Nationalparkverwaltung
Bayerischer Wald

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Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald

Grenzüberschreitendes Biodiversitäts-Monitoring

Lusental (Foto: Dr. Franz Leibl

Der Bayerische Wald und der Böhmerwald bilden zusammen die größte zusammenhängende Waldfläche Mitteleuropas mit einer herausragenden Bedeutung für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität. Beiderseits der Grenze können sich Ökosysteme seit 1970 im NP Bayerischen Wald und seit 1991 in NP Sumava durch weitgehenden Verzicht von Eingriffen unter natürlicher Bedingungen entwickeln. Ökologische Veränderungen, die durch natürliche Störungen (Windwurf, Borkenkäferbefall) und durch den Klimawandel verursacht werden, können mit einem Monitoring überwacht und dokumentiert werden. In beiden Nationalparks wurden verschiedene Monitoring-Aktivitäten zur Erfassung der Biodiversität durchgeführt. Hierbei gab es jedoch deutliche Unterschiede in der Methodik, Intensität und den Auswertungen.

Um die wissenschaftliche Kooperation zwischen den benachbarten Nationalparks zu verbessern, wurde mit dem INTERREG Projekt Silva Gabreta Monitoring ein grenzüberschreitendes Biodiversitäts-Monitoring entwickelt. Der Fokus liegt hierbei auf den Wald-, Moor- und Gewässerökosystemen. Ab 2016 soll die Standardisierung der Erfassungsmethoden in beiden Nationalparks den Austausch und die Auswertung von vergleichbaren Daten erleichtern. Auf diesem Weg wird eine gemeinsame Grundlage zur Bewertung der ökologischen Veränderungen geschaffen und damit die Entwicklung eines geeigneten grenzüberschreitenden Managements der Nationalparke unterstützt.

Foto: Dr. Franz Leibl

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