Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Reh

Reh (Foto: Rainer Simonis)

Mit der Einrichtung des Nationalparks wurden die bestehenden Rehfütterungen Zug um Zug aufgelassen. Dadurch sind die saisonalen Wanderungen der Rehe wieder in Gang gekommen. Je nach dem Zeitpunkt des Wintereinbruchs und der Schneehöhe verlässt ein mehr oder weniger großer Teil der Rehpopulation ab dem Spätherbst das Nationalparkgebiet, um in den schneeärmeren tiefer gelegenen Arealen des Vorfelds zu überwintern. Da jedoch außerhalb des Nationalparks in den meisten Eigen- und Gemeinschaftsjagdrevieren zahlreiche Fütterungen aufrechterhalten werden, die auch von den auswandernden Tieren aus dem Nationalpark aufgesucht werden, wird der winterliche Nahrungsengpass als ein natürliches Bestandsregulativ für die Rehwildpopulation kaum wirksam.

Der gegen Ende der 80iger Jahre zugewanderte Luchs ist mittlerweile fester Bestandteil der Artenausstattung im Nationalpark und gilt als wichtigster Prädator des Rehwildes. Seit dem Jahr 2007 wird daher in Absprache mit den Reviernachbarn das Rehwild im Rachel-Lusen Gebiet nicht mehr reguliert. Seit 2012 wird auch im Rachel-Falkenstein Gebiet auf eine Regulierung des Rehwildes verzichtet.