

Zur Verbesserung dieser Gewässerlebensräume werden im Rahmen des LIFE+ Projektes verbaute Abschnitte renaturiert und Verrohrungen umgebaut bzw. entfernt. Dies kommt allen an und im Wasser lebenden Organismen zu Gute, so z. B. auch den FFH-Arten Mühlkoppe oder Fischotter.

      Download Faltblatt "Life+ Fokus Fließgewässer"

Beweidung


Fokus Schachten – Erhalt der Borstgrasrasen durch Beweidung

Die als „Inseln im Waldmeer“ bezeichneten Schachten sind waldfreie Flächen, die durch frühere Beweidung entstanden sind. Durch die dort auftretenden spezialisierten und seltenen Arten wie beispielsweise Arnika und Borstgras stellen sie schützenswerte Lebensräume von europaweiter Bedeutung dar.

Die bisherigen ehrenamtlichen Aktivitäten, die Schachten mittels Freischneiden zu erhalten, waren ein wichtiger Beitrag, die Flächen vor dem Zuwachsen zu bewahren. Ohne den für die Weidenutzung typischen Einfluss von Verbiss und Tritt leidet jedoch der Borstgrasrasen weiterhin und die Bodenvegetation wandelt sich hin zu einem von Zwergsträuchern und Brachegräsern dominierten Lebensraum. Der Nationalpark erprobt daher exemplarisch im Rahmen von LIFE+ die Beweidung des Ruckowitz-Schachtens mit höhengeeignetem Rotvieh. Ziel ist es, mit dieser Methode eine neue Naturschutzstrategie zum dauerhaften Erhalt von Borstgrasrasen im Nationalpark zu entwickeln. Die Probebeweidung ist jedoch als Experiment mit offenem Ausgang zu verstehen.

      Download Faltblatt "Life+ Fokus Schachten"