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Management im Nationalpark Bayerischer Wald
Zonierung
Die Richtlinien der IUCN sehen grundsätzlich die Möglichkeiten der Zonierung für Nationalparke der Kategorie II vor. Nach entsprechenden Übergangszeiten sollen jedoch mindestens drei Viertel der Fläche entsprechend dem primären Schutzzweck verwaltet werden.
Im Anlageband „Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen“ sind die Zonen abgegrenzt und näher beschrieben. Gleichzeitig sind dort die in den einzelnen Zonen zulässigen Maßnahmen beschrieben.
Naturzone
- Ablauf natürlicher Prozesse hat Vorrang
- grundsätzlich keine menschlichen Maßnahmen vorgesehen
- 55% der Gesamtfläche
Entwicklungszone
- untergliedert in drei Teilgebiete (2a, 2b, 2c)
- Wälder sollen schrittweise der natürlichen Entwicklung überlassen werden
- 21% der Gesamtfläche
Randbereich
- dauerhaft wirksame Waldschutzmaßnahmen zum Schutz angrenzender Wälder
- 22% der Gesamtfläche
Erholungszone
- Funktion der Besuchereinrichtungen sicherstellen
- Verkehrssicherung
- 2% der Gesamtfläche
Weiterführende Informationen
Waldmanagement
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind Nationalparke grundsätzlich einheitlich zu schützende Gebiete. Entsprechend der Verordnung über den Nationalpark Bayerischer Wald vom 12.09.1997 (NP-VO) bezweckt der Nationalpark Bayerischer Wald vornehmlich,
- eine für Mitteleuropa charakteristische, weitgehend bewaldete Mittelgebirgslandschaft, insbesondere mit ihren natürlichen und naturnahen Waldökosystemen zu erhalten,
- das Wirken der natürlichen Umweltkräfte und die ungestörte Dynamik der Lebensgemeinschaften zu gewährleisten
- die bisher forstwirtschaftlich geprägten Wälder langfristig einer natürlichen, vom Menschen unbeeinflussten Entwicklung zuzuführen.
Entsprechend dieser Vorgaben sind Waldmanagementmaßnahmen zeitlich und räumlich begrenzt. Sie bezwecken keine wirtschaftsbedingte Nutzung von Naturgütern und richten sich ausschließlich nach dem Zweck des Nationalparks. Für das Gebiet des Nationalparks entfallen auch die Bewirtschaftungsvorschriften des Waldgesetzes für Bayern.
Ziele
Die Managementziele und -maßnahmen sind im Nationalparkplan festgelegt
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Waldschutz
Entsprechend den Fest-
legungen im Nationalpark-
plan sind Waldpflegemaß-
nahmen grundsätzlich...
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Borkenkäfer
Die Borkenkäferbekämp-
fung im Nationalpark ist durch die Nationalpark-
verordnung festgelegt
mehr
Borkenkäferbekämpfung
In der Naturzone werden keine Bekämpfungsmaß-
nahmen durchgeführt
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Forstrechte
Im Nationalpark bestehen noch Rechte Dritter an der Holznutzung
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Aktuelle Maßnahmen
Nach dem Orkantief “Kyrill” hat ein neuer schwerer Sturm am 13. Juli 2011 seine Spuren hinterlassen
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Wildtiermanagement
Der Nationalpark Bayerischer Wald stellt aufgrund seiner Ausformung (bei einer Länge von rd. 40 km nur rd. 6 km breit) und seiner Höhenlage (rd. ein Drittel der Fläche liegt über 1000 m N. N.) keinen abgeschlossenen, ganzjährigen Lebensraum für die heute vorkommenden Schalenwildarten dar. Für einen Großteil dieser Tiere wären die überwiegenden Flächen des Nationalparks ohne menschliche Einflussnahme nur Sommerlebensraum. Im Winter - bei Schneelagen bis zu 3 m in den Kammlagen - würde das Schalenwild zumeist in tiefere Lagen bzw. in das klimatisch begünstigte Vorfeld abwandern und dort überwintern.
Aufgrund der menschlichen Nutzung (Siedlungen, Verkehrswege, landwirtschaftliche Nutzung, Erholungsaktivitäten, ...) haben sich aber dort die Lebensräume entscheidend verändert. Rehe und Wildschweine sind nicht so sehr auf ausreichend große und ungestörte Wintereinstände im Vorfeld angewiesen und kommen mit den geänderten Lebensbedingungen zurecht. Für Rothirsche fehlen dagegen ausreichend große und ungestörte Wintereinstände im Vorfeld - nicht zuletzt durch die gesetzlich festgelegte Abgrenzung des Rotwildgebietes sowie die geringe Toleranz vieler Waldbesitzer wegen möglicher Schälschäden.
Auch die Artenausstattung bzw. die Verbreitung der einzelnen Wildtierarten wurde in den letzten Jahrhunderten entscheidend durch den Menschen geprägt. So wurden von den ursprünglich im Bayerischen Wald beheimateten Schalenwildarten manche (z. B. Elch) ausgerottet, dagegen andere wie Reh, Rothirsch und Wildschwein begünstigt. Im Vorfeld des Nationalparks kommen vereinzelt auch nicht heimische Schalenwildarten (Damhirsch, Sikahirsch, Mufflon) vor.
Noch stärker als bei den großen Pflanzenfressern wurde das Artengefüge der großen Fleischfresser vom Menschen verändert. Bär, Wolf und Luchs wurden zu Anfang bzw. Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet, so dass die Schalenwildarten seit etwa hundertfünfzig Jahren ohne natürlichen Feinde waren. Erst seit einigen Jahren ist der Luchs aus Tschechien wieder eingewandert und trägt in begrenztem Umfang zur natürlichen Regulierung der Schalenwildarten bei. Insgesamt ist jedoch bei Reh, Rothirsch und Wildschwein derzeit keine ausreichende Regulierung über Prädatoren gewährleistet.
Ziele - Konzept
Große zusammen-
hängende Gebiete werden im Nationalpark von jagdlichen Eingriffen frei gehalten...
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Reh
Mit der Einrichtung des Nationalparks wurden die bestehenden Rehfütter-
ungen Zug um Zug aufgelassen...
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Rothirsch
Als Ausgleich für heute weitgehend fehlende Überwinterungsgebiete im Vorfeld des Nationalparks gibt es 4 Wintergatter
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Wildschwein
Das Wildschwein ist im Nationalpark zu einem festen Bestandteil der Fauna geworden
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INFORMATION UND SERVICE
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